Grüne: Teure Behandlung übergewichtiger Kinder im AKH

Wien (OTS) - Massive Kritik im Zusammenhang mit der Kindermedizin
im AKH übte GR Dr. Sigrid Pilz am Mittwoch in einem Pressegespräch der Grünen. Wie sie sagte, müssten Kinder, die durch eine ambulante Therapie eine Gewichtsabnahme erreichen wollen, für die multidisziplinäre Behandlung monatlich 250 Euro bezahlen. Ein vergleichbares Angebot im Wilhelminenspital sei kostenlos. Grund sei, so die Mandatarin, dass das AKH behaupte, die Krankenkassen würden bei Adipositas (Fettlebigkeit) die Therapie nicht bezahlen. Dies sei nicht nachvollziehbar, denn die Therapie sei über den Ambulanzvertrag zwischen den Kassen und dem AKH geregelt. Kritisiert wurde im Pressegespräch auch, das Eltern behandlungsbedürftiger Kinder im AKH ein Informationsblatt erhalten würden, auf dem vermerkt sei, dass neben einer Auflistung der Kosten eine Behandlung bei einem Professor mit dem Zusatz "privat" zu finden sei. Wegen dieser "Ungleichheiten" sei der Ärger bei niedergelassenen Kinderärzten groß, vom Fachgruppenobmann "Wiener Kinder und Jugendärzte" sei das Präsidium der Österreichischen Gesellschaft für Kinder und Jugendheilkunde eingeschaltet worden.

Die Grünen wollen nun wissen, weshalb es die Leistungen im Wilhelminenspital gratis gibt, im AKH dafür bezahlt werden muss. Weiters, weshalb diese "Zwei-Klassen-Medizin", die Arme und sozial Schwache treffe, geduldet wird, sowie Aufklärung zu Leistungen "privat". Unabhängig davon sollte ein Ausbau präventiver Maßnahmen bei Übergewichtigkeit zwischen allen betroffenen Stellen -Kinderärzte, KAV, Krankenkassen und Schulen - erfolgen.

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