Hofer: FPÖ für ein energieautonomes Österreich

SPÖ und ÖVP haben Österreich in energiepolitische Abhängigkeit getrieben

Wien (OTS) - "Die FPÖ will Österreich energieautonom machen", erklärte der stellvertretende FPÖ-Bundesparteiobmann Norbert Hofer in der heutigen Pressekonferenz, die er gemeinsam mit HC Strache abhielt.

"SPÖ und ÖVP haben Österreich in eine energiepolitische Abhängigkeit getrieben", kritisierte Hofer. Österreich beziehe 60 Prozent seines Erdgasbedarfes aus Rußland. Wenn Rußland aus irgendeinem Grund sein Erdgas nicht liefern könne oder wolle, bleibe ein Viertel der Haushalte in Österreich ohne Wärme und zigtausend Arbeitsplätze würden verloren gehen, weil unser Gewerbe und unsere Industrie ebenfalls überwiegend durch russisches Gas versorgt würden.

Aber auch die neue Nabucco-Pipeline, ein Liebkind von Minister Bartenstein, verstärke die Abhängigkeit Österreichs von Drittstaaten, erläuterte Hofer. Diese Pipeline sei letztendlich die Eintrittskarte der Türkei in die Europäische Union und solle auf einer Strecke von mehr als 3000 Kilometern von der kaspischen Region bis nach Baumgarten in Niederösterreich führen. An diesem Projekt seien neben Österreich und der Türkei Ungarn, Rumänien und Bulgarien beteiligt.

"Ziel der FPÖ ist der kontinuierliche Ausbau von Wind- und Kleinwasserkraftwerken, die verstärkte Nutzung von Biomasse, Photovoltaik und Geothermie", führte Hofer weiter aus. "Im Gegensatz zu den Grünen sind wir aber auch für eine verstärkte Nutzung der Wasserkraft in Österreich, damit diese wertvolle Ressource zur Energiegewinnung effektiver genutzt wird. Unsere Energieressourcen dürfen nicht ungenutzt den Bach hinunter schwimmen."

Ein energieautarkes Österreich stelle sicher, daß unsere Privathaushalte und unsere Wirtschaft nicht vor den Launen Rußlands oder der arabischen Welt zittern müßten. Denn der Konflikt mit dem Iran werde den Ölpreis weiter erhöhen. Aber auch der verstärkte Energiebedarf in Indien und China sowie in einigen osteuropäischen Staaten werde die Kosten für fossile Energieträge weiter massiv erhöhen.

Hofer fordert auch SPÖ und ÖVP auf, ihren Beschluß über ein "Anti-Ökostromgesetz", der bereits im Wirtschaftsausschuß gefallen sei, zurückzunehmen. Dieser Gesetzesentwurf werde unweigerlich eine starke Zunahme von Atomstromimporten zur Folge haben. Es sei außerdem geradezu dumm, neue Gaskraftwerke auf Kosten des Ökostroms finanziell zu fördern. Gas mache uns immer mehr vom Ausland abhängig. "Wenn wir die heimischen Ressourcen nützen, können wir Österreich innerhalb von 20 Jahren energieautonom machen. Doch wenn jetzt die falschen Weichenstellungen vorgenommen werden, kann dieses Ziel nicht erreicht werden."

Erneuerbare Energiesysteme würden hohe Energiepotentiale aufweisen, erklärte Hofer. So könnte künftig der Weltenergiebedarf mit Biomasse allein über zehnmal gedeckt werden. Das Potential der direkten Sonneneinstrahlung entspreche ca. 7000-mal dem heutigen Weltenergieumsatz. Diese Sonnenstrahlung könnte beispielsweise einfach über Warmwasserkollektoren (thermische Nutzung, Solarthermie) oder mittels Solarzellen zur direkten elektrischen Stromerzeugung (Photovoltaik) genutzt werden. Auch die Windenergie habe große Zukunftschancen.

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