• 28.04.2006, 13:13:53
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Mädchen planen ihre Stadt

Töchtertag 2006 in der Geschäftsgruppe Stadtentwicklung und Verkehr

Wien (OTS) - Gestern fand bereits zum fünften Mal der Wiener
Töchtertag statt. Die Geschäftsgruppe Stadtentwicklung und Verkehr
nahm mit ihren Planungs- und Verkehrsabteilungen sowie mit dem
Rechenzentrum der Wiener Stadtverwaltung wieder daran teil. Den
Mädchen von 11-16 Jahren wurde die Möglichkeit geboten, Berufe im
Bereich der Stadtplanung und Informations- und
Kommunikationstechnologie kennen zu lernen. Ziel war es, ihnen Mut zu
machen, auch technische Berufe zu ergreifen. Nach wie vor entscheiden
sich Mädchen überproportional häufig für "typisch weibliche"
Berufsfelder und Studienfächer. Noch immer wählt rund ein Drittel
aller jungen Frauen die Lehre der Einzelhandelskauffrau
(Verkäuferin), gefolgt von Friseurin und Bürokauffrau.

Stadtrat Rudi Schicker hat die Mädchen bei der Arbeit auf der
Autobahnmeisterei Kaisermühlen besucht und erfreut fest gestellt, wie
sehr interessiert und engagiert sie sich eingebracht haben. "Diesen
jungen Frauen gehört die Zukunft - sie zeigen, dass die alten
Vorurteile von so genannten männlichen Berufen schlicht überholt
sind", so Schicker.

Das Innenleben der Computer kennen lernen

22 Prozent der MA14-MitarbeiterInnen sind Frauen und in
unterschiedlichsten Aufgabenbereichen eingesetzt: von Organisation
und Verwaltung über die Softwareentwicklung bis zur Netzwerktechnik.
Gestern haben 10 Mädchen am Töchtertag teilgenommen. Sie hatten
Gelegenheit, im Rahmen eines Workshops das Innenleben eines PCs
kennen zu lernen, die Arbeit mit digitaler Kamera zu dokumentieren,
Software selbst zu installieren, im Internet eine Recherche
durchzuführen und danach in einer Powerpoint-Show das Erlebte und
Gelernte aufzubereiten. In Gruppenarbeit konnten dabei die Grundzüge
von projektorientierter Teamarbeit ausprobiert werden.

Schlaglöcher reparieren und Straßen planen

15 Mädchen schnupperten in den Alltag der Abteilung MA28 -
Straßenbau hinein. Beim "Schlaglöcher flicken" mit Stadtrat Rudi
Schicker wurde bereits kräftig Hand angelegt. In der
Autobahnmeisterei Kaisermühlen war handwerkliches Geschick und
kräftiges Zupacken gefordert. Von den Mädchen wurde der Schneepflug
für eine nachfolgende Funktionsprobe montiert und mit der
Wasser-Hochdruckpistole das Gelände der Autobahnmeisterei vom letzten
Winterschmutz befreit. Mit dem Brückeninspektionsgerät der
Brückenmeisterei konnten sich die Mädchen die A23 von oben vom
Verkehrsgeschehen auf der A23 ein Bild machen. Im Workshop Straße
planen versuchten sie sich als bautechnische Zeichnerinnen. Die
Highlights des Tages wurden mit der Digitalkamera festgehalten und
abschließend eine Fotodokumentation erstellt. "So spannend habe ich
mir den Straßenbau nicht vorgestellt" war der abschließende Tenor der
Mädchen.

Das Innenleben der Brücken erkunden

Auch in der MA29 - Brückenbau und Grundbau wartete auf die
Mädchen ein umfangreiches Programm. Nach der Begrüßung und einem
Rundgang in den Büroräumlichkeiten im 16.Bezirk ging es sofort
hinaus, um die Wiener Brücken live zu erleben. In der Brigittenauer
Brücke konnten sie sehen, dass eine Brücke auch ein Innenleben hat.
Durch die Brücke zu gehen, war für alle Mädchen ein Erlebnis. Bei der
Baustelle Nordbrücke wurde den Mädchen erklärt, wie eine Brücke
funktioniert und wie sie gebaut wird. Am Nachmittag ging es hoch
hinaus - mit dem Brückeninspektionsgerät konnte der Nordsteg von
oben betrachtet werden, was für alle ein großer Spaß war.

Mit Vermessungsgeräten arbeiten

Sieben Mädchen (Töchter und ihre Freundinnen) nutzten die
Gelegenheit und schnupperten in die Arbeitswelt der VermesserInnen.
Im Außendienst auf der Nußdorfer Wehrinsel übten sich die Mädchen im
Vermessungsstativ-Aufstellen und -Horizontieren, im Messen mit
elektronischen Tachymetern und in der Handhabung des Reflektors. Im
Innendienst probten sie das Auswerten von Luftbildern an den
digitalen Luftbildauswertestationen. Der abschließende Besuch bei den
VermesserInnen auf der U2-Baustelle Schottenring rundete den
ereignisreichen und bei den Mädchen sehr beliebten Tag ab.

Eine LKW-Überprüfung einmal selbst durchführen

In der Magistratsabteilung 46 - Verkehrsorganisation wurde für
die Mädchen ebenfalls ein interessantes Programm zusammen gestellt.
15 Töchter konnten unter der Leitung einer der Technikerinnen in der
Landesfahrzeugprüfstelle selbst eine LKW-Überprüfung durchführen.
Weiterer Höhepunkt war der Besuch der Verkehrsleitzentrale in der
Rossauer Kaserne. Dort sind nahezu alle Ampelanlagen in Wien über ein
eigenes Kabelnetz an den Verkehrsrechner angeschlossen. Das
Bedienpersonal (Bundespolizeidirektion Wien) kann direkt in der
Leitzentrale Störungen (Ampelausfall, Unfall) einsehen und sofort
eine Behebung veranlassen. (Schluss) kel

Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
DI Thomas Keller
Tel.: 4000/81 420
mailto:kel@gsv.magwien.gv.at

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