- 15.05.2006, 10:39:25
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Gesunde Bilanz 2005
OÖGKK mit 11,2 Millionen Euro Jahres-Ergebnis
Linz (OTS) - Für ihre rund 1,1 Millionen Kunden hat die OÖGKK im
vergangenen Jahr 1.384 Millionen Euro an Versicherungsleistungen
erbracht, das sind um 3,8 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Durch die
konstruktive Zusammenarbeit mit den oberösterreichischen Ärzten,
sorgsamen Umgang mit den anvertrauten Beiträgen der Versicherten und
innovative, kundenfreundliche Ideen war es möglich, einen
Bilanzgewinn von 11,2 Millionen Euro zu erwirtschaften. Im Jahr 2004
waren es noch 393.799 Euro gewesen. 94,5 Prozent der Gesamteinnahmen
gingen von der OÖGKK als Versicherungs¬leistungen direkt an die
Kunden zurück.
Wenn es um Gesundheit geht, spielt das Vertrauen eine große Rolle.
Das positive Ergebnis der OÖGKK ist ein Signal an ihre Versicherten,
dass die Finanzierung der sehr guten Gesundheitsversorgung im
Bundesland gesichert ist. Die Versicherten und Beitragszahler können
sich darauf verlassen, dass mit ihren Krankenversicherungsbeiträgen
gut gewirtschaftet wird - das Geld also in die bestmögliche
medizinische Versorgung, Prävention und Gesundheitsförderung
umgesetzt wird.
Der Gewinn gehört den Versicherten
Positive Finanzergebnisse sind für die OÖ Gebietskrankenkasse kein
Selbstzweck. Das zur Verfügung stehende Geld sichert das finanzielle
Fundament der Versichertengemeinschaft in der OÖGKK. Damit bleibt die
OÖGKK auch unabhängig von Geldern aus Ausgleichsfonds und
Regierungsmaßnahmen. Die finanzielle Lage der OÖGKK erlaubt es auch,
in die medizinische Versorgung und in die Kundenbetreuung in
Oberösterreich zu investieren. Beispiele dafür sind neue,
strukturierte Betreuungsprogramme für Diabetes und Schlaganfall, der
Neubau des Fachambulatoriums Linz, die Abschaffung der
Chefarztpflicht, Kinder-Zahngesundheitsförderung, betriebliche
Gesundheitsförderung und das neue Kundenservice "Netzwerk Hilfe".
Auch in Zukunft sollen solche Investitionen in die Versorgung der
Oberösterreicher möglich sein, wofür aber ein entspre¬chender
Handlungs-Spielraum gegeben sein muss.
Nicht bei den Patienten sparen!
Ein Merkmal der sozialen Krankenversicherung ist es, dass nur
vergleichsweise wenige Versicherte Leistungen von ihrer Krankenkasse
benötigen - diese Patienten brauchen aber aufgrund ihres
Gesundheitszustandes oft mehrere, sehr teure Behandlungen
gleich¬zeitig. In Zahlen ausgedrückt: nur 1,7 Prozent aller
Versicherten benötigen 25 Prozent aller Leistungen, 80 Prozent ihres
Leistungsvolumens gibt die OÖGKK für nur 23,5 Pro¬zent der
Versicherten aus. Hier wirkt der solidarische Versicherungsschutz. So
gab die OÖGKK für einen einzelnen Versicherten im Jahr 2005 insgesamt
121.656 Euro aus. Um schwer kranken Menschen eine optimale,
qualitätsvolle Versorgung zu garantieren, ist es aber auch
erforderlich Kostenpotenziale zu heben, wo dies ohne Qualitätsverlust
für die Patienten möglich ist. Beispiele dafür sind konsequente
Preisverhandlungen bei Medizinprodukten, eine schlanke Verwaltung,
Vermeidung von Polypragmasie ("Vielgeschäftigkeit" - Bezeichnung für
nicht sinnvolle Behandlung mit vielen verschiedenen Medikamenten
gleichzeitig) und der gezielte Einsatz von Generika.
Die OÖGKK schöpft in ihrer Satzung den gesetzlichen Rahmen für die
verschiedenen Leistungen für die Versicherten voll aus. Darüber
hinaus wird - gemeinsam mit der oberösterreichischen Ärztekammer -
konsequent die Strategie verfolgt, neue, wirkungsvolle
Therapiemethoden als Sachleistungen in den Leistungskatalog der OÖGKK
aufzunehmen. Damit stehen sie den Versicherten ohne private
Kostenbelastung zur Verfügung. Beispiele dafür aus den vergangenen
beiden Jahren sind Augenlaserbehandlungen (Argon-Laser; YAG-Laser;
Floureszenzangiographie), Ambulante Schlafapnoeunter¬suchung und die
Quantitative D-Dimerbestimmung.
Fokus auf Gesundheitsförderung und Prävention
Die Maßnahmen der Gesundheitsförderung wurden gegenüber dem
Vorjahr neuerlich um 9,8 Prozent gesteigert. Die OÖGKK investiert
also kräftig in diesen Bereich. Gerade in der Gesundheitsförderung
ist es aber schwierig, nicht nur Geld auszugeben, sondern auch
messbare Wirkung zu erzielen. Die OÖGKK ist daher federführend in der
Gesundheits- und Versorgungsforschung aktiv und kooperiert mit
europäischen Partnern wie mit österreichischen Universitäten,
Fachhochschulen und Forschungseinrichtungen.
Verwaltungsaufwand: 2,44 Prozent der Gesamtausgaben
Der "Verwaltungs- und Verrechnungsaufwand" der OÖGKK sank
gegenüber dem Vorjahr leicht und liegt nun bei 2,44 Prozent der
Gesamt-Aufwendungen. Die Beitragszahler der OÖGKK können sich darauf
verlassen, dass die OÖGKK auch bei sich selbst konsequent auf´s Geld
schaut. Auch hier gilt aber die Devise, dass nicht an der
Kundenbetreuung gespart wird. Ein simples "Sparen" in anderen
Bereichen, wie beispielsweise bei der Beitragsprüfung, bei den
Routine-Kontrollen von Krankenständen und Honorarabrechnungen würde
sich fatal auf die "restlichen" Ausgaben auswirken. Vielmehr geht es
der Führung der OÖGKK darum, durch solides Management und klare Ziele
Wirksamkeit und Effizienz zu steigern.
Die wichtigsten Entwicklungen 2005
Ein wichtiger Faktor für das erfreuliche Endergebnis war die
Steigerung der Beitragseinnahmen um 4,3 Prozent, wobei eine
Beitragserhöhung bei den Pensionisten (0,5 Prozent auf jetzt 4,95
Prozent Krankenversicherungsbeitrag) und eine leichte Anhebung
(+0,1 Beitrags-Prozentpunkte) des Beitrags für Arbeiter und
Angestellte wirksam wurden. Deutlich unter den Erwartungen blieben
die versprochenen Tabaksteuer-Mittel. Anstelle der zugesagten 30
Millionen Euro für alle Krankenversicherungsträger kamen nur gut
4 Millionen Euro. Da der Großteil davon schon für neue
Vorsorge-Maßnahmen verplant war, blieben nur rund 180.000 Euro an
Mehreinnahmen bei der OÖGKK übrig.
Der gesetzlich vorgeschriebene Beitrag zum Krankenanstaltenfonds
stieg um 5,6 Prozent auf 435,6 Millionen Euro (nach 8,4 Prozent
Steigerung im Vorjahr). Die vielzitierte gesetzliche "Deckelung" der
Krankenkassen zur Spitalsfinanzierung bringt den Ländern also in
Wahrheit jährlich erhebliche Mehreinnahmen. Der Spitalsbeitrag ist
nicht nur die größte Ausgabenposition der Krankenkassen, diese sind
auch die größten Zahler im Spitalswesen.
Für die ärztliche Hilfe und gleichgestellte Leistungen (dazu gehören
beispielsweise die Physio-, Ergo- und Psychotherapie) gab die OÖGKK
312,7 Millionen Euro aus, 5,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei den
Medikamenten blieb die Steigerung mit 2,6 Prozent auf 271 Millionen
Euro moderat. Hier wurden das Qualitäts- und Ökonomiecontrolling der
OÖGKK, die Umstellung auf den neuen Erstattungs-Kodex (EKO) sowie
der immer verantwortungsvollere Umgang der oberösterreichischen Ärzte
mit Medikamenten wirksam. Von dieser Entwicklung profitieren auch die
Versicherten der OÖGKK: Im Medikamentenbereich hilft die Wahl der
richtigen, abgestimmten Therapie nicht nur der Finan¬zierbarkeit des
Gesundheitswesens, sondern steigert auch die Behandlungsqualität und
vermeidet Wechsel- und Nebenwirkungen.
Das Krankengeld stieg lediglich um 0,8 Prozent, Ursachen dafür sind
unter anderem eine geringe Krankenstandsquote der
oberösterreichischen Arbeitnehmer im Jahr 2005 sowie das wirksame
Krankenstands-Management der OÖGKK.
Rückfragehinweis:
OÖ Gebietskrankenkasse
Referat Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Harald Schmadlbauer
Tel.: (0732) 7807-2020
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