• 26.03.2006, 09:00:00
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"trend": AVAG-Gruppe hat Probleme mit Opel & Beyschlag

Österreichs größter Opelhändler schreibt rote Zahlen

Wien (OTS) - Die Wiener Beyschlag-Gruppe, die per 1. April 2005 zu
70 Prozent an die deutsche AVAG-Gruppe verkauft wurde, ist unter den
neuen Eigentümern in die Verlustzone gerutscht, berichtet das
Wirtschaftsmagazin "trend" in seiner am Dienstag erscheinenden
Ausgabe. Internen Quellen zufolge ist AVAG-Boss Albert Still zwar mit
den Stückzahlen und dem Vertriebserfolg seiner Österreich-Akquisition
einigermaßen zufrieden, nicht jedoch mit der Ertragssituation.
Dass die Beyschlag-Gruppe rote Zahlen schreibt, lässt sich auch
aus dem neuesten Geschäftsbericht der AVAG herauslesen. Darin heißt
es, dass drei der sechs neuen Wiener Gesellschaften (bei Beyschlag
wurde kräftig umstrukturiert) im Rumpfjahr April bis August 2005
einen Negativbeitrag zum Konzernergebnis von 224.000 Euro lieferten.
Und für das Wirtschaftsjahr 2005/06 wird die Absicht bekräftigt: "Bei
Opel & Beyschlag werden wir alles daran setzen, ein ausgeglichenes
Ergebnis zu realisieren."
Vor allem bei der früheren Beyschlag-Tochter Opel Nagl in
Klosterneuburg dürfte das schwierig sein. Dort wird zur Zeit laut
eurotax-Info vom 17. März geprüft, ob der Betrieb überhaupt
geschlossen oder aber mit hohen Neuinvestitionen aufgepäppelt wird.
AVAG-Sprecherin Stephanie Süskind bestätigt gegenüber "trend",
dass bezüglich einer Weiterführung von Opel Nagl noch keine
Entscheidung gefallen sei. Die Beyschlag-Verluste erklärt sie damit,
dass dort zuletzt viel investiert worden sei. So würden zur Zeit "die
verstaubten und konservativen Schauräume umgebaut". Auch der
Personalabbau koste Geld. Süskind: "Wir haben ja hier ein unheimlich
personalintensives Geschäft übernommen." Erfreulich hingegen seien
die Meldungen von der Absatzfront: "Eine 21prozentige Steigerung bei
den Neu- und Gebrauchtwagenauslieferungen ist doch sehr ordentlich."
Die AVAG-Gruppe hat im Jahr 2000 bereits einmal einen Betrieb in
Österreich - Opel Sulzbacher in Traun - übernommen. "Sulzbacher hat
nach der Übernahme genauso geblutet wie jetzt Beyschlag", meint
Süskind. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hingegen zählte das
Unternehmen, das mittlerweile seine Stückzahlen von 1000 auf über
2000 Fahrzeuge mehr als verdoppelt hat, trotz hoher Investitionen in
die Expansion nach Linz laut AVAG-Geschäftsbericht zum "Trio der
erfolgreichsten Auslandsbetriebe".
Marcel de Rycker, Verkaufsdirektor von GM Austria, ist laut
"trend" hochzufrieden mit der AVAG-Gruppe, die bereits rund 14
Prozent des Opel-Geschäfts in Österreich bestreitet, die
Flottenverkäufe noch gar nicht mit eingerechnet: "Die AVAG geht
aggressiv in den Markt, aber nicht nur mit Rabatten, sondern vor
allem mit einer systematischen und professionellen Aufarbeitung der
Schwachstellen."

Rückfragehinweis:
trend Redaktion
Tel.: (01) 534 70/3402

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