• 28.03.2006, 13:19:41
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AK Präsident Tumpel zur Bawag Affäre

Klarstellung zur Funktion als Bawag-Aufsichtsrat

Wien (OTS) - Ich bin seit 9 Jahren in keiner Verbindung mit der
Bawag - außer dass ich ein Konto dort habe" erklärt AK Präsident
Herbert Tumpel. Als Tumpel AK Präsident wurde - im Frühjahr 1997 -
legte er alle anderen Funk-tionen, auch den Aufsichtsratsvorsitz in
der Bawag - zurück. Tumpel bestätigt, dass in seiner Zeit als
Auf-sichtsratsvorsitzender die Aufnahme von internationalen
Veranlagungen der Bawag durch den Aufsichtsrat genehmigt worden ist -
allerdings im Umfang begrenzt und nur mit Riskoeingrenzung, mit
Sicherstellungen und mit besonderer Berichtspflicht an den
Aufsichtsrat. "Hochriskante Spekulationen, wie offenbar später
erfolgt, sind damals nicht möglich gewesen, und es hat auch keine
Anzeichen gegeben, damals an der Risi-koeingrenzung und der
Sicherstellung der Geschäfte zu zweifeln", erklärt Tumpel.

1994 war die Bawag wegen Finanzgeschäften in Diskussion geraten,
daraufhin hatte der Vorstand diese beendet. Nach einer Prüfung durch
die Bankenaufsicht 1995 und nach dem Wechsel im Vorstand hat der neue
Vorsitzende Elsner den Aufsichtsrat ersucht, mit für Banken üblichen
Veranlagungen auf internationa-len Finanzmärkten wieder beginnen zu
können.

Der Aufsichtsrat hat unter Auflagen - nämlich einer Risiko- und
Volumsbegrenzung, Sicherstellungen und besonderer Berichtspflicht -
die Aufnahme banküblicher Veranlagungen genehmigt. Dieses Vorhaben
des Bawag-Vorstands ist auch öffentlich auf einer Pressekonferenz von
Vorstandsvorsitzendem Elsner bekannt gegeben worden; es handelte sich
um im nationalen und internationalen Bankgeschäft übliche Geschäfte.
Offenbar hat die Bawag bis 1998 aus diesen Geschäften auch Gewinne
gemacht, jedenfalls wurde dies dem Aufsichtsrat berichtet - zu einer
Zeit, als Tumpel dem Aufsichtsrat schon längst nicht mehr angehörte.

Offenbar seien die Volumina und die Risken später größer geworden,
als es die Auflagen an den Vorstand 1995 vorgesehen hatten. Tumpel
ist betroffen über die Risikospekulationen, die offenbar nach 1998
die Bank in große Schwierigkeiten gebracht haben. "In den Jahren 1995
bis 1997, zu meiner Zeit als Aufsichts-ratschef, hat es keine
Anzeichen gegeben, dass derartige Spekulationen möglich sind", sagt
Tumpel.

Rückfragehinweis:

Wolfgang Mitterlehner
   AK Wien Kommunikation
   tel.: (+43-1) 501 65-2631
   0664 301 42 65
   mailto:doris.strecker@akwien.at 
   http://wien.arbeiterkammer.at

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