Kukacka: Personenschifffahrt verzeichnet ständige Wachstumsraten

Über 500 Schiffe bieten rund 3,3 Millionen Passagieren Entspannung und Vergnügen auf Österreichs Gewässern - am 30. April ist "Tag der Schifffahrt"

Wien (OTS) - "Die Schifffahrt ist das ressourcenschonendste und sicherste Verkehrs- und Transportmittel, dass seine Positionierung daher auch in der besonderen Umweltverträglichkeit hat", betonte Verkehrsstaatssekretär, Mag. Helmut Kukacka, heute Dienstag, im Rahmen der Pressekonferenz zum Tag der Schifffahrt, bei dem am Sonntag dem 30. April 400 Personenschiffe in Österreich, Bayern und der Schweiz unter dem Motto: "Von Ufer zu Ufer" in die neue Saison starten werden.

Über 500 weiße Schiffe - vom hochmodernen Salonschiff bis zum nostalgischen Raddampfer - sind auf Österreichs Gewässern unterwegs und bieten rund 3,3 Millionen Passagieren Entspannung und Vergnügen. "Seit der Liquidation der staatlichen Personenschifffahrt im Jahre 1995 ist der monopolistischer Markt auf der Donau einer Vielfalt an privaten Betreibern mit verschiedenen Produkten gewichen. Hier sind in den vergangenen 10 Jahren Pionierleistungen im Hinblick auf eine qualitativ hochwertige Schifffahrt durch private Unternehmen erbracht worden", betont Kukacka.

Besonders erfreulich sind laut Kukacka die ständigen Wachstumsraten im Bereich der Personenschifffahrt. Demnach verzeichnete diese zwischen 2001-2004 ein Plus von ca. 6,5 % pro Jahr. "Der Anteil der Personenschifffahrt am Gesamtaufkommen der Schiffe auf der Donau betrug je nach österreichischem Donauabschnitt zwischen 20-30% im Vergleich zur Güterschifffahrt. Bis zum Jahr 2015 rechnen wir mit einem Wachstum von rund 30% bei der Personenschifffahrt, vor allem durch die Steigerungen bei der Kabinenschifffahrt, auf der österreichischen Donau", so Kukacka.

Die Hauptstrecken für den Linienverkehr auf der Donau sind Passau -Linz; Passau - Linz - Wien, Wachau; Wien; Wien - Bratislava bzw. Budapest. Ein neuer Linienverkehr mittels Schnellkatamaran wird ab Juni 2006 zwischen Wien und Bratislava eingerichtet. Neben den Linienschiffen gibt es zahlreiche Schiffe die im Gelegenheitsverkehr eingesetzt sind (Charterschifffahrt, Themenschifffahrt). Nicht zu vergessen ist der ebenso wertschöpfungsrelevante Bereich der Kreuzfahrtschifffahrt auf der Donau. Im Jahre 2006 sind an die 100 Kabinenschiffe auf der Donau unterwegs. "Diese leisten einen bedeutenden Beitrag zum Tourismus-Incoming und zur Imageförderung unseres Landes. Alleine in Wien gab es im vergangenen Jahr 151.000 Kreuzfahrt-Passagiere auf 98 Schiffen. Für heuer sind bereits 109 Kabinenschiffe angemeldet", so der Staatssekretär.

Um in Zukunft eine umwelt- und sozial verträgliche Bewältigung des Verkehrsaufkommens gewährleisten zu können, ist eine stärkere Nutzung der freien Kapazitäten der Wasserstraße Donau gefordert. Österreich als Transitland unterstützt diese Politik und hat die Binnenschifffahrt zu einem Hauptthema ihrer EU-Ratspräsidentschaft gemacht. Schließlich sind die externen Kosten (Unfall-, Lärm-, Schadstoff- und Klimakosten) des Straßengüterverkehrs 3,5-mal so hoch wie die der Binnenschifffahrt. Einfacher gesagt: "Mehr Gütertransporte auf dem Wasser bedeuten weniger Unfälle, Lärm, Schmutz und Staus und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion von CO2. Ein Schubverband, der aus einem Motorschiff und einem unmotorisierten Güterschiff besteht entspricht einem LKW-Stau von 10km Länge. Ein Schiff auf der österreichischen Donau kann hingegen bis zu vier Güterzüge gleichzeitig schieben und somit knapp 7000 Tonnen Güter transportieren", so der Staatssekretär.

Konkrete Maßnahmen zur Förderung der Binnenschifffahrt hat Österreich bereits frühzeitig im Nationalen Aktionsplan Donausschifffahrt (NAP) gesetzt. "Mit dem NAP wollen wir vor allem die Verbesserung der Wasserstrasseninfrastruktur (Beseitigung von Engpässen und besseres Schleusenmanagement), den Ausbau der österreichischen Donauhäfen zu multifunktionalen Logistikknoten mit Drehscheibenfunktion zwischen den Verkehrsträgern, Wasser, Schiene und Strasse, sowie die Modernisierung und Umrüstung der Flotte. Dadurch erwarten wir uns eine Steigerung des Güterverkehrsaufkommen von aktuell 12 Millionen Tonnen auf 30 Millionen Tonnen pro Jahr auf der Donau", schloss Kukacka.

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