• 22.04.2006, 20:15:16
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"Neue Kärntner Tageszeitung" - KOMMENTAR von M. Geistler-Quendler: Eskalation als Polit-Strategie

Klagenfurt (OTS) - Um kurzfristig politisches Kleingeld zu
wechseln, mag es ausreichen, den Weg der Eskalation einzuschlagen.
Als gefährlich kristallisiert sich diese Strategie dann heraus, wenn
sie zur Richtschnur politischen Handelns wird - ungeachtet desssen,
wie weitreichend die Folgen sein könnten.

Ein bedenklicher Grad an Eskalation ist erreicht, wenn sich die
Kommunikation Kärntens und Sloweniens zwischen Beschimpfungen und
Drohungen bewegt. Ein Landeshauptmann bezeichnet Österreichs
Nachbarstaat - motiviert durch den Kampf um ein Grundmandat - als
"Bananenrepublik". Auf die Provokation folgt - wie sollte es anders
sein - eine Provokation: Ein slowenischer Oppositionspolitiker ruft
in Sachen Volksgruppenpolitik nach Sanktionen gegen Österreich. Nur
zwei Stimmen haben sich da zu Wort gemeldet, Stimmung entstand
dennoch.

Nichts kann Kärnten so wenig brauchen wie solcherart geschürte
Konflikte mit einem Nachbarstaat, der enorme Zukunftsperspektiven in
die Europäische Union einbringt. Das ökonomische Schicksal des
südlichsten Bundeslands hängt an der Fähigkeit seiner offiziellen
Vertreter, Nutzen aus der EU-Erweiterung zu ziehen. Das Gegenteil
passiert: Kärnten setzt offenbar seinen Weg der Blockade geradewegs
in die Isolation fort.

Rückfragehinweis:

Neue Kärntner Tageszeitung
   Viktringer Ring 28
   9020 Klagenfurt
   
   Mag. Michaela Geistler-Quendler
   Tel.: 0463/5866-514
   E-Mail: [email protected]

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KTI

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