Kukacka zu Fahren mit Licht am Tag: Akzeptanz überwiegend vorhanden!

Übergangsfrist brachte richtigen pädagogischen Effekt - Auch Nebellicht kann bald als "Licht am Tag" verwendet werden - Ziel ist EU - weite Regelung

Wien (OTS) - (OTS) Die überwiegende Akzeptanz in der Öffentlichkeit im Bezug auf Fahren mit Licht am Tag, zeige die Richtigkeit der Entscheidung, eine entsprechende straffreie Übergangsfrist für Fahren mit Licht am Tag bis 15. April 2006 gesetzt zu haben, erklärte heute, Verkehrsstaatssekretär Mag. Helmut Kukacka zur Übergangsfrist der Regelung. Kukacka: "Schon jetzt zeigen uns Umfragen, dass sich seit der Einführung von Licht am Tag Mitte November die Moral bei der Verwendung in den meisten Bundesländern deutlich verbessert hat." Der Staatssekretär verweist dabei auf Umfragen des Kuratioriums für Verkehrssicherheit und des ÖAMTC, wonach gerade in Niederösterreich und Salzburg die Akzeptanz seitdem 15.Novemeber um rund 30 Prozent gesteigert hat. Kukacka: "Wir sehen daher den richtigen pädagogischen Effekt unserer Übergangsfrist." Darüber hinaus werde eine zweijährige Evaluierungsstudie über die tatsächlichen Auswirkungen von Licht am Tag die Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit zeigen. "Nach zwei Jahren sollten wir negative Auswirkungen insbesondere auf Fußgänger und einspurige Fahrzeuge untersuchen und allfällige Nachjustierungen diskutieren", erklärte Kukacka.

Mit der vor Kurzem im Nationalrat von allen Parteien beschlossene 27. Novelle des Kraftfahrgesetzes (KFG) werde unter anderem die Frage der Verwendung von Nebellicht am Tag erneut geregelt.
Das für die nächste Woche im Bundesrat zum Beschluss anstehende Gesetz sehe nämlich vor, dass die Bestimmungen des KFG betreffend die Verwendung von Licht am Tag geändert werden und auch Nebellicht, das mit in die Fahrzeugfront integrierten Nebelscheinwerfern ausgestrahlt wird, als zulässige Lichtquelle für Licht am Tag erlaubt werde, so Kukacka.
Es werde damit die Möglichkeit geschaffen, dass auch Nebellicht als Alternative zum Abblendlicht oder Tagfahrlicht als zulässige Lichtquelle verwendet werden kann. "Das hat Vorteile, weil dadurch die Glühlampen des Abblendlichtes geschont werden. Allerdings sollen nur Nebelscheinwerfer verwendet werden dürfen, die in die Fahrzeugfront eingebaut sind, da bei diesen eine Blendung weitgehend ausgeschlossen werden kann", betonte Kukacka.

Licht am Tag sei jedenfalls nur als "Zwischenlösung" zu sehen. Ziel sollte eine EU-weite Ausrüstungsvorschrift für Fahrzeughersteller für das Tagfahrlicht sein. Das Tagfahrtlicht bringe gegenüber dem Abblendlicht eine Reihe von Vorteilen: Tagfahrleuchten seien viermal heller als Begrenzungsleuchten ohne zu blenden, verbrauchen jedoch wesentlich weniger Energie und damit Kraftstoff als das Abblendlicht, womit sie auch umweltfreundlicher sind. "Österreich werde sich im Rahmen seiner Präsidentschaft jedenfalls weiterhin für eine entsprechend EU-weite Regelung einsetzen, auch wenn die Beschlussfassung nicht mehr unter österreichischem Vorsitz realistisch sei", schloss Kukacka. (Schluss)

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