- 09.05.2006, 17:05:02
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Rheintal fand neue Formen der Zusammenarbeit
3. Rheintalkonferenz tagte in Feldkirch - Leitbild zur räumlichen Entwicklung und regionalen Kooperation
Feldkirch (VLK) - In den letzten beiden Jahren haben Fachleute
unter aktiver Beteiligung von Bürgern, Experten, Gemeinde- und
Landespolitikern ein Leitbild zur räumlichen Entwicklung und
regionalen Kooperation erarbeitet. In der 3. Rheintalkonferenz heute,
Dienstag, berieten nun die politischen Entscheidungsträger von
Gemeinden und Land gemeinsam über die Ergebnisse im Pförtnerhaus in
Feldkirch. "Die im Leitbild zusammengefassten Erkenntnisse und
Empfehlungen sind ein Orientierungsrahmen für das Handeln innerhalb
der Gemeinden, zwischen den Gemeinden, zwischen Land und Gemeinden
und auf Landesebene", so Landeshauptmann Herbert Sausgruber.
Neben der Übergabe des Leitbildes wurden im Rahmen der 3.
Rheintalkonferenz auch die Weichen für die Umsetzung gestellt. Manche
Aktivitäten wurden schon während der Projektlaufzeit gesetzt oder
intensiviert - etwa amKumma, im Rheindelta, in der Region Hofsteig
oder im Vorderland mit der gemeinsamen Bauverwaltung. Erstmals haben
auch die Planungsausschüsse von Dornbirn, Hohenems und Lustenau
gemeinsam getagt.
Raumplanung, Verkehr, Wohnen
Landesrat Rein ging auf einige Themen ein: "Wir müssen die
regional bedeutsamen Betriebsgebiete sichern und weiterentwickeln".
Öffentlicher Verkehr und Individualverkehr sollen sich nützlich
ergänzen: Bahn/Bus, Straße und Fuß-/Radwege. Ein zentrales
Aufgabenfeld sind Maßnahmen zur Verkehrsentlastung der Wohngebiete.
Rein weiter: "Neue Wohnformen sind eine besondere Herausforderung,
insbesondere wenn wir die demografischen Veränderungen (Überalterung,
zunehmend Kleinfamilien und Einzelhaushalte) bedenken".
Öffnung und Verankerung
"Wir müssen die gesamte Region als gemeinsamen Lebensraum erkennen
und zum Planungsraum machen", führte Gemeindeverbandspräsident
Wilfried Berchtold an: "Einerseits geht es um die Öffnung und
Überschreitung von lokalen Perspektiven und Denkmustern. Andererseits
braucht es Identität stiftende Orte und Symbole, um eine Basis für
Verwurzelung und Verankerung zu schaffen".
3. Rheintalkonferenz
An der 3. Rheintalkonferenz nahmen neben Landeshauptmann
Sausgruber und Raumplanungslandesrat Rein auch die weiteren
Mitglieder der Landesregierung, die Mitglieder des Präsidiums des
Vorarlberger Landtages und die Klubobleute, die meisten Bürgermeister
der 29 Rheintal-Gemeinden und die Landtagsabgeordneten aus dem
Rheintal teil.
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