- 25.04.2006, 14:01:12
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Hofer: FPÖ für ein energieautonomes Österreich
SPÖ und ÖVP haben Österreich in energiepolitische Abhängigkeit getrieben
Wien (OTS) - "Die FPÖ will Österreich energieautonom machen",
erklärte der stellvertretende FPÖ-Bundesparteiobmann Norbert Hofer in
der heutigen Pressekonferenz, die er gemeinsam mit HC Strache
abhielt.
"SPÖ und ÖVP haben Österreich in eine energiepolitische Abhängigkeit
getrieben", kritisierte Hofer. Österreich beziehe 60 Prozent seines
Erdgasbedarfes aus Rußland. Wenn Rußland aus irgendeinem Grund sein
Erdgas nicht liefern könne oder wolle, bleibe ein Viertel der
Haushalte in Österreich ohne Wärme und zigtausend Arbeitsplätze
würden verloren gehen, weil unser Gewerbe und unsere Industrie
ebenfalls überwiegend durch russisches Gas versorgt würden.
Aber auch die neue Nabucco-Pipeline, ein Liebkind von Minister
Bartenstein, verstärke die Abhängigkeit Österreichs von Drittstaaten,
erläuterte Hofer. Diese Pipeline sei letztendlich die Eintrittskarte
der Türkei in die Europäische Union und solle auf einer Strecke von
mehr als 3000 Kilometern von der kaspischen Region bis nach
Baumgarten in Niederösterreich führen. An diesem Projekt seien neben
Österreich und der Türkei Ungarn, Rumänien und Bulgarien beteiligt.
"Ziel der FPÖ ist der kontinuierliche Ausbau von Wind- und
Kleinwasserkraftwerken, die verstärkte Nutzung von Biomasse,
Photovoltaik und Geothermie", führte Hofer weiter aus. "Im Gegensatz
zu den Grünen sind wir aber auch für eine verstärkte Nutzung der
Wasserkraft in Österreich, damit diese wertvolle Ressource zur
Energiegewinnung effektiver genutzt wird. Unsere Energieressourcen
dürfen nicht ungenutzt den Bach hinunter schwimmen."
Ein energieautarkes Österreich stelle sicher, daß unsere
Privathaushalte und unsere Wirtschaft nicht vor den Launen Rußlands
oder der arabischen Welt zittern müßten. Denn der Konflikt mit dem
Iran werde den Ölpreis weiter erhöhen. Aber auch der verstärkte
Energiebedarf in Indien und China sowie in einigen osteuropäischen
Staaten werde die Kosten für fossile Energieträge weiter massiv
erhöhen.
Hofer fordert auch SPÖ und ÖVP auf, ihren Beschluß über ein
"Anti-Ökostromgesetz", der bereits im Wirtschaftsausschuß gefallen
sei, zurückzunehmen. Dieser Gesetzesentwurf werde unweigerlich eine
starke Zunahme von Atomstromimporten zur Folge haben. Es sei außerdem
geradezu dumm, neue Gaskraftwerke auf Kosten des Ökostroms finanziell
zu fördern. Gas mache uns immer mehr vom Ausland abhängig. "Wenn wir
die heimischen Ressourcen nützen, können wir Österreich innerhalb von
20 Jahren energieautonom machen. Doch wenn jetzt die falschen
Weichenstellungen vorgenommen werden, kann dieses Ziel nicht erreicht
werden."
Erneuerbare Energiesysteme würden hohe Energiepotentiale aufweisen,
erklärte Hofer. So könnte künftig der Weltenergiebedarf mit Biomasse
allein über zehnmal gedeckt werden. Das Potential der direkten
Sonneneinstrahlung entspreche ca. 7000-mal dem heutigen
Weltenergieumsatz. Diese Sonnenstrahlung könnte beispielsweise
einfach über Warmwasserkollektoren (thermische Nutzung, Solarthermie)
oder mittels Solarzellen zur direkten elektrischen Stromerzeugung
(Photovoltaik) genutzt werden. Auch die Windenergie habe große
Zukunftschancen.
Rückfragehinweis:
Büro HC Strache
Karl Heinz Grünsteidl
Bundespressereferent
+43-664-4401629
[email protected]
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