- 28.04.2006, 11:00:00
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32 europäische Städte im Vergleich
Studie zeigt für Wien relevante Entwicklungen auf
Wien (OTS) - Der internationale Wettbewerb der Städte um die
Zuwanderung von Betrieben, Forschungsstätten oder WissenschafterInnen
ist härter geworden. Die Globalisierung zwingt auch Städte zum Blick
über ihre Grenzen. Eine Wiener Studie hat nun 32 Stadtentwicklungs-
und Zukunftsprogramme europäischer Städte unter die Lupe genommen und
auf ihre Relevanz für Wien geprüft. Das Ergebnis: Wien liegt im
internationalen Vergleich gut, etwa bei Gesundheit, Soziales, Umwelt,
Verkehr, Wirtschaft, Wohnen, Partizipation und Sicherheit. Aber es
gibt auch etliche Entwicklungen und Städte, die genau beobachtet
werden müssen, damit Wien im Wettbewerb nicht zurückfällt. Die Studie
wurde am Freitag im Beisein von Wiens Planungsstadtrat Dipl. Ing.
Rudolf SCHICKER präsentiert.****
Die Österreichische Gesellschaft für Politikberatung und
Politikentwicklung (ÖGPP) hat die Stadtentwicklungs- und
Zukunftsprogramme von 32 großen europäischen Städten (Amsterdam,
Barcelona, Berlin, Bratislava, Belgrad, Bremen, Breslau, Brüssel,
Budapest, Bukarest, Dresden, Frankfurt, Hamburg, Helsinki, Köln,
Kopenhagen, Krakau, Leipzig, Lyon, Mailand, München, Neapel, Paris,
Posen, Prag, Rom, Rotterdam, Sofia, Stockholm, Turin, Warschau und
Zürich) auf ihre Relevanz für Wien untersucht. Zu beantworten galt es
die Frage, wo das politische, wirtschaftliche, geistige, kulturelle
Zentrum Österreichs mit anderen großen Städten Europas in Konkurrenz
steht, wo Wien von anderen lernen kann und wo Wien anderen voraus
ist.
Wien liegt beispielsweise gut bei Gesundheit, Soziales, Umwelt,
Verkehr, Wirtschaft, Wohnen, Partizipation und Sicherheit. Die Stadt
ist nicht ohne Grund in zahlreichen Studien, die sich mit der Lebens-
und Wohnqualität der Weltstädte auseinandersetzen, immer an
ausgezeichneten Platzierungen zu finden ist.
Andererseits gibt es auch zahlreiche interessante und relevante
Erkenntnisse für Wien. Interessant sind jene, die für die
Verbesserung der Lebensqualität wichtig sind, jedoch weniger
Bedeutung für den internationalen Wettbewerb haben. Relevant dagegen
sind all jene, wo es um den wirtschaftlichen Wettbewerb der Städte
untereinander geht. Dazu zählen etwa die Bildungsinvestitionen der
Städte, die starke Förderung von Universitäten sowie der Forschung
und Entwicklung in Bereichen, wo auch Wien aktiv ist (wie creative
industries und Biotechnologien). Auch die Entwicklung internationaler
Forschungsnetzwerke, die Clusterbildung, die Entwicklung der Regionen
im Umfeld von Städten und damit eine Stärkung der Metropolenfunktion
und die Aktivitäten etlicher Städte in diesem Bereich haben große
Standortrelevanz. Auch die Entwicklung attraktiver neuer Stadtteile
und Betriebsansiedlungsgebiete ist von Bedeutung. Sehr vieles wird
heute beispielsweise in attraktiver Lage am Wasser gebaut.
Mit Wien vergleichbare Methoden der Stadtentwicklung und hohe
Relevanz zeigen vor allem die deutschen Großstädte Berlin, Bremen,
Dresden, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig und München, die
osteuropäischen Städte Belgrad, Prag und Sofia, in etwas weiterer
Entfernung auch Kopenhagen und Lyon. Zu beachten in ihrer Entwicklung
und Relevanz für Wien sind generell die skandinavischen Städte.
Schicker: Go Central Europe
"In einer wissensbasierten Gesellschaft, in der Netzwerkökonomie,
ist es erforderlich, dass auch Städte netzwerken. Wien tut dies seit
den 90er Jahren im gesamten zentraleuropäischen Raum und besonders in
den letzten Jahren mit dem Projekt CENTROPE", so Stadtrat SCHICKER.
"Selbstverständlich wird es auch innerhalb einer solchen Region
innerhalb einer Städte-Agglomeration Konkurrenz geben, die durchaus
fruchtbringend sein kann. Wichtig ist es - und das zeigen wir
innerösterreichisch mit der VIENNA REGION seit Jahren - für die
Region europaweit, ja weltweit gemeinsam zu agieren und daraus Nutzen
zu ziehen. Wien agiert seit Jahren unter dem Motto 'Go Central
Europe’. Wir haben im Strategieplan unsere Ziele definiert, im
Stadtentwicklungsplan STEP05 die Stadtgrenzen 'überschritten’. Von
Wien ausgehend verbessern wir die Lebensqualität einer Region: Sowohl
ökologisch (Nationalpark, Biosphärenpark) als auch infrastrukturell
etwa durch den Bahnhof Wien-Europa Mitte, die Flughafenkooperation
und den Regionenring", so Schicker.
Die Studie der ÖGPP gibt es auf der Internet-Seite der
www.politikberatung.or.at kostenlos zum downloaden.
Die "Österreichische Gesellschaft für Politikberatung und
Politikentwicklung" (ÖGPP) ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in
Wien, der 2001 gegründet wurde zur Förderung der Allgemeinheit auf
geistigem und politischem Gebiet und sich mit grundsätzlichen Fragen
der gesellschaftlichen und politischen Entwicklung sowie der Trend-
und Zukunftsforschung befasst. Ein wesentliches Ziel der Gesellschaft
ist es, fundierte Beiträge für den öffentlichen politischen Dialog
liefern.
Rückfragehinweis:
ÖGPP
Dr. Andreas Höferl
Tel.: 0664/1427727
mailto:[email protected]
http://www.politikberatung.or.at
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