ÖAMTC: Partikelfilter-Förderung zeigt Wirkung - Zahl der "rußfreien" Diesel-Pkw nimmt zu

Club fordert alle Bundesländer auf, Förderungen für Nachrüstfilter anzubieten

Wien (OTS) - Eine Erhebung des ÖAMTC bei den Fahrzeug-Importeuren zeigt: Bis Ende 2006 werden knapp 60 Prozent aller neuzugelassenen Diesel-Fahrzeuge mit einem Partikelfilter ausgestattet sein. "Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung", zeigt sich Mario Rohracher, Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung, über die aktuelle Entwicklung erfreut. "Die Partikelfilter-Förderung zeigt Wirkung. Seit der Einführung am 1. Juli 2005 steigt die Zahl der 'rußfreien' Dieselfahrzeuge kontinuierlich."

Mit positivem Beispiel voran gehen die Autofirmen Audi, BMW und Mercedes, die nahezu alle ihre Fahrzeuge serienmäßig mit Partikelfilter ausstatten. Es gibt aber immer noch zu viele Hersteller, die ihre Neufahrzeuge ohne 'Rußfilter' ausrüsten. "Manche Autofirmen bieten nicht einmal die Hälfte ihrer Diesel-Pkw mit Partikelfilter an. Der Nachholbedarf ist hier zum Teil enorm", bemängelt Rohracher. Der ÖAMTC fordert die Fahrzeughersteller auf, schnellstens ihre gesamten Dieselfahrzeuge serienmäßig mit Partikelfilter auszustatten.

Vorsicht beim Autokauf - Pkw ohne "Filter" sinkt im Wert beim Wiederverkauf

Viele Autofirmen überlassen dem Käufer die Entscheidung und bieten ihre Neuwagen optional mit oder ohne Dieselpartikelfilter an. "Allerdings sollten Autofahrer bedenken, dass sich der Wiederverkaufswert erheblich mindern kann, wenn man sich für ein Auto ohne Partikelfilter entscheidet. Der Verkäufer hat mit massiven Preisnachteilen zu rechnen", warnt der Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung.

Der derzeitige Trend ist aber positiv. "Wir sind zuversichtlich, dass bald die 100 Prozent-Marke erreicht ist und wirklich alle Autofirmen ihre Neufahrzeuge mit Filter ausrüsten", so Rohracher.

Nachrüsten macht Sinn - Bis zu über 80 Prozent Partikelreduktion

Aber auch gebrauchte Fahrzeuge müssen entsprechend nachgerüstet werden. Laut Rohracher ist für die Reduktion von Schadstoffbelastungen die Nachrüstung von Pkw mit entsprechenden Partikelfiltern notwendig. "Jeder Beitrag zur Feinstaubreduktion ist wichtig und sollte dementsprechend von allen Ländern unterstützt und gefördert werden. Immerhin bringt auch ein Nachrüstfilter generell bis zu 50 Prozent Partikelreduktion, bei den Feinstpartikeln sogar über 80 Prozent", sagt der Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung.

Möchte ein Autofahrer seinen Gebrauchten mit einem "Rußfilter" nachrüsten, erhält er, je nach Bundesland in dem sein Fahrzeug zugelassen ist, eine Förderung vom Land. So etwa in Oberösterreich, Salzburg und der Steiermark. Hier schießt das Land jeweils 300 Euro für den Einbau eines Nachrüstfilters zu. Zusätzlich zur Landesförderung legen die Städte Graz, Knittelfeld und Linz für eine Nachrüstung mit Partikelfilter noch einmal 100 Euro drauf. "In Kärnten und Tirol beispielsweise bekommt man nur dann eine Förderung, wenn man in Klagenfurt oder Volders wohnt. Das Land selbst vergibt keine Förderung", kritisiert Rohracher. "Der ÖAMTC fordert deshalb auch die Länder Wien, Niederösterreich, Burgenland, Tirol, Kärnten und Vorarlberg auf, entsprechende Förderungen anzubieten."

Eine Liste aller nachrüstbaren Fahrzeuge mit Partikelfilter findet man auf der Homepage des Clubs unter www.oeamtc.at/partikelfilter.

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