Blindheit im Fokus der Weltgesundheitsorganisation

Wien (OTS) - 90 Prozent der weltweit 37 Millionen blinden Menschen leben in Entwicklungsländern. Die Behandlungsmethoden gehören zu den kosteneffizientesten medizinischen Eingriffen überhaupt. Die Weltgesundheitsorganisation räumt Blindheitsbekämpfung Priorität ein.

Nach Erhebungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind weltweit 37 Millionen Menschen blind, 124 Millionen leiden an hochgradiger Sehbehinderung. 90 Prozent der Betroffenen leben in Entwicklungsländern, aufgrund krasser medizinischer Unterversorgung. Die Auswirkungen der verlorenen Produktivität aufgrund von Blindheit, sowie die direkten Kosten der folglich notwendigen speziellen Bildungs- und Rehabilitationsmaßnahmen haben gravierende Auswirkungen auf Familien, Gemeinden und Länder, die bereits von großer Armut betroffen sind. Hinter all den Zahlen stehen die Einzelschicksale der Menschen, die in den ärmsten Ländern der Erde leben und zudem an Blindheit leiden. Ihr Leben führen sie meist unter schwierigsten Bedingungen am Rande der Gesellschaft.

Großteil der Blindheit ist vermeidbar. Die Hälfte der Blindheit ist heilbar.

Mehr als zwei Drittel der Erblindungen in der Dritten Welt könnten mit einfachen medizinischen Interventionen verhindert werden. Ob durch die Gabe von hochdosiertem Vitamin A zur Vorbeugung von Xerophthalmie (Kinderblindheit), durch Antibiotika, Verbesserung der Hygienebedingungen oder Augenlidoperationen bei Trachom oder durch Mectizan zur Vorbeugung von Onchozerkose (Flussblindheit). Die Blindheitsursache Nummer Eins in Entwicklungsländern ist bis heute der Graue Star (Katarakt), laut WHO-Statistik für 48 Prozent der Blindheit verantwortlich. Grauer Star kann in den meisten Fällen durch eine Operation, die in Projekten der österreichischen Fachorganisation LICHT FÜR DIE WELT durchschnittlich zwanzig Minuten dauert und 30 Euro kostet, geheilt werden.

WHO-Aktionsplan Vision 2020

Gro Harlem Brundtland hat 1999 als Generalsekretärin der Weltgesundheitsorganisation den weltweiten Aktionsplan "Vision 2020 -THE RIGHT TO SIGHT" ins Leben gerufen. Das Ziel: Bis zum Jahr 2020 soll niemand mehr erblinden, nur weil es an grundlegender medizinischer Versorgung mangelt. Am 25.01.2006 hat das Executive Board der WHO in der Resolution 117R.4 verstärkte Anstrengungen zur Blindheitsbekämpfung eingefordert. Die zentralen Maßnahmen der WHO und ihrer Partnerorganisationen, wie die österreichische Fachorganisation LICHT FÜR DIE WELT, sind die Ausbildung augenmedizinischer Fachkräfte, der Aufbau medizinischer Infrastruktur, die Entwicklung angepasster Technologien und die Gesundheitsaufklärung über die zentralen Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von Augenkrankheiten und Blindheit.

Nähere Infos unter:
www.v2020.org oder www.licht-fuer-die-welt.at

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