• 29.03.2006, 11:08:37
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BAWAG - offener Brief der SP Oö

Landesparteivorsitzender Erich Haider wendet sich an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SP OÖ

Linz (OTS) - Die SP Oberösterreich hat sich heute mit einem
offenen Brief an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SP OÖ zum
Thema BAWAG gewandt. Der Inhalt dieses Schreibens von
Landesparteivorsitzendem Erich Haider hat folgenden Inhalt:

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!

Die oberösterreichische SPÖ tritt seit Jahren gegen neoliberale
Auswüchse und unkontrollierte internationale Finanzspekulationen
entschieden und mit Nachdruck auf. Von diesem richtigen Weg wird sich
die SP OÖ unter meiner Führung unter keinen Umständen abbringen
lassen.
Denn diese wirtschaftspolitischen Fehlentwicklungen gehören zu den
größten Problemen der heutigen Zeit.

Nun sind in der BAWAG schwere Fehler und falsche Handlungen des
früheren Managements aus den Jahren 1995 bis 2000 bekannt geworden.
Diese Vorgangsweisen aus der Vergangenheit werden entschieden
abgelehnt.

Fest steht heute aber, die Gewerkschaft hat damals durch ihre
Reaktion auf die Fehler des Managements und ihr Handeln
sichergestellt, dass

- die rund 1,3 Million PrivatkundInnen der BAWAG keinen Schaden
erlitten haben,

- kein Gewerkschaftsmitglied Nachteile erfahren musste und

- die 4.000 Arbeitsplätze bei der BAWAG im Jahr 2000 auf nun mehr als
6.000 aufgestockt werden konnten.

Somit steht auch fest, dass die Menschen in Österreich durch die
BAWAG nicht geschädigt wurden.
Im Gegensatz dazu werden und wurden durch die Politik der ÖVP unter
Wolfgang Schüssel sehr viele täglich benachteiligt:

So entgingen den ÖsterreicherInnen seit dem Verkauf der Austria Tabak
im Jahr 2001 rund 140 Millionen Euro pro Jahr an Gewinn.
Zusätzlich wurden die ATW-Standorte Fürstenfeld und Schwaz in
Österreich geschlossen.

Die ungerechte Kürzung der Pensionen verschlechterte für die heutigen
PensionistInnen und für künftige Generationen den Lebensstandard
nachhaltig.

Nun sorgt das neue Management der BAWAG unter dem allgemein
anerkannten Generaldirektor Dr. Ewald Nowotny für völlige Transparenz
und stellt für die Zukunft sicher, dass derartige Geschäfte nie
wieder stattfinden können.

Die ÖVP versucht nun die Managementfehler zu nutzen, um die
Gewerkschaften in Österreich zu schwächen. Aber für uns steht eines
unverrückbar fest:
Österreich braucht eine starke Gewerkschaft, damit die Rechte der
ArbeitnehmerInnen und der Zusammenhalt in der Gesellschaft in diesem
Land abgesichert und gestärkt werden.

Mit freundlichen Grüßen
gezeichnet Erich Haider

Rückfragehinweis:
SPÖ Oberösterreich
Medienservice
Gerald Höchtler
Tel.: (0732) 772611-22
mailto:[email protected]

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