NEWS-Exklusiv: Rainhard Fendrich gesteht jahrelangen Kokainkonsum

Der Austro-Pop-Barde ging den Drogenfahndern in die Falle. Im Verhör sagte er den Kriminalisten: "Ich habe einen Ferrari verkokst."

Wien (OTS) - Wie in der morgen erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS berichtet wird, hat der 51jährige Musiker und Entertainer Rainhard Fendrich im Zuge einer Vernehmung bei der Wiener Polizei gestanden, jahrelang Kokain konsumiert zu haben. Fendrich war am 4. April 2006 ins Visier der Fahnder geraten, als diese seinen Dealer observiert hatten. Dabei kam es im Wiener Nobelhotel "Triest" zur Übergabe eines Säckchens Kokain an Fendrich. Das Suchtgift wurde in der Folge in Fendrichs Zimmer sichergestellt, der Austro-Popper zeigte sich geständig und nannte Bezugsquellen, Umschlagplätze und weitere Kunden.

Fendrich gestand zunächst, von seinem Lieferanten, Manfred B., "seit rund 15 Jahren Kokain gekauft" zu haben. Allerdings betont Fendrich auch: "Ich habe Kokain nie an andere weitergegeben."

In weiterer Folge nannte der Künstler den Beamten auch mehrer "Umschlagplätze", an denen er sich auch selbst bedient hatte. Etwa ein nobles Restaurant im Wiener Regierungsviertel. Der dortige Lokalbesitzer habe Fendrich zuletzt am 24. März 2006 "ein Briefchen Kokain in die Sakkotasche gesteckt".

Des weiteren berichtet Fendrich von sogenannten "Koks-Sessions" in der Werkstätte eines Wiener Promi-Schneiders. Zitat aus dem Protokoll: "Er hat auch mich fallweise auf ein Naserl eingeladen."

Auch ein in der Austro-Pop-Szene äußerst beliebtes Lokal in Wien-Alsergrund soll laut Fendrich in das Kokain-Netzwerk verstrickt sein. Der dortige Wirt, so Fendrich, "geht vor der Übergabe immer in die Küche und holt von dort das Kokain."
Bezüglich seiner über die Jahre konsumierten Menge meinte Fendrich abschließend: "Ich denke, dass er (der Dealer; Anm. d. Red.) sich mit dem Erlös einen Ferrari hätte kaufen können."

Fendrich nennt dann weitere Konsumenten, die sich auch schon im geheimen Ermittlungsakt der Polizei finden. Darunter: Ein bekannter heimischer Filmproduzent, ein namhafter Regisseur, ein wortgewandter Journalist, ein prominenter Heurigenwirt.
Fendrich muss mit einer Anzeige nach Paragraf 27, Absatz 1 des Suchtmittelgesetzes rechnen.

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