Leitl: Wirtschaft begrüßt ehest möglichen EU-Beitritt Bulgariens

Wirtschaftsminister Obcharov dankt österreichischen Investoren für Vertrauen - Österreich ist Top-Investor in Bulgarien

Wien (PWK297) - Anlässlich des Besuchs des bulgarischen Wirtschaftsministers Rumen Ovcharov in der WKÖ betonte WKÖ-Präsident Christoph Leitl, "dass die Wirtschaft dafür eintritt, dass Bulgarien so bald wie möglich ein EU-Mitglied wird." Der Österreich-Besuch erfolge zur richtigen Zeit am richtigen Ort, da gerade in den nächsten Tagen noch unter österreichischer EU-Präsidentschaft wichtige politische Entscheidungen über den Zeitpunkt des bulgarischen Beitritts (2007 oder 2008) getroffen werden. Aus Österreich gäbe es die erforderliche Unterstützung. Leitl: "Ich freue mich, dass der österreichische Nationalrat dieser Tage den bevorstehenden Beitritt Bulgariens fast einstimmig ratifiziert hat."

Leitl ging auch auf die bilateralen Handelsbeziehungen zwischen Österreich und Bulgarien ein, die "besser nicht laufen könnten." Im Vorjahr legten die österreichischen Exporte um 15% und die Importe aus Bulgarien um 11% zu. Das Außenhandelsvolumen hat sich seit dem Jahr 2000 verdoppelt und Österreich ist mit einem Investitionsvolumen von 2,3 Mrd. Euro der größte Auslandsinvestor in Bulgarien. Minister Obcharov wies darauf hin, dass Bulgarien eine der am raschesten wachsenden Volkswirtschaften Europas mit Wachstumsraten von jeweils über 5% in den letzten Jahren sei. Obcharov: "Ich danke auch den österreichischen Investoren für das Vertrauen in unser Land und unsere Reformen, denn die Auslandsinvestitionen tragen zu einem beschleunigten Wirtschaftswachstum und damit einer Verbesserung des Lebensstandards bei."

Das Investitionspotential sei aber noch lange nicht ausgeschöpft. Die besten Investitionschancen gibt es bei Informations- und Kommunikationstechnologien, Elektronik, Maschinenbau und Elektrotechnik. Obcharov betonte, dass Bulgarien derzeit der größte Energieexporteur Südosteuropas sei. Bei der Energieproduktion soll künftig der Anteil der Alternativenergie bis 2011 auf 10% (von derzeit 5%) steigen. Auch hier sieht Obcharov Chancen für österreichische Unternehmen, die auf diesem Gebiet zu den Weltmarktführern gehören. (BS)

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