- 27.04.2006, 13:27:43
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Kukacka: Neue S1 hat auch grenzüberschreitenden Charakter und bringt Fernverkehrumfahrung von Wien
Österreich und Slowakei errichten bis 2012 Verkehrs-Ringsysteme
Wien (OTS) - "Auch wenn die S1 nicht direkt eine
grenzüberschreitende Verbindung ist, hat sie doch
grenzüberschreitenden Charakter, da sie besonders für den Fernverkehr
eine Umfahrung von Wien bringen wird und damit zu einer Entlastung
für die Verkehrsteilnehmer führt. Diese neue Verbindung zwischen der
A4 Ost Autobahn und der A2 Süd Autobahn ermöglicht es nun Ziele, die
westlich oder südlich von Wien liegen, zu erreichen, ohne durch das
Wiener Stadtgebiet fahren zu müssen", betont Verkehrsstaatssekretär,
Mag. Helmut Kukacka, anlässlich der für morgen, Freitag, geplanten
Verkehrsfreigabe der S1.
Darüber hinaus wird das westliche und südliche Niederösterreich, aber
auch Teile der Steiermark besser an den Flughafen Schwechat
angebunden. Reisende aus diesen Regionen sind nunmehr nicht mehr auf
das Nadelöhr A23 (Südosttangente) angewiesen.
Für Kukacka ist die S1 auch ein wichtiger Bestandteil für den
koordinierten Verkehrsinfrastrukturausbau zwischen Österreich und der
Slowakei, den er erst kürzlich mit seinem slowakischen Amtskollegen
Peter Jesenský in einem Arbeitsgespräch erörterte. "Bis spätestens
2012 werden wir mit der S1, der A6 (Nordostautobahn), sowie der
geplanten S8 (Marchfeld-Schnellstraße) ein Ringsystem zwischen
unseren Hauptstädten errichtet haben, das jeweils südlich und
nördlich der Donau verläuft. Die Fahrtzeit zwischen den Zentren von
Wien und Bratislava wird auf rund 35 Minuten sinken. Für den
grenzüberschreitenden Verkehr wird es erheblich erleichtert, Ziele
südlich und westlich (weiter über die A21) und nördlich von Wien zu
erreichen", so der Staatssekretär.
Die A6 Nordostautobahn verläuft von Kittsee (Staatsgrenze) zur A4
Ostautobahn (Knoten Bruckneudorf/Parndorf), befindet sich bereits im
Bau und wird Ende 2007 fertig gestellt. Damit wird die erste
hochrangige und durchgehende leistungsfähige Autobahnverbindung Wien
- Bratislava geschaffen.
Die S8 - Marchfeld-Schnellstraße, nördlich der Donau, wird im
Standard einer Autobahn geplant (Entwurfsgeschwindigkeit 130 km/h,
mit 2 Fahrstreifen je Fahrtrichtung, mit Mitteltrennung und
kreuzungsfrei). Nach Fertigstellung der Detailplanungen durch die
ASFINAG und Abwicklung der Behördenverfahren wird ab 2010 mit der
Realisierung begonnen. Die Marchfeld-Schnellstraße soll bei Wien an
die Außenring-Schnellstraße (S1) angebunden werden. Auf slowakischer
Seite erfolgt eine Fortführung auf dem Bratislaver "0-Ring". "Damit
schaffen wir sowohl südlich als auch nördlich der Donau hochrangige
Straßenverbindungen zwischen unseren Städten und stellen durch die
Außenring-Schnellstraße (S1) gleichzeitig sicher, dass Wien nicht zum
Durchzugsgebiet wird", fasst Kukacka die Ausbaustrategie zusammen.
"Unsere Pläne werden entsprechend mit den slowakischen Plänen
abgestimmt. So wird auf slowakischer Seite rund um Bratislava
ebenfalls eine Außenring-Schnellstraße errichtet, der so genannte
"0-Ring" der im Norden bei Marchegg mit unserer S8 verbunden wird, im
Uhrzeigersinn um Bratislava verläuft und im Süden bis nach Kittsee
führt, wo eine Anbindung an unsere A6 - Nordostautobahn erfolgt",
schloss Kukacka.
Rückfragehinweis:
Staatssekretariat im BM für Verkehr, Innovation und Technologie
Walter Gröblinger
Pressesprecher
Tel.: +43 (01) 711 62/8803
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