• 18.04.2006, 13:49:17
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Kukacka und Plank: 3 Stufen-Plan zur Verbesserung des Hochwasserschutzes zwischen Bund und Land Niederösterreich vereinbart

Wien (OTS) - In einem Gespräch heute Vormittag legten
Staatssekretär Mag. Helmut Kukacka und der NÖ Landesrat DI Josef
Plank die weitere koordinierte Vorgangsweise zur Beseitigung und
Sanierung der Hochwasserschäden und der Neuerrichtung des geplanten
Dammprojekts an der March fest. Es wurde dabei grundsätzlich ein 3 -
Stufenplan vereinbart:

1. Sanierung und Instandsetzung der beschädigten Dämme

Zur Sanierung und Instandhaltung der beschädigten Dämme wurde eine
Expertenkommission unter der Leitung von Univ. Prof. Heinz Brandl (TU
Wien) eingesetzt. Diese werden zu 100 % von der via donau und dem
BMVIT finanziert und sollen in 2 Monaten abgeschlossen sein. Die
erforderlichen Baumaßnahmen werden zur schnelleren Abwicklung ohne
Ausschreibung durchgeführt.

2. Rasche UVP-Verhandlung und Umsetzung der Vorliegenden HWS-Projekte

Die bereits zur UVP-Verhandlung eingereichten Projekte zum Neubau der
beiden Dämme in Dürnkrut - Jedenspeigen und in Angern - Stillfried -
Krupp werden so rasch wie möglich umgesetzt. Die für den 26. Juni
festgelegte UVP-Verhandlung soll laut Kukacka und Plank vorverlegt
werden. Derzeit bestehen gegen dieses Projekt zwei Einwände
genereller Natur, die vom WWF und vom Naturschutzbund eingebracht
wurden. Diese Einwände sollen, wie das gesamte Projekt, bei der
kommenden UVP-Verhandlung verhandelt und das Gesamtprojekt
bescheidmäßig genehmigt werden. Nach Vorliegen der Bewilligung wird
von der via donau sofort mit der Ausschreibung begonnen, damit noch
diesen Herbst die Bauarbeiten beginnen können. Diese sollen innerhalb
von 2 Jahren abgeschlossen sein.
Die Gesamtkosten für den Neubau betragen rund 15 Mio. Euro und werden
vom Bund finanziert.

3. Analyse der Dammdichtung und Standsicherung entlang der March

Gleichzeitig wird über die gesamte Länge der
Hochwasserschutzeinrichtungen, entlang der March von Berhardsthal bis
Marchegg, ein geotechnisches Gutachten erstellt, das über die
Dammdichtung und Standsicherung des Ist-Bestandes Aufschluss gibt.
Darüber hinaus sollen auch allfällige Fehlhöhen gegenüber dem
slowakischen Hochwasserschutzeinrichtungen festgestellt werden, um
einen Gleichstand beim Hochwasserschutz auf beiden Seiten der March
sicher zustellen. Damit soll eine durchgängige Dammhöhe für ein
100-jährliches Hochwasser plus 70 cm Sicherheitszuschlag entlang der
gesamten March gewährleistet werden.

Aufgrund dieser Bestandsanalyse und des geotechnischen Gutachtens
sollen weitere Damm- und Hochwasserschutzprojekte entlang der March
zwischen dem Land NÖ und dem BMVIT koordiniert und zur
Detailausarbeitung und Umsetzung festgelegt werden, gaben
Staatssekretär Mag. Helmut Kukacka und Landesrat Plank die weitere
Vorgangsweise bekannt.

Rückfragehinweis:
Staatssekretariat im BM für Verkehr, Innovation und Technologie
Walter Gröblinger
Pressesprecher
Tel.: +43 (01) 711 62/8803

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SVT

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