• 31.03.2006, 09:42:21
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Demokratische Mitbestimmung soll Jugendinteressen durchsetzen helfen

Frais: "Jugendminister sollen europaweit auch für ‚Wählen ab 16' eintreten"

Linz (OTS) - "Wenn elementare Bedürfnisse der Jugend nicht
ausreichend wahrgenommen werden, dann birgt das enormen
gesellschaftspolitischen Sprengstoff. An erster Stelle steht bei den
meisten jungen Menschen der Wunsch nach einer sicheren und
erfüllenden Arbeitsstelle. Damit sie ihre politischen Wünsche besser
artikulieren können, sollten Jugendliche stärker in den
demokratischen Gestaltungsprozess eingebunden werden - ‚Wählen ab 16'
wäre ein erster Schritt. Als Konsequenzen aus der Tagung in Bad Ischl
sollen die EU-Jugendminister mehr demokratische Mitbestimmung für die
Jugendlichen schaffen sowie für die zentralen Bedürfnisse der Jugend
wie freien Bildungszugang und den Abbau der Jugendarbeitslosigkeit
mit ganzer Kraft eintreten", betont der SP-Klubobmann.

"Das Gespräch und den Dialog mit der Jugend suchen und auf ihre
Bedürfnisse eingehen - diese Lektion sollte Europa aus den
schrecklichen Unruhen in Frankreich gelernt haben. Wenn junge
Menschen kaum mehr Zukunftschancen für sich sehen, dann steigt die
Bereitschaft zum offenen Protest. Es ist daher die Aufgabe der
Politik geeignete Formen zu finden, um die Jugendlichen besser in den
demokratischen Gestaltungsprozess einzubinden", so der SP-Klubchef.

Wenn die Jugend wählen dürfte, dann würden ihre Anliegen von den
demokratischen Entscheidungsträgern mit großer Wahrscheinlichkeit
auch stärker berücksichtigt - allein schon deshalb sei für den
SP-Klubchef ‚Wählen ab 16' notwendig. "Jugendliche sind heute mit 16
Jahren reif genug für eine qualifizierte demokratische Mitwirkung".
Außerdem sei es ein wichtiges politisches Signal, wenn der Jugend in
Europa ein demokratisches Stimmrecht verliehen würde.

"Das Wahlrecht allein ist aber nur ein erster Schritt. Alle
verantwortlichen Jugendminister müssen den freien Zugang zu
bestmöglicher Bildung und die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit
zu den Hauptaufgaben ihrer Politik machen", erklärt Frais.

Rückfragehinweis:
SPÖ-Landtagsklub
Mag. Andreas Ortner
Tel.: (0732) 7720-11313

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