• 29.03.2006, 11:02:54
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Mit dem Fahrrad ab in den Frühling!

Neue Normen bringen mehr Sicherheit für Fahrradfahrer. Das KfV appelliert an Hersteller, die Normen umzu-setzen und die Benutzer ausreichend zu informieren.

Wien (OTS) - Endlich - der lang ersehnte Frühling hält Einzug und
das Bedürfnis, sich an der frischen Luft zu bewegen kann gestillt
werden. Das Fahrrad ist während der wärmeren Jahreszeit eines der
beliebtesten Fortbewegungsmittel für rund drei Millionen Österreicher
- sei es auf dem Weg zur Arbeit oder zur Freizeitgestaltung. Kaum
scheint die Sonne, wird der Drahtesel aus dem Keller geholt oder gar
ein neues Exemplar gekauft. Woher aber weiß man, ob das eigene
Fahrrad sicher ist? Die österreichweite Einführung der europäischen
Normen für Fahrräder bringt Licht ins Dunkel.

Zwei von drei Fahrrädern sind nicht verkehrssicher

"Häufig ist den Menschen die Gefahr nicht bewusst. Sie steigen auf
Ihr Fahrrad und radeln los, ohne sich darüber im klaren zu sein, dass
sie ein erhöhtes Risiko eingehen, wenn sie den Zustand ihres
Drahtesels nicht überprüfen", meint Dr. Othmar Thann, Direktor des
Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV). Allein im Jahr 2004
verletzten sich 31.800 Fahrradfahrer so schwer, dass sie im Spital
behandelt werden mussten. Davon waren rund 5.400 im Straßenverkehr
unterwegs, der Großteil - rund 26.400 Radler - verunglückte laut KfV
bei Freizeitaktivitäten. Eine Studie des Bereichs Heim, Freizeit &
Sport zeigt es: Zwei von drei Fahrrädern auf Österreichs Straßen
haben mindestens einen technischen Mängel. Ganz besonders hapert es
an einem der sensibelsten Bereiche - der Sichtbarkeit. So fehlten bei
41 Prozent der kontrollierten Räder weiße Rückstrahler nach vorne,
rund 31 Prozent konnten kein rotes Rücklicht oder einen nach vorne
ausgerichteten Scheinwerfer vorweisen. Bei jeweils 29 Prozent fehlten
der rote Rückstrahler nach hinten und die zwei gelben "Katzenaugen"
in den Speichen. "Der Fahrradfahrer ist neben dem Fußgänger das
schwächste Glied in der Hierarchie der Verkehrsteilnehmer. Das KfV
begrüßt es daher umso mehr, dass die europäischen Fahrradnormen jetzt
auch in Österreich gelten", sagt Thann.

Hohe Qualität schafft Sicherheit

Die europäischen Normen haben zum Ziel, das Unfallrisiko so weit wie
möglich zu minimieren. Richtiges Material und entsprechende Wartung
spielen hier die Hauptrolle. "Klar ist, für den Erfolg sind in erster
Linie die Hersteller verantwortlich. Sie setzen die Vorschriften um,
und ganz wichtig - sie sind diejenigen die die Benutzer informieren",
betont Thann. Die Normen gelten für vier Fahrradtypen: City- und
Trekkingfahrräder, Mountainbikes und Geländefahrräder, Rennräder
sowie Kinderfahrräder. Sie sollen gewährleisten, dass die jeweiligen
Fahrradtypen praktisch und sicher zugleich sind. Diese Europäischen
Normen legen Anforderungen an die Leistung und die Sicherheitstechnik
für Fahrräder zur Benutzung im öffentlichen Verkehr hinsichtlich
ihrer Konstruktion, der Montage und Prüfverfahren und deren
Baugruppen fest und enthalten Anleitungen zur Benutzung und Pflege
dieser Fahrräder.

Benutzerinformation schafft Sicherheit

Ganz oben auf der Fahrsicherheitsskala steht die ausführliche
Information der Benutzer. Beim Fahrradkauf wird es künftig nicht nur
Informationen über das Fahrrad selbst, sondern auch über die richtige
Benutzung geben. Diese beinhalten Empfehlungen, um die Fahrsicherheit
zu erhöhen, wie z. B. das Tragen eines Fahrradhelms, die regelmäßige
Überprüfung der Bremsen und Reifen. Ebenfalls enthalten sind
Warnhinweise, die auf den längeren Bremsweg bei nassen Straßen
aufmerksam machen, oder auf Verschleißerscheinungen, die früher oder
später jedes Fahrrad betreffen. Auch Eltern werden hier beraten -
insbesondere zu ihrer Rolle als Betreuer für den Drahteselneuling
aber auch mit Tipps zur richtigen Montage, Einstellung und Demontage
von Stützrädern. "Ich bin davon überzeugt, dass die Normen dazu
beitragen werden, Fahrräder sicherer zu machen. Gleichzeitig geben
sie den Radfahrern die notwendigen Informationen zur richtigen
Benutzung", erklärt Thann.
Holt man seinen Drahtesel nach einem langen Winter aus dem Keller, so
empfiehlt das KfV, die Wartung beim Fahrradhändler vornehmen zu
lassen und sich das KfV-Prüfsiegel abzuholen. Das unabhängige Siegel
wird von Sportfachhändlern nach erfolgreicher Überprüfung und
gegebenenfalls Wartung vergeben. Der Kunde hat damit die Gewissheit,
dass sein Fahrrad allen Sicherheitsvorgaben entspricht.

Rückfragehinweis:

Mag. Kerstin Gardill 
   Kuratorium für Verkehrssicherheit 
   Marketing & Kommunikation
   Tel.: 05 77 0 77-1906 
   E-Mail: kerstin.gardill@kfv.at 
   www.kfv.at

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