Kukacka: Neue S1 hat auch grenzüberschreitenden Charakter und bringt Fernverkehrumfahrung von Wien

Österreich und Slowakei errichten bis 2012 Verkehrs-Ringsysteme

Wien (OTS) - "Auch wenn die S1 nicht direkt eine grenzüberschreitende Verbindung ist, hat sie doch grenzüberschreitenden Charakter, da sie besonders für den Fernverkehr eine Umfahrung von Wien bringen wird und damit zu einer Entlastung für die Verkehrsteilnehmer führt. Diese neue Verbindung zwischen der A4 Ost Autobahn und der A2 Süd Autobahn ermöglicht es nun Ziele, die westlich oder südlich von Wien liegen, zu erreichen, ohne durch das Wiener Stadtgebiet fahren zu müssen", betont Verkehrsstaatssekretär, Mag. Helmut Kukacka, anlässlich der für morgen, Freitag, geplanten Verkehrsfreigabe der S1.

Darüber hinaus wird das westliche und südliche Niederösterreich, aber auch Teile der Steiermark besser an den Flughafen Schwechat angebunden. Reisende aus diesen Regionen sind nunmehr nicht mehr auf das Nadelöhr A23 (Südosttangente) angewiesen.

Für Kukacka ist die S1 auch ein wichtiger Bestandteil für den koordinierten Verkehrsinfrastrukturausbau zwischen Österreich und der Slowakei, den er erst kürzlich mit seinem slowakischen Amtskollegen Peter Jesenský in einem Arbeitsgespräch erörterte. "Bis spätestens 2012 werden wir mit der S1, der A6 (Nordostautobahn), sowie der geplanten S8 (Marchfeld-Schnellstraße) ein Ringsystem zwischen unseren Hauptstädten errichtet haben, das jeweils südlich und nördlich der Donau verläuft. Die Fahrtzeit zwischen den Zentren von Wien und Bratislava wird auf rund 35 Minuten sinken. Für den grenzüberschreitenden Verkehr wird es erheblich erleichtert, Ziele südlich und westlich (weiter über die A21) und nördlich von Wien zu erreichen", so der Staatssekretär.

Die A6 Nordostautobahn verläuft von Kittsee (Staatsgrenze) zur A4 Ostautobahn (Knoten Bruckneudorf/Parndorf), befindet sich bereits im Bau und wird Ende 2007 fertig gestellt. Damit wird die erste hochrangige und durchgehende leistungsfähige Autobahnverbindung Wien - Bratislava geschaffen.

Die S8 - Marchfeld-Schnellstraße, nördlich der Donau, wird im Standard einer Autobahn geplant (Entwurfsgeschwindigkeit 130 km/h, mit 2 Fahrstreifen je Fahrtrichtung, mit Mitteltrennung und kreuzungsfrei). Nach Fertigstellung der Detailplanungen durch die ASFINAG und Abwicklung der Behördenverfahren wird ab 2010 mit der Realisierung begonnen. Die Marchfeld-Schnellstraße soll bei Wien an die Außenring-Schnellstraße (S1) angebunden werden. Auf slowakischer Seite erfolgt eine Fortführung auf dem Bratislaver "0-Ring". "Damit schaffen wir sowohl südlich als auch nördlich der Donau hochrangige Straßenverbindungen zwischen unseren Städten und stellen durch die Außenring-Schnellstraße (S1) gleichzeitig sicher, dass Wien nicht zum Durchzugsgebiet wird", fasst Kukacka die Ausbaustrategie zusammen.

"Unsere Pläne werden entsprechend mit den slowakischen Plänen abgestimmt. So wird auf slowakischer Seite rund um Bratislava ebenfalls eine Außenring-Schnellstraße errichtet, der so genannte "0-Ring" der im Norden bei Marchegg mit unserer S8 verbunden wird, im Uhrzeigersinn um Bratislava verläuft und im Süden bis nach Kittsee führt, wo eine Anbindung an unsere A6 - Nordostautobahn erfolgt", schloss Kukacka.

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