- 11.04.2006, 14:12:06
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BZÖ Achleitner: Ich fordere die SPÖ auf, gemeinsam zu arbeiten anstatt reflexartig zu kritisieren
Wien (OTS) - "Außer reflexartiger Kritik am Männerbericht von
Sozialministerin Ursula Haubner enthalten die Aussagen der
SPÖ-Abgeordneten keinerlei inhaltliche Lösungsansätze", kritisierte
die BZÖ-Frauensprecherin Abg.z.NR DI Elke Achleitner.
"Es ist schon richtig, dass Teilzeitarbeit für Männer
gesellschaftspolitisch anerkannt werden soll. Aber Frau
Heinisch-Hosek sollte mittlerweile klar sein, dass
Bewusstseinsbildung in der Gesellschaft nicht von oben verordnet
werden kann. Die von BZÖ-Sozialministerin Ursula Haubner gestalteten
Rahmenbedingungen haben aber dazu beigetragen, dass zum Beispiel der
Anteil der Männer an den Kinderbetreuungsgeldbeziehern bei 3,3%
liegt. Da hat bereits das Umdenken bei vielen begonnen. Die ehemalige
Frauenministerin Prammer hat dagegen mit 0,89 Prozent Männeranteil an
den Karenzgeldbeziehern ein mehr als bescheidene Bilanz aufzuweisen.
Es ist zugegebenermaßen schwer, nach jahrzehntelangem Stillstand
unter sozialdemokratischen Frauen- und Sozialministern alle
Versäumnisse in kurzer Zeit aufzuarbeiten. Aber die Erfolge stellen
sich ein. Wir wollen kein Feindbild Männer gegen Frauen aufbauen,
unser Ansatz ist das Miteinander, um dadurch die Chancengleichheit
von Frauen zu unterstützen und zu stärken" erklärte Achleitner.
Für die BZÖ-Frauensprecherin ist nach den zahlreichen Maßnahmen für
eine verbesserte Vereinbarkeit von Familie und Beruf -
Kinderbetreuungsgeld, Elternteilzeit, Familienallianz und vieles mehr
- der nächste Schritt, die Rahmenbedingungen für Mütter und Väter
weiter zu verbessern. Daher fordert das BZÖ einen wahlfreien
Vätermonat, die Aufhebung der Zuverdienstgrenze beim
Kinderbetreuungsgeld, die steuerliche Absetzbarkeit der
Kinderbetreuungskosten sowie die Förderung von Betrieben, die
familienfreundliche Maßnahmen setzen.
"Anstatt beim Männerbericht zu kritisieren, dass er da ist, beim
Frauenbericht zu kritisieren, dass er nicht da ist, sollten sich die
SPÖ-Frauenpolitikerinnen auf ihre ursprüngliche Aufgabe besinnen und
mit uns gemeinsam konstruktive, lösungsorientierte Politik machen, um
die Situation der Frauen in Österreich nachhaltig zu verbessern", so
Achleitner abschließend.
Rückfragehinweis:
Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ)
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