Moser zu ÖBB: Gegen Personalabbau auf Biegen und Brechen

Service für BahnkundInnen muss oberste Priorität haben

Wien (OTS) - Angesichts der laufenden Verhandlungen über ein neues Dienstrecht verweist Gabriela Moser, Verkehrssprecherin der Grünen, auf die Erfordernisse der Leistungsqualität der ÖBB. "Personaleinsparungen auf Teufel komm raus am falschen Ort mindern die Sicherheit und verstärken betriebliche Defekte", so Moser. Gerade in jüngster Zeit häuften sich die Triebfahrzeugschäden, die dann zu einstündigen Verspätungen führten. "Die unsinnige Spaltung zwischen Infrastruktur Betriebs AG und Infrastruktur Bau AG sollte zurückgenommen werden. Dadurch und durch die Nutzung vorhandener Kapazitäten statt sündteurer Beraterverträge würden erhebliche Einsparungen erzielt werden können", so Moser.

Im jüngsten Rechungshofbericht habe sich zudem heftige Kritik an der mangelhaften Vorgangsweise bei der Vergabe von Bauvorhaben, wie am "stranded investment" des Semmeringtunnels alt und vor allem an den sündteueren Beratungsverträgen im Ausmaß von Dutzenden Millionen Euro gefunden. Im Zeitraum zwischen 1999 und 2001 betrugen die Beratungskosten 34,55 Mio Euro, 2004 sogar 56,18 Mio Euro. Damit lag der durchschnittliche Beratungsaufwand bis 2004 mit jährlich 18,73 Mio Euro um 63 Prozent über dem jährlichen Durchschnitt der Jahre 1999/2001. Dieser zusätzliche jährliche Beratungsaufwand von 7,21 Millionen entspräche den Kosten von 103 Arbeitsplätzen, stellte der Rechnungshof fest.
Gleichzeitig verweist der Rechnungshof im Zuge der Personalabbau-Diskussion auf das Experten-Programm Power 2005. Darin wird von einem Einsparungspotenzial von maximal 3.500 MitarbeiterInnen gesprochen, während die ÖBB-Führung kolportierte, bis zum Jahr 2010 an die 12.000 MitarbeiterInnen abbauen zu wollen. "Statt die ÖBB personalpolitisch kaputt zu sparen, müssen die großen milliardenteuren Bauvorhaben auf ihre Wirtschaftlichkeit hin überprüft und die KondInnenorientierung verbessert werden. Schaffnerlose Züge und übermüdete Lok-Führer sind ein Sicherheitsrisiko!" schließt Moser.

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