Einladung zur Pressekonferenz von R.U.S.Z und D.R.Z

Neue Finanzierungsmodelle für Beschäftigungsinitiativen in Wien

Wien (OTS) - am 27.4.2006Anlässlich des "Tages der Langzeitarbeitslosen"

am 27.4.2006
um 10:00 Uhr
im Demontage- und Recycling-Zentrum D.R.Z
Vogtgasse 29, 1140 Wien

Thema: Neue Finanzierungsmodelle für Beschäftigungsinitiativen in Wien

Der österreichische Arbeitsmarkt wird auf Sicht von einem Überangebot an Arbeitskräften gekennzeichnet sein: Zu viele Erwerbswillige stehen in Konkurrenz um zu wenige Arbeitsplätze in österreichischen Unternehmen. Das mittelfristig prognostizierte Wirtschaftswachstum reicht nicht aus, um allen Arbeit Suchenden auch Beschäftigungsmöglichkeiten zu geben. So dürfte erst 2008 die Arbeitslosigkeit auf das - sehr hohe - Niveau des Jahres 2003 sinken. Mit anderen Worten: Hohe Arbeitslosigkeit in Österreich wird andauern.

Langzeitarbeitslosigkeit durch den Einsatz besonderer arbeitsmarktpolitischer Instrumente zurückzudrängen, ist eines der Kernziele des AMS seit seiner Aus-gliederung. Zur Verfolgung dieses Zieles setzt das AMS insbesondere auf Lohnsubventionen an die Betriebe, die langzeitarbeitslose ArbeitnehmerInnen beschäftigen, auf extra für diese Zielgruppe konzipierte Bildungsmaßnahmen und auf geförderte Beschäftigung in Beschäftigungsinitiativen -sozialökonomische Betriebe (SÖB) und gemeinnützige Beschäftigungsprojekte (GBP) sind die Fachausdrücke dafür.

Insbesondere SÖB wie das Reparatur- und Service-Zentrum R.U.S.Z und das Demontage- und Recycling-Zentrum D.R.Z haben ihr hohes Potential bei der Bewältigung der Arbeitsmarktprobleme von Langzeitarbeitslosen unter Beweis gestellt: Zum einen erhalten die Betroffenen von Anfang das, was sie wohl am dringendsten brauchen:
Einen Arbeitsplatz! Sie erfahren nicht nur Forderung am Arbeitsplatz, sondern auch Förderung bei der Bewältigung ihrer sozialen, materiellen oder gesundheitlichen Probleme. Sie erhalten einen Arbeitsplatz, mit und an dem sie sich persönlich und sozial stabilisieren aber auch entwickeln können und nicht von der ersten Minute mit den hohen und höchsten Anforderungen an Motivation, Einsatzbereitschaft, Können und Wissen konfrontiert werden, die die Beschäftigung in profitorientierten Unternehmen einfach prägen.

Der Wunsch des AMS Wien nach mehr so genannten Transitarbeitsplätzen in SÖB und GBP wird konterkariert durch ein auf die Kosten von 2005 gedeckeltes Budget im Jahr 2006: Nicht einmal die "natürlichen" Kostensteigerungen durch Indexanpassungen können finanziert werden. - Jetzt ist Fantasie bei den AkteurInnen in den Beschäftigungsinitiativen gefragt!

Programm:

10:00-10:45

VertreterInnen des BMWA, der WKÖ, der AK, der Sozialökonomischen Forschungsstelle, des AMS Steiermark und des Trägers mehrerer Beschäftigungsinitiativen Verband Wiener Volksbildung diskutieren Finanzierungsmodelle der Zukunft von SÖB und GBP an Hand folgender

Thesen:

These 1: Kooperationen mit PartnerInnen aus den Sektoren Markt und Staat sind nötig: Public Social Private Partnerships (PSPP)

These 2: Das steirische Modell "Beschäftigungsgesellschaft" könnte als marktnahes Finanzierungsmodell Kosteneinsparungen für den Auftraggeber AMS bei gleich bleibender Qualität für die Zielgruppenpersonen bringen.

These 3: Die Entwicklung eines eigenen (intermediären) Sektors Sozialwirtschaft stellt den kostenneutralen großen Wurf zur Reduktion von Armut und sozialer Ausgrenzung durch Armut dar.

11:00-11:30

Kooperationspartner von R.U.S.Z und D.R.Z vor den Vorhang:
Unter anderen präsentieren Vertreter der Österreichischen Kontrollbank, von Böhringer-Ingelheim, des Bundesrechenzentrums, der MA 48, der VAMED KMB ihre Erfahrungen bei der Zusammenarbeit mit Beschäftigungsinitiativen

ab 11:30

Multikultureller Imbiß

ab 14:00

MitarbeiterInnen-Fest anlässlich des Tages der Langzeitarbeitslosen für alle 135 MitarbeiterInnen von R.U.S.Z und D.R.Z unter Beteiligung von VertreterInnen aus Politik und Verwaltung.

Auch dazu sind MedienvertreterInnen und KooperationspartnerInnen herzlich eingeladen!

Rückfragen & Kontakt:

Sepp Eisenriegler
Geschäftsführer von R.U.S.Z und D.R.Z
sepp.eisenriegler@rusz.at
Tel.: 0664 263 0991

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