- 31.03.2006, 10:29:25
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5. April: Marsch für ein gentechnikfreies Europa
Kundgebung in Wien fordert Recht auf Gentechnikfreiheit
Wien (OTS) - Mit einem Marsch für ein gentechnikfreies Europa am
5. April in Wien wollen Gentech-KritikerInnen ein deutliches,
europaweites Signal gegen die Gentechnik in der Landwirtschaft
setzen. Das Programm für den Marsch wurde heute im Rahmen einer
Pressekonferenz bekannt gegeben. Anlass ist die
EU-Gentechnik-Konferenz "Freedom of Choice", bei der 700 ExpertInnen
in Wien über die Koexistenz zwischen Gentechnik und gentechnikfreiem
Anbau diskutieren. Im Zuge der Kundgebung beim Congress Center soll
die "Wiener Deklaration für ein gentechnikfreies Europa" dem
Ratsvorsitzenden Josef Pröll und der zuständigen EU-Kommissarin
Mariann Fischer Boel überreicht werden.
Michael Johann, Plattform "Gentechnikfreie Regionen und Länder":
"Koexistenz, das Nebeneinander von Gentechnik und gentechnikfreiem
Anbau, kann nicht funktionieren. Wir rufen die EuropäerInnen dazu
auf, an dem Marsch teilzunehmen und damit ein deutliches Zeichen
gegen den Pro-Gentechnik-Kurs der EU-Kommission zu setzen.
Gentechnikfreiheit muss auch in Zukunft gesichert sein".
Iris Strutzmann, Agrarbündnis:
"Die Gentechnik ist eine Technologie für die industrialisierte
Landwirtschaft. Das Recht der Bäuerinnen und Bauern auf eine
gentechnikfreie Landwirtschaft und der KonsumentInnen auf
gentechnikfreie Ernährung ist europaweit abzusichern. Eine der
Grundvoraussetzungen dafür ist gentechnikfreies Saatgut, das am
Beginn der Produktionskette steht. Wir fordern in der Wiener
Erklärung ein EU-weites Verbot für die Verunreinigung von Saatgut mit
gentechnisch veränderten Organismen."
Jens Karg, Gentechnik-Sprecher GLOBAL 2000:
"Eine große Mehrheit der Europäerinnen und Europäer lehnt den
Einsatz der Gentechnik in der Landwirtschaft ab. In der Wiener
Deklaration für ein gentechnikfreies Europa fordern wir, die
Entwicklung von gentechnikfreien Regionen zu unterstützen und das
Vorsorgeprinzip anzuwenden. Der Gentechnik dürfen keine
Verschmutzungsrechte eingeräumt werden. Wir fordern alle
EuropäerInnen dazu auf, mit uns für das Recht auf Gentechnikfreiheit
auf die Straße zu gehen."
Wilfried Oschischnig, BIO AUSTRIA:
"Biolandbau und Gentechnik sind ein Widerspruch der sich nicht
vereinen lässt. Deshalb sind auf europäischer Ebene verbindliche
Regeln zum Schutz der Erhaltung einer gentechnikfreien Landwirtschaft
notwendig. Bereits 172 europäische Regionen haben sich gegen den
Anbau von gentechnisch verändertem Saat- und Pflanzgut ausgesprochen.
Das Recht der Regionen auf Gentechnikfreiheit muss innerhalb der EU
gesetzlich festgeschrieben werden."
Eckdaten:
5. April 2006, 8.00 Uhr Treffpunkt am Praterstern (Wien Nord)
ab ca 8.15 Uhr
Bunter Marsch der TeilnehmerInnen über die Ausstellungsstraße zum
Congress Center
9.00-14.00 Uhr
Ansprachen beim Congress Center der Wiener Messe
Übergabe der Wiener Erklärung an Ratsvorsitzenden Josef Pröll und
EU-Kommissarin Fischer Boel
Weitere Informationen: www.gmofree-europe.org/Gen_Marsch.htm
Rückfragehinweis:
Michael Johann, Plattform 0664/266 85 48
Jens Karg, GLOBAL 2000 0699 /142 000 20
Wilfried Oschischnig, BIO AUSTRIA 0676/842214214
Iris Strutzmann, ÖBV - Via Campesina Austria, 0699/18236475
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