Martin: EU bezahlt ORF-Journalisten für PR!

Wien (OTS) - Neue Enthüllungen über das EU-Parlament heute in der weltführenden Tageszeitung "International Herald Tribune" auf der Titelseite / Geld für Reisen, Hotels, Kamerateams, Arbeitsplätze und Vergnügungen/ Was wissen Lindner und Mück über die unerträglichen Mißstände?

"EU paying journalists to cover Parliament", lautet die Schlagzeile der IHT heute. Es wird detailliert dargestellt, wie Journalisten Reisen nach Straßburg großzügig durch das EU-Parlament finanziert werden. Vor Ort werden ihnen Kamerateams gratis zur Verfügung gestellt, ein Tagegeld von 100 Euro kann auch für Essen und Vergnügungen genutzt werden. Im Mittelpunkt des IHT-Berichts, zu dem Recherchen des freien EU-Abgeordneten Hans-Peter Martin beitrugen, steht der ORF und die Praktiken der gegenwärtigen österreichischen EU-Ratspräsidentschaft. "Das ist Teil der Public Relation des Europäischen Parlaments", räumt der Brüsseler ORF-Korrespondent Harald Jungreuthmayer offen ein. Zu einer Luxusreise nach Wien für 60 Brüsseler Korrespondenten, die von österreichischen Steuerzahlern im Februar 2006 bezahlt wurde, erklärt der frühere Brüsseler ORF-Korrespondent Nicola Donig, jetzt Pressesprecher für die österreichische EU-Präsidentschaft: "Das war eine lohnende Investition." Die 60 handverlesenen Journalisten wurden nicht nur im teuren Hilton-Hotel untergebracht, sondern genossen in einem Barockschloß auch feinstes Essen und Operettenstars auf Kosten der Steuerzahler.

Martin, selbst langjähriger "Spiegel"-Korrespondent ohne solche Privilegien, dazu: "Das sind unerträgliche Mißstände. Die EU versteht nicht die Grundsätze der Pressefreiheit und Demokratie. Wer kann bei solchen Geschenken noch unabhängig berichten? Wenn es zu Recht für Empörung sorgt, dass Pharmafirmen zur Absatzsteigerung Ärzte verwöhnen, so darf es erst recht nicht sein, dass der gebührenfinanzierte ORF sich von amtlichen Institutionen verwöhnen läßt, über die er dann berichtet.

Unabhängigkeit und Objektivität sind etwas Anderes. Ich fordere zunächst eine lückenlose Aufklärung über geldwerte Geschenke von EU-Einrichtungen an den ORF und seine Mitarbeiter. Was weiß ORF-Generaldirektorin Monika Lindner, was ORF-Chefredakteur Werner Mück?"

Martin abschließend: "Es wird bald weitere Enthüllungen über Geschenke an Journalisten, die dann positiv über die EU berichten, geben."

Der gesamte IHT-Artikel findet sich unter www.iht.com oder auf Martins Internetseite www.eti.info

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