• 03.04.2006, 14:42:11
  • /
  • OTS0202 OTW0202

Heinisch-Hosek zu Statistik-Austria-Daten: Hohe Teilzeitbeschäftigung muss alle Alarmglocken läuten lassen

Arbeitsmarkt-Statistik 2005 verdeutlicht Versagen der Regierung

Wien (SK) - Die heute von der Statistik Austria veröffentlichten
Daten zur Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit im Jahr 2005 zeigen
ein deutlich höheres Risiko für Frauen, arbeitslos zu werden, als für
Männer sowie eine rasante Zunahme der Teilzeitbeschäftigung. "Dies
veranschaulicht deutlich, dass die Regierung bei der Verbesserung der
Vereinbarkeit von Beruf und Familie ebenso versagt hat wie bei den
dringend erforderlichen Maßnahmen zur Senkung der Arbeitslosigkeit
der Frauen", so die SPÖ-Frauen- und Gleichbehandlungssprecherin
Gabriele Heinisch-Hosek am Montag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ.
"Vor allem die rasante Zunahme der Teilzeitbeschäftigung müsste bei
der Regierung schon längst alle Alarmglocken läuten lassen, denn der
Großteil der Frauen ist unfreiwillig teilzeitbeschäftigt", betonte
Heinisch-Hosek. ****

Hauptgrund für eine Teilzeitbeschäftigung ist immer noch die Frage
der Kinderbetreuung. "Es sind bereits zwei von fünf erwerbstätigen
Frauen teilzeitbeschäftigt. Das heißt, es handelt sich bei der
Teilzeitbeschäftigung bereits um die Norm-Beschäftigungsform bei
Frauen unter 40 - mit allen negativen Konsequenzen in Bezug auf
Einkommen, Karriere und Pension", betonte Heinisch-Hosek. Dringend
erforderlich sei ein Maßnahmenpaket, das Frauen zu mehr
Vollzeit-Arbeitsplätzen verhilft. "Denn nur die ökonomische
Unabhängigkeit der Frauen sichert ihre Eigenständigkeit", betonte
Heinisch-Hosek.

Ganz oben in dem Maßnahmenpaket müsste der Ausbau der
Kinderbetreuungseinrichtungen stehen. "Mit dem 'Clever Kids' Programm
hat die SPÖ ein sofort umsetzbares Konzept vorgelegt, für den Ausbau
von hochqualitativen Kinderbetreuungsplätzen und einem Rechtsanspruch
jeden Kindes auf einen Betreuungsplatz", sagte Heinisch-Hosek. Sie
sprach sich des weiteren für die Schaffung eines
Bundesfrauenförderungsfonds aus, der mit 100 Millionen Euro dotiert
sein soll und die Neuorientierung und Qualifizierung von Frauen zum
Ziel haben müsse. Und schließlich müsse man auch beratend bereits
während der Karenzierung ansetzen. "Aber diese Regierung schafft es
nicht einmal, die seit lange versprochenen Frauenschalter beim AMS
umzusetzen. Es wundert mich daher wenig, dass die
Arbeitsmarkt-Statistik 2005 eine Statistik des schwarz-orangen
Versagens ist", so Heinisch-Hosek abschließend. (Schluss) up

Rückfragehinweis:
Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel