- 29.03.2006, 10:36:56
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Brauner und Landau eröffnen FrauenWohnZentrum in der Leopoldstadt
Spezielles Angebot für wohnungslose Frauen in Wien
Wien (OTS) - "Wohnungslose Frauen brauchen Schutzräume zum
Rückzug, wo sie zur Ruhe kommen und wieder Perspektiven entwickeln
können. Das ist das Ziel des neuen Angebots, das auf die
Möglichkeiten und Bedürfnisse dieser Frauen zugeschnitten ist", so
Gesundheits- und Sozialstadträtin Mag.a Renate Brauner und
Caritasdirektor Dr. Michael Landau im Rahmen der heutigen Eröffnung
des FrauenWohnZentrums der Caritas im zweiten Bezirk.
"Das soziale Netz dieser Stadt ist dicht geknüpft. Wir helfen
dort, wo Hilfe notwendig ist, und wir fördern aktiv, dass die
Menschen ihr Leben wieder selbstbestimmt führen können. Die
Einrichtungen der Wiener Wohnungslosenhilfe sind daher so
unterschiedlich wie die Bedürfnisse der Betroffenen. Mit
maßgeschneiderten Angeboten kann besser und zielgenauer geholfen
werden", unterstreicht Sozialstadträtin Brauner.
Tageszentrum und Wohnplätze für obdachlose Frauen
Seit 2003 hatte die Caritas mit maßgeblicher Unterstützung der
Stadt Wien das Frauenwohnzimmer, ein Tageszentrum, betrieben. Im
vergangenen Dezember ist das Frauenwohnzimmer aus dem 6. Bezirk in
die Leopoldstadt übersiedelt. In der Springergasse 5 stellen der
Fonds Soziales Wien (FSW) und die Caritas der Erzdiözese Wien ein
spezielles Angebot für wohnungslose Frauen zur Verfügung. Die Stadt
Wien hat die Kosten für die Sanierung des Objekts übernommen und
finanziert den laufenden Betrieb der Wohneinrichtung.
"Bei Frauen ist Obdachlosigkeit häufiger versteckt. Aus Angst
vor Wohnungslosigkeit bleiben viele Frauen z.B. in einer
Gewaltbeziehung, einfach um ein Dach über dem Kopf zu haben. Diese
Frauen zu unterstützen, ist mir ein besonderes Anliegen. Es freut
mich, dass wir mit der Springergasse nun auch ein spezielles Angebot
für wohnungslose Frauen bieten. Das FrauenWohnZentrum bietet
Rückzugsmöglichkeiten und Schutzräume zum Wohnen", sagt Brauner.
Das Haus unterteilt sich in zwei Bereiche: Im Erdgeschoß
befindet sich das Tageszentrum für bis zu 80 Frauen, das auch vom
Bundesministerium für Gesundheit und Frauen unterstützt wird. Das
FrauenWohnZentrum besteht aus vier Stockwerken mit insgesamt 32
Wohnplätzen für Frauen. Ein Teil davon ist für Frauen in akuter
Wohnungsnot und bietet kurzfristig ein Dach über dem Kopf. Diese
Plätze werden "niederschwellig" angeboten, d.h. dass die Frauen keine
Betreuungsvereinbarung eingehen und auch keiner sozialarbeiterischen
Betreuung zustimmen müssen. Die restlichen Wohnplätze bieten eine
längerfristige Wohnplatzsicherung und sind für Frauen, für die völlig
selbstständiges Wohnen im Augenblick nicht möglich ist und die
sozialarbeiterische Hilfestellung und Begleitung bewusst annehmen.
Die Rezeption ist rund um die Uhr besetzt, Notaufnahmen sind damit
auch in der Nacht möglich.
Professionelles Team begleitet die Frauen
Rund um Hausleiterin Elvira Loibl steht ein multiprofessionelles
Team von zehn Frauen für die Betreuung, Begleitung und Beratung der
Bewohnerinnen zur Verfügung. Sie wollen möglichst individuelle
Unterstützung leisten. "Die Frauen werden dabei bestärkt, ihre
eigenen Potentiale erkennen und nutzen zu können, um daraus wieder
Mut und Zuversicht für eine unabhängige Lebensgestaltung zu
schöpfen", sagt Caritasdirektor Landau.
Große Nachfrage, gute Vernetzung
Die 32 Wohnplätze waren innerhalb kurzer Zeit vergeben, zur Zeit
ist das ganze Haus belegt. "Das zeigt, dass unser Angebot sehr gut
angenommen wird", so Loibl, die auch schon das Frauenwohnzimmer der
Caritas geleitet hat. "Der Bedarf für ein spezielles Angebot für
wohnungslose Frauen war schon im Frauenwohnzimmer ersichtlich. Umso
glücklicher sind wir als Caritas, dass die Stadt Wien mit uns diese
Einrichtung ins Leben gerufen hat", so Landau. Besonders froh ist
Hausleiterin Elvira Loibl, dass die Klientinnen aus dem 6. Bezirk den
Weg in die neue Einrichtung gefunden haben: "Viele der Frauen, die
jetzt bei uns eingezogen sind, waren lange Zeit Besucherinnen im
Tageszentrum im 6. Bezirk. Dass wir ihnen jetzt hier auch dauerhaft
ein Dach über dem Kopf bieten können, ist für mich ein riesiger
Fortschritt!"
Großgeschrieben werden Kooperation und Vernetzung mit anderen
Einrichtungen in der Wohnungslosenhilfe. Um die Bewohnerinnen des
FrauenWohnZentrums bei Bedarf in anderen adäquaten Wohnangeboten
unterzubringen, wird mit dem Fachbereich "Betreutes Wohnen" im FSW
zusammen gearbeitet. Zuweisende Einrichtungen für die Wohnplätze in
der Springergasse sind die niederschwelligen Einrichtungen der
Wohnungslosenhilfe (die Gruft und das Tageszentrum
Josefstädterstraße) und das von der Caritas betriebene Wiener Service
für Wohnungslose P7. Auch aus den Notquartieren vom Haus
Gänsbachergasse und Caritas-Haus Miriam können Frauen aufgenommen
werden.
Rückfragehinweis:
Mag.a Doris Becker Pressesprecherin der Caritas Erzdiözese Wien Tel. 01/878 12-221 Mobil: 0664/848 26 18 E-Mail: [email protected] Mag. Stefan Hirsch Mediensprecher Stadträtin Mag.a Renate Brauner Tel.: 4000/81231 Handy: 0664/431 10 13 e-mail: [email protected]
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