Heinisch-Hosek zu Statistik-Austria-Daten: Hohe Teilzeitbeschäftigung muss alle Alarmglocken läuten lassen

Arbeitsmarkt-Statistik 2005 verdeutlicht Versagen der Regierung

Wien (SK) - Die heute von der Statistik Austria veröffentlichten Daten zur Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit im Jahr 2005 zeigen ein deutlich höheres Risiko für Frauen, arbeitslos zu werden, als für Männer sowie eine rasante Zunahme der Teilzeitbeschäftigung. "Dies veranschaulicht deutlich, dass die Regierung bei der Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie ebenso versagt hat wie bei den dringend erforderlichen Maßnahmen zur Senkung der Arbeitslosigkeit der Frauen", so die SPÖ-Frauen- und Gleichbehandlungssprecherin Gabriele Heinisch-Hosek am Montag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. "Vor allem die rasante Zunahme der Teilzeitbeschäftigung müsste bei der Regierung schon längst alle Alarmglocken läuten lassen, denn der Großteil der Frauen ist unfreiwillig teilzeitbeschäftigt", betonte Heinisch-Hosek. ****

Hauptgrund für eine Teilzeitbeschäftigung ist immer noch die Frage der Kinderbetreuung. "Es sind bereits zwei von fünf erwerbstätigen Frauen teilzeitbeschäftigt. Das heißt, es handelt sich bei der Teilzeitbeschäftigung bereits um die Norm-Beschäftigungsform bei Frauen unter 40 - mit allen negativen Konsequenzen in Bezug auf Einkommen, Karriere und Pension", betonte Heinisch-Hosek. Dringend erforderlich sei ein Maßnahmenpaket, das Frauen zu mehr Vollzeit-Arbeitsplätzen verhilft. "Denn nur die ökonomische Unabhängigkeit der Frauen sichert ihre Eigenständigkeit", betonte Heinisch-Hosek.

Ganz oben in dem Maßnahmenpaket müsste der Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen stehen. "Mit dem 'Clever Kids' Programm hat die SPÖ ein sofort umsetzbares Konzept vorgelegt, für den Ausbau von hochqualitativen Kinderbetreuungsplätzen und einem Rechtsanspruch jeden Kindes auf einen Betreuungsplatz", sagte Heinisch-Hosek. Sie sprach sich des weiteren für die Schaffung eines Bundesfrauenförderungsfonds aus, der mit 100 Millionen Euro dotiert sein soll und die Neuorientierung und Qualifizierung von Frauen zum Ziel haben müsse. Und schließlich müsse man auch beratend bereits während der Karenzierung ansetzen. "Aber diese Regierung schafft es nicht einmal, die seit lange versprochenen Frauenschalter beim AMS umzusetzen. Es wundert mich daher wenig, dass die Arbeitsmarkt-Statistik 2005 eine Statistik des schwarz-orangen Versagens ist", so Heinisch-Hosek abschließend. (Schluss) up

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