• 25.04.2006, 13:41:24
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Kukacka: Personenschifffahrt verzeichnet ständige Wachstumsraten

Über 500 Schiffe bieten rund 3,3 Millionen Passagieren Entspannung und Vergnügen auf Österreichs Gewässern - am 30. April ist "Tag der Schifffahrt"

Wien (OTS) - "Die Schifffahrt ist das ressourcenschonendste und
sicherste Verkehrs- und Transportmittel, dass seine Positionierung
daher auch in der besonderen Umweltverträglichkeit hat", betonte
Verkehrsstaatssekretär, Mag. Helmut Kukacka, heute Dienstag, im
Rahmen der Pressekonferenz zum Tag der Schifffahrt, bei dem am
Sonntag dem 30. April 400 Personenschiffe in Österreich, Bayern und
der Schweiz unter dem Motto: "Von Ufer zu Ufer" in die neue Saison
starten werden.

Über 500 weiße Schiffe - vom hochmodernen Salonschiff bis zum
nostalgischen Raddampfer - sind auf Österreichs Gewässern unterwegs
und bieten rund 3,3 Millionen Passagieren Entspannung und Vergnügen.
"Seit der Liquidation der staatlichen Personenschifffahrt im Jahre
1995 ist der monopolistischer Markt auf der Donau einer Vielfalt an
privaten Betreibern mit verschiedenen Produkten gewichen. Hier sind
in den vergangenen 10 Jahren Pionierleistungen im Hinblick auf eine
qualitativ hochwertige Schifffahrt durch private Unternehmen erbracht
worden", betont Kukacka.

Besonders erfreulich sind laut Kukacka die ständigen Wachstumsraten
im Bereich der Personenschifffahrt. Demnach verzeichnete diese
zwischen 2001-2004 ein Plus von ca. 6,5 % pro Jahr. "Der Anteil der
Personenschifffahrt am Gesamtaufkommen der Schiffe auf der Donau
betrug je nach österreichischem Donauabschnitt zwischen 20-30% im
Vergleich zur Güterschifffahrt. Bis zum Jahr 2015 rechnen wir mit
einem Wachstum von rund 30% bei der Personenschifffahrt, vor allem
durch die Steigerungen bei der Kabinenschifffahrt, auf der
österreichischen Donau", so Kukacka.

Die Hauptstrecken für den Linienverkehr auf der Donau sind Passau -
Linz; Passau - Linz - Wien, Wachau; Wien; Wien - Bratislava bzw.
Budapest. Ein neuer Linienverkehr mittels Schnellkatamaran wird ab
Juni 2006 zwischen Wien und Bratislava eingerichtet. Neben den
Linienschiffen gibt es zahlreiche Schiffe die im Gelegenheitsverkehr
eingesetzt sind (Charterschifffahrt, Themenschifffahrt). Nicht zu
vergessen ist der ebenso wertschöpfungsrelevante Bereich der
Kreuzfahrtschifffahrt auf der Donau. Im Jahre 2006 sind an die 100
Kabinenschiffe auf der Donau unterwegs. "Diese leisten einen
bedeutenden Beitrag zum Tourismus-Incoming und zur Imageförderung
unseres Landes. Alleine in Wien gab es im vergangenen Jahr 151.000
Kreuzfahrt-Passagiere auf 98 Schiffen. Für heuer sind bereits 109
Kabinenschiffe angemeldet", so der Staatssekretär.

Um in Zukunft eine umwelt- und sozial verträgliche Bewältigung des
Verkehrsaufkommens gewährleisten zu können, ist eine stärkere Nutzung
der freien Kapazitäten der Wasserstraße Donau gefordert. Österreich
als Transitland unterstützt diese Politik und hat die
Binnenschifffahrt zu einem Hauptthema ihrer EU-Ratspräsidentschaft
gemacht. Schließlich sind die externen Kosten (Unfall-, Lärm-,
Schadstoff- und Klimakosten) des Straßengüterverkehrs 3,5-mal so hoch
wie die der Binnenschifffahrt. Einfacher gesagt: "Mehr
Gütertransporte auf dem Wasser bedeuten weniger Unfälle, Lärm,
Schmutz und Staus und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur
Reduktion von CO2. Ein Schubverband, der aus einem Motorschiff und
einem unmotorisierten Güterschiff besteht entspricht einem LKW-Stau
von 10km Länge. Ein Schiff auf der österreichischen Donau kann
hingegen bis zu vier Güterzüge gleichzeitig schieben und somit knapp
7000 Tonnen Güter transportieren", so der Staatssekretär.

Konkrete Maßnahmen zur Förderung der Binnenschifffahrt hat Österreich
bereits frühzeitig im Nationalen Aktionsplan Donausschifffahrt (NAP)
gesetzt. "Mit dem NAP wollen wir vor allem die Verbesserung der
Wasserstrasseninfrastruktur (Beseitigung von Engpässen und besseres
Schleusenmanagement), den Ausbau der österreichischen Donauhäfen zu
multifunktionalen Logistikknoten mit Drehscheibenfunktion zwischen
den Verkehrsträgern, Wasser, Schiene und Strasse, sowie die
Modernisierung und Umrüstung der Flotte. Dadurch erwarten wir uns
eine Steigerung des Güterverkehrsaufkommen von aktuell 12 Millionen
Tonnen auf 30 Millionen Tonnen pro Jahr auf der Donau", schloss
Kukacka.

Rückfragehinweis:
Staatssekretariat im BM für Verkehr, Innovation und Technologie
Walter Gröblinger
Pressesprecher
Tel.: +43 (01) 711 62/8803

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