Landesrat Dr. Hermann Kepplinger: Buchpräsentation war voller Erfolg!

Vielbeachtete Neuerscheinung: "Solidarische Wirtschaftspolitik"

Linz (OTS) - Im wunderschönen Ambiente des bis auf den letzten Platz gefüllten 20. Stock des Wiener Ringturms wurde gestern im Beisein von Bürgermeister Michael Häupl und Landeshauptmann-Stellvertreter Erich Haider das Buch "Solidarische Wirtschaftspolitik" vorgestellt, das Landesrat Hermann Kepplinger gemeinsam mit seinen Mitarbeitern Rainer Bartel und Johannes Pointner verfasst hat.

Die inhaltliche Vorstellung des Buches hat die ganze Spannweite der behandelten Themen aufgezeigt. Von den historischen und wissenschaftlichen Grundlagen des Neoliberalismus über solidarische Antworten auf die brennenden Fragen zum Arbeitsmarkt oder zur Finanzierung von Pensionen und öffentliche Leistungen bis zu budgettechnischen Details, wie der Kritik an der fehlenden Aussagekraft der zu Beurteilung der Fiskalpolitik herangezogenen Kennzahlen. Sehr viele Teilnehmer der Buchpräsentation haben auch gleich zugegriffen und das Buch erworben.

Umrahmt wurde die Veranstaltung von politischen Statements des Wiener Bürgermeisters Michael Häupl und von Oberösterreichs Landeshauptmann-Stellvertreter Erich Haider. Erich Haider hat die Notwendigkeit hervorgestrichen, endlich "den Tanz um das goldene Kalb Markt" aufzuhören und den gesellschaftlichen Gegebenheiten in die Augen zu sehen. Der Markt muss dort korrigiert werden, wo er gesellschaftlich unerwünschte Ergebnisse bringt bzw. wo der gesellschaftliche Zusammenhalt gefährdet ist, eben durch solidarische Wirtschaftspolitik.

Für Bürgermeister Häupl hat die Diskussion, wer denn "besser wirtschaften" kann, pubertäre Züge. Die Frage ist, wie unsere Gesellschaft mit einer Million Menschen umgeht, die an der Armutsgrenze lebt. Dafür ist die Politik verantwortlich, und dafür gibt es Verantwortliche in der Politik. Eine andere Politik ist möglich und machbar, der Wähler hat die Entscheidung. Auch das Thema BAWAG wurde nicht ausgeklammert: "Selbst wenn der Papst einen Fehler machen würde und ein Abt korrupt wäre, würde niemand der Kirche die Kompetenz in religiösen Fragen absprechen" stellte Häupl fest.

Die wirtschaftspolitische Herausforderung des Jahres 2006 ist jener des Jahres 2001 sehr ähnlich. "Durch den Zug der Lemminge nach Maastricht und eine restriktive Geldpolitik wurde 2001 eine gute Konjunkturentwicklung abgewürgt. Die durchschnittlichen BIP-Wachsrtumsraten haben sich halbiert, die Anzahl der Arbeitslosen bereinigt um Schulungsteilnehmer hat um 80.000 Menschen zugenommen. Mit dem Ziel des Nulldefizits 2008 ist das Grasser-Desaster prolongiert, wenn die nächsten Wahlen keine Kehrtwende zu besserer, solidarischer Wirtschaftspolitik bringt" stellte Landesrat Kepplinger fest.

Morgen findet in der Arbeiterkammer Linz ab 10 Uhr ein hochkarätig besetztes wissenschaftliches Symposium zum Thema Solidarische Wirtschaftspolitik statt. Referenten sind der deutsche Konjunkturexperte Gustav Horn, der Finanzmarkt-Spezialist des WIFO Stephan Schulmeister, weiters die Wiener Ökonomen Herbert Walther und Engelbert Stockhammer sowie der Linzer Arbeitsmarkt-Ökonom Rudolf Winter-Ebmer.

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