Frühjahrssitzung des Wiener Altstadterhaltungsfonds

Beschlüsse in der Höhe von 6,2 Millionen Euro gefasst

Wien (OTS) - Der Beirat des Wiener Altstadterhaltungsfonds (WAEF) beschloss in seiner ersten Sitzung des Jahres am vergangenen Dienstag die Förderung von 75 Objekten in der Höhe von insgesamt 6,2 Millionen Euro. Der Beirat setzt sich aus Mitgliedern aller im Gemeinderat vertretenen Parteien und aus stimmberechtigten Fachleuten zusammen. "Der Wiener Altstadterhaltungsfonds ist ein Instrument, das für die Erhaltung und Pflege des historischen Stadtbilds unverzichtbar ist," sagte Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny im Rahmen der Sitzung.

Im Zuge einer Generalsanierung wird etwa die Restaurierung der Alten Heumühle in der Schönbrunner Straße 2 mit 162.000 Euro unterstützt. Die ältesten Teile des zweigeschossigen Gebäudes reichen sogar bis Anfang des 14. Jahrhunderts zurück, wie durch bauhistorische Untersuchungen nachgewiesen werden konnte. Der Otto-Wagner-Bau in der Köstlergasse 3, den der Architekt auch selbst bewohnt hat, wird ebenfalls restauriert und schlägt sich mit 85.700 Euro zu Buche. Das Gebäude zählt zu einem der wichtigsten Miethausbauten Otto-Wagners in Wien. Das Haus "Zum Goldenen Bären" in der Kirchengasse 28 weist eine besonders schöne Biedermeierfassade auf, für deren Restaurierung ein Betrag von 152.000 Euro genehmigt wurde.

Von den 75 beschlossenen Objekten befinden sich ca. 20 im Eigentum von Glaubensgemeinschaften: Neben dem Stephansdom und der Karlskirche, die jährlich mit einem Fixbetrag bedacht werden, einigte man sich auf weitere sakrale Bau- und Kunstwerke, darunter die Kirchen Am Hof, Mexikoplatz, Bischof-Faber-Platz und Brigittaplatz.****

Altstadterhaltungsfonds: 1972 gegründet

Der Wiener Altstadterhaltungsfonds wurde 1972 gegründet mit der Aufgabe, die Restaurierung der historischen Ensembles in Wien zu unterstützen. Seit Gründung des Fonds wurden an mehr als 3900 Objekten Restaurierungs- und Konservierungsarbeiten mit über 196 Millionen Euro durchgeführt. Gefördert werden "stadtbildpflegerische Mehrleistungen", die öffentlich sichtbar und zugänglich sind, wie etwa Fassaden, Kircheninnenräumen und Geschäftsportale. Die Mitteln des Fonds werden aus dem Kulturförderungsbeitrag zur Verfügung gestellt. (Schluss) rar

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