- 11.04.2006, 09:23:08
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Utl.: Klement sieht Handlungsbedarf Sloweniens und Tschechiens
Klagenfurt (OTS) - "Wenn Slowenien ein wirkliches Interesse an
einem friedlichen Miteinander der Völker und an guter Nachbarschaft
habe, so sei es dringend an der Zeit, der deutschen Minderheit in den
ehemalig österreichischen Gebietsteilen die gleichen Rechte zukommen
zu lassen wie dies in Österreich schon längst der Fall sei", sagte
heute Generalsekretär Karlheinz Klement im Zusammenhang mit den
Forderungen der Kärntner FPÖ, keine weiteren zweisprachigen
Ortstafeln für Kärnten zuzulassen, solange nicht Slowenien
seinerseits deutliche Zeichen im Geiste einer gesamteuropäischen
Lösung setze.
"Das gleiche gelte natürlich sinngemäß für Tschechien. Forderungen
nach gutnachbarschaftlichen Beziehungen können nie eine Einbahn sein,
sodaß selbstverständlich auch Tschechien aufgefordert ist, im
Sudetenland europäische Mindeststandards für Volksgruppen umzusetzen.
Wenn man bedenke, was Österreich in Summe bereits für die ca. 5.000
Kärntner Slowenen getan habe - neben Ortstafeln auch Kindergärten,
Schulen, Kultureinrichtungen usw., ähnliches für die burgenländischen
Kroaten und andere Volksgruppen, stehe umgekehrt die
Minderheiten-Förderung der Nachbarländer in einem sehr bescheidenem
Lichte.", so Klement weiter.
"Nach dem ersten Weltkrieg lebten auf dem Boden des heutigen
Slowenien 600.000 Deutsch-Österreicher, im Sudetenland mehr als 3
Millionen. Auch diese geschichtlichen Tatsachen werden von den
österreichischen Nachbarländern gerne verdrängt bei ihren Forderungen
nach immer mehr Rechten. Angesichts dieser historischen Dimensionen
sei die derzeit in Kärnten laufende Volksbefragung nicht der richtige
Ansatz. Gerechte und dauerhafte Lösungen bedürfen einer
beiderseitigen offenen Diskussion, sodaß es nun an Slowenien und
Tschechien liege, sich zu bewegen." schließt Klement.
Rückfragehinweis:
FPÖ
0463 / 51 52 92
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