Kukacka und Plank: 3 Stufen-Plan zur Verbesserung des Hochwasserschutzes zwischen Bund und Land Niederösterreich vereinbart

Wien (OTS) - In einem Gespräch heute Vormittag legten Staatssekretär Mag. Helmut Kukacka und der NÖ Landesrat DI Josef Plank die weitere koordinierte Vorgangsweise zur Beseitigung und Sanierung der Hochwasserschäden und der Neuerrichtung des geplanten Dammprojekts an der March fest. Es wurde dabei grundsätzlich ein 3 -Stufenplan vereinbart:

1. Sanierung und Instandsetzung der beschädigten Dämme

Zur Sanierung und Instandhaltung der beschädigten Dämme wurde eine Expertenkommission unter der Leitung von Univ. Prof. Heinz Brandl (TU Wien) eingesetzt. Diese werden zu 100 % von der via donau und dem BMVIT finanziert und sollen in 2 Monaten abgeschlossen sein. Die erforderlichen Baumaßnahmen werden zur schnelleren Abwicklung ohne Ausschreibung durchgeführt.

2. Rasche UVP-Verhandlung und Umsetzung der Vorliegenden HWS-Projekte

Die bereits zur UVP-Verhandlung eingereichten Projekte zum Neubau der beiden Dämme in Dürnkrut - Jedenspeigen und in Angern - Stillfried -Krupp werden so rasch wie möglich umgesetzt. Die für den 26. Juni festgelegte UVP-Verhandlung soll laut Kukacka und Plank vorverlegt werden. Derzeit bestehen gegen dieses Projekt zwei Einwände genereller Natur, die vom WWF und vom Naturschutzbund eingebracht wurden. Diese Einwände sollen, wie das gesamte Projekt, bei der kommenden UVP-Verhandlung verhandelt und das Gesamtprojekt bescheidmäßig genehmigt werden. Nach Vorliegen der Bewilligung wird von der via donau sofort mit der Ausschreibung begonnen, damit noch diesen Herbst die Bauarbeiten beginnen können. Diese sollen innerhalb von 2 Jahren abgeschlossen sein.
Die Gesamtkosten für den Neubau betragen rund 15 Mio. Euro und werden vom Bund finanziert.

3. Analyse der Dammdichtung und Standsicherung entlang der March

Gleichzeitig wird über die gesamte Länge der Hochwasserschutzeinrichtungen, entlang der March von Berhardsthal bis Marchegg, ein geotechnisches Gutachten erstellt, das über die Dammdichtung und Standsicherung des Ist-Bestandes Aufschluss gibt. Darüber hinaus sollen auch allfällige Fehlhöhen gegenüber dem slowakischen Hochwasserschutzeinrichtungen festgestellt werden, um einen Gleichstand beim Hochwasserschutz auf beiden Seiten der March sicher zustellen. Damit soll eine durchgängige Dammhöhe für ein 100-jährliches Hochwasser plus 70 cm Sicherheitszuschlag entlang der gesamten March gewährleistet werden.

Aufgrund dieser Bestandsanalyse und des geotechnischen Gutachtens sollen weitere Damm- und Hochwasserschutzprojekte entlang der March zwischen dem Land NÖ und dem BMVIT koordiniert und zur Detailausarbeitung und Umsetzung festgelegt werden, gaben Staatssekretär Mag. Helmut Kukacka und Landesrat Plank die weitere Vorgangsweise bekannt.

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