• 04.04.2006, 11:56:23
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Boehringer Ingelheim 2005 wieder mit starkem Wachstum

Ergebnisse auf hohem Niveau - SPIRIVA(R) erster Blockbuster

Wien/Ingelheim (OTS) - Das Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim
hat seinen erfolgreichen Wachstumskurs auch 2005 fortgesetzt. Wie das
Unternehmen auf seiner Bilanzpressekonferenz in Ingelheim mitteilte,
stiegen die Umsatzerlöse um 17% auf 9,5 Milliarden Euro (Vorjahr: 8,2
Milliarden Euro). Das Betriebsergebnis, vergleichbar dem EBIT,
verbesserte sich um 40% auf gut 1,9 Milliarden Euro (1,4 Milliarden
Euro). Die Zahl der Mitarbeiter wuchs weltweit um etwa 1.900 auf
insgesamt 37.400 (plus 5,3%).

Für Dr. Alessandro Banchi, Sprecher der Unternehmensleitung von
Boehringer Ingelheim und verantwortlich für den Geschäftsbereich
Pharmamarketing und -verkauf, war das Geschäftsjahr 2005 ein klarer
Beleg dafür, "dass Boehringer Ingelheim nicht nur beim Erlöswachstum,
sondern auch bei den Ergebnissen in der internationalen Spitzengruppe
der Pharmaunternehmen angekommen ist. Wir blicken auf ein sehr
erfreuliches Geschäftsjahr zurück", sagte Banchi.

Die gute Erlösentwicklung des Unternehmensverbandes hat sich in
den Ergebnissen positiv widergespiegelt. So erzielte Boehringer
Ingelheim eine operative Rendite (Verhältnis von Erlösen zum
Betriebsergebnis) von 20,2%, die Prof. Dr. Marbod Muff,
verantwortlich bei Boehringer Ingelheim für die Unternehmensbereiche
Finanzen und Personal, als "außerordentlich gut" bezeichnete.

"Wir vertrauen in unsere eigene Stärke"

Nach Berechnungen des Marktforschungsinstitutes IMS, die von allen
Pharmafirmen genutzt werden, war Boehringer Ingelheim unter den
großen internationalen Pharmaunternehmen im vergangenen Jahr das
wachstumsstärkste. Boehringer Ingelheim wuchs danach
währungskursbereinigt um 23%, während der durchschnittliche
Pharmamarkt nur um 6% zulegen konnte. Besonders klar zeigte sich
diese Wachstumsdynamik in den USA, wo Boehringer Ingelheim mit plus
33% den US-Markt (plus 5%) sehr deutlich überflügelte.

Mittlerweile hat das Unternehmen, das bereits zum sechsten Mal in
Folge schneller wuchs als der Durchschnitt der Pharmafirmen, einen
Weltmarktanteil von etwa 2% und liegt im internationalen Vergleich
auf Rang 14. Banchi rechnet auch für 2006 damit, wieder deutlich
schneller als der Pharmamarkt zu wachsen. " Wir vertrauen in unsere
eigene Stärke und sind zuversichtlich, unsere Position in unseren
Marktsegmenten weiter auszubauen", so der Sprecher der
Unternehmensleitung. Gleichzeitig betonte Banchi, dass erfolgreiches
Wachstum und gute Ergebnisse kein Selbstzweck seien, sondern die
"Voraussetzungen für die Entwicklung innovativer Medikamente im
Dienste der Menschen". Die gute Akzeptanz der Boehringer Ingelheim
Präparate bei Ärzten und Patienten sei die Grundlage für den
Unternehmenserfolg.

SPIRIVA(R) - der erste Blockbuster

Boehringer Ingelheim besitzt eine Reihe von Präparaten, deren
Potenzial noch nicht ausgeschöpft ist. Sie trugen auch im vergangenen
Jahr entscheidend zum Unternehmenswachstum bei. So wurde das
Medikament SPIRIVA(R) gegen chronisch-obstruktive
Atemwegserkrankungen (COPD) mit 950 Millionen Euro -oder 1,2
Milliarden US-Dollar- das erste so genannte Blockbuster-Medikament
des Unternehmens, also ein Präparat mit mehr als einer Milliarde
Dollar Umsatz. SPIRIVA(R) wuchs gegenüber dem Vorjahr um mehr als 80
% und ist mittlerweile das meistverschriebene COPD-Medikament. "Wir
sind stolz darauf", so Banchi, "dass wir mit SPIRIVA(R) 2005 vier
Millionen Menschen helfen konnten, ein besseres Leben zu führen".

Auch MICARDIS(R) (gegen Bluthochdruck), das um knapp 30% auf 720
Millionen Euro zulegte, sowie SIFROL(R) (gegen Parkinson) mit einem
Umsatzplus von 50% auf 420 Millionen Euro, sind zukünftige
Wachstumstreiber. Dagegen rechnet Boehringer Ingelheim für sein nach
SPIRIVA(R) zweites Blockbuster-Medikament, MOBIC(R), mit
Nachahmerprodukten auf dem US-amerikanischen Markt und mit
rückläufigen Umsätzen. MOBIC(R), ein Präparat gegen Osteoarthritis
und rheumatische Arthritis, wuchs 2005 um knapp 30% auf 850 Millionen
Euro.

Als Highlight im vergangenen Jahr bezeichnete das Unternehmen die
Markteinführung des AIDS-Medikamentes APTIVUS(R), eines neuartigen
Protease-Hemmers, der zusätzliche Behandlungsoptionen für Patienten
mit vielfältigen Resistenzen gegen andere HIV-Medikamente biete.

Boehringer Ingelheim ist ein reines Pharmaunternehmen, mit den
Geschäftssegmenten verschreibungspflichtige Medikamente (plus 17%
auf 7,2 Milliarden Euro), Selbstmedikation (plus 8% auf knapp 1,1
Milliarden Euro) sowie Tiergesundheit (plus 8% auf 360 Millionen
Euro). Darüber hinaus trug auch das Industriekundengeschäft
(Biopharmazie, Pharma-Auftragsfertigung und Chemikalien) mit 850
Millionen Euro (plus 30%) nennenswert zum Umsatz bei.

Besonders erfolgreich dabei ist seit Jahren die biopharmazeutische
Produktion des Unternehmens, die im vergangenen Jahr um 40% auf 550
Millionen Euro wuchs. Boehringer Ingelheim bietet in diesem
Geschäftssegment seinen Kunden von der Substanzentwicklung bis hin
zur Produkt-Registrierung den gesamten Prozessablauf an. Dr.
Hans-Jürgen Leuchs, verantwortlich in der Unternehmensleitung von
Boehringer Ingelheim für Produktion und Technik, sagte "wir sind
Pioniere in der biopharmazeutischen Produktion und werden diese
Technologieführerschaft durch Innovation und Qualität beibehalten".

Die wichtigste Region für Boehringer Ingelheim waren im
vergangenen Jahr einmal mehr die beiden amerikanischen Kontinente
mit Erlösen von 4,6 Milliarden Euro. Europa trug mit 3,1 Milliarden
Euro zum Umsatz bei und Triple A (Asien, Australien, Afrika) mit 1,9
Milliarden Euro.

Steuerliche Besonderheiten von Personengesellschaften

Die gute Erlösentwicklung hat zu einem deutlich gestiegenen
Ergebnis nach Steuern geführt. Es betrug 1,5 Milliarden Euro, was
einer Steigerung zum Vorjahr von knapp 70% entspricht. Allerdings ist
in diesem Ergebnis nur einen Teil der Gesamtsteuerbelastung
enthalten. Die Position Steuern von Personengesellschaften in
Deutschland -und eine solche ist das Familienunternehmen Boehringer
Ingelheim- enthalte nur die Gewerbesteuer, nicht aber die ebenfalls
anfallende Einkommensteuer, die bilanztechnisch als "Kapitalentnahme"
ausgewiesen werden müsse, sagte Professor Muff.

Auch der Cashflow, der sich 2005 um 45% auf 2,1 Milliarden Euro
erhöhte, sei um diesen Betrag zu bereinigen. Abzüglich der
Investitionen ins Anlagevermögen, die im vergangenen Jahr wieder
kräftig gestiegen sind (plus 25 % auf 530 Millionen Euro), verblieb
ein Free Cashflow von gut 1,5 Milliarden Euro. Die sehr solide
Liquiditätsausstattung sowie die gute Profitabilität bezeichnete Muff
als wichtige Säulen für die Unabhängigkeit des Unternehmens.

Die Mitarbeiter - die wichtigste Quelle des Erfolges

Banchi und Muff wiesen auf die Besonderheit von Boehringer
Ingelheim als einem vom Kapitalmarkt und seinen Zwängen unabhängigen
Unternehmen hin. "Wir können wirklich langfristig planen", sagte
Banchi. "Unsere Geschäftsentwicklung ist durch Stabilität und
Kontinuität gekennzeichnet." Diese habe auch prägenden Einfluss auf
die gute Unternehmenskultur.

Muff führte internationale Untersuchungen unabhängiger Institute
an, die hinsichtlich Arbeitsplatzqualität und
Mitarbeiterzufriedenheit Boehringer Ingelheim in vielen Ländern auf
Plätzen weit vorne sehen, darunter insbesondere solche in
Deutschland. Der Personalverantwortliche bezeichnete die Mitarbeiter
als "wichtigste Quelle unseres Erfolges" und hob auch die hohe
Ausbildungsquote des Unternehmens hervor. So sei die Zahl der
Auszubildenden in mehr als 20 Berufen im vergangenen Jahr um 10% auf
685 weiter angestiegen.

Produkt-Pipeline mit gutem Potenzial

Für die Zukunft zeichnete das Unternehmen ein positives Bild. Die
Produktpipeline beinhalte eine Reihe erfolgversprechender Kandidaten
in unterschiedlichen Therapiegebieten. 2005 wurden in Forschung,
Entwicklung und Medizin knapp 1,4 Milliarden Euro investiert. Das
sind 10% mehr als im Vorjahr. Infolge der sehr positiven
Umsatzentwicklung sank der Anteil der Forschungsaufwendungen an den
Erlösen bei den verschreibungspflichtigen Medikamenten leicht auf
18,2% (Vorjahr = 19,3 %).

Viele der erfolgreichen Produkte besitzen noch für eine Reihe von
Jahren Patenschutz oder Exklusivität. Neue Markteinführungen und
Indikationserweiterungen stehen 2006 bevor, darunter für Pramipexol
(SIFROL(R)/MIRAPEX(R)) in der Indikation Restless Legs Syndrom
(Syndrom der unruhigen Beine - RLS). Für Alessandro Banchi sind die
Ziele 2006 klar umrissen: "Wir werden unser erfolgreiches Wachstum
auch 2006 weiter fortsetzen."

Rückfragehinweis:
Ulrich Bock, Corporate Division Communications
Boehringer Ingelheim GmbH
55216 Ingelheim
Phone: + 49 - 6132 - 772012
Fax: + 49 - 6132 - 776601

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