• 10.05.2006, 12:59:31
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NEWS-Exklusiv: Rainhard Fendrich gesteht jahrelangen Kokainkonsum

Der Austro-Pop-Barde ging den Drogenfahndern in die Falle. Im Verhör sagte er den Kriminalisten: "Ich habe einen Ferrari verkokst."

Wien (OTS) - Wie in der morgen erscheinenden Ausgabe des
Nachrichtenmagazins NEWS berichtet wird, hat der 51jährige Musiker
und Entertainer Rainhard Fendrich im Zuge einer Vernehmung bei der
Wiener Polizei gestanden, jahrelang Kokain konsumiert zu haben.
Fendrich war am 4. April 2006 ins Visier der Fahnder geraten, als
diese seinen Dealer observiert hatten. Dabei kam es im Wiener
Nobelhotel "Triest" zur Übergabe eines Säckchens Kokain an Fendrich.
Das Suchtgift wurde in der Folge in Fendrichs Zimmer sichergestellt,
der Austro-Popper zeigte sich geständig und nannte Bezugsquellen,
Umschlagplätze und weitere Kunden.

Fendrich gestand zunächst, von seinem Lieferanten, Manfred B.,
"seit rund 15 Jahren Kokain gekauft" zu haben. Allerdings betont
Fendrich auch: "Ich habe Kokain nie an andere weitergegeben."

In weiterer Folge nannte der Künstler den Beamten auch mehrer
"Umschlagplätze", an denen er sich auch selbst bedient hatte. Etwa
ein nobles Restaurant im Wiener Regierungsviertel. Der dortige
Lokalbesitzer habe Fendrich zuletzt am 24. März 2006 "ein Briefchen
Kokain in die Sakkotasche gesteckt".

Des weiteren berichtet Fendrich von sogenannten "Koks-Sessions" in
der Werkstätte eines Wiener Promi-Schneiders. Zitat aus dem
Protokoll: "Er hat auch mich fallweise auf ein Naserl eingeladen."

Auch ein in der Austro-Pop-Szene äußerst beliebtes Lokal in
Wien-Alsergrund soll laut Fendrich in das Kokain-Netzwerk verstrickt
sein. Der dortige Wirt, so Fendrich, "geht vor der Übergabe immer in
die Küche und holt von dort das Kokain."
Bezüglich seiner über die Jahre konsumierten Menge meinte Fendrich
abschließend: "Ich denke, dass er (der Dealer; Anm. d. Red.) sich mit
dem Erlös einen Ferrari hätte kaufen können."

Fendrich nennt dann weitere Konsumenten, die sich auch schon im
geheimen Ermittlungsakt der Polizei finden. Darunter: Ein bekannter
heimischer Filmproduzent, ein namhafter Regisseur, ein wortgewandter
Journalist, ein prominenter Heurigenwirt.
Fendrich muss mit einer Anzeige nach Paragraf 27, Absatz 1 des
Suchtmittelgesetzes rechnen.

Rückfragehinweis:

Sekretariat NEWS
    Chefredaktion
   Tel.: (01) 213 12 DW 1103

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