- 23.03.2006, 12:10:01
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Frühjahrssitzung des Wiener Altstadterhaltungsfonds
Beschlüsse in der Höhe von 6,2 Millionen Euro gefasst
Wien (OTS) - Der Beirat des Wiener Altstadterhaltungsfonds (WAEF)
beschloss in seiner ersten Sitzung des Jahres am vergangenen Dienstag
die Förderung von 75 Objekten in der Höhe von insgesamt 6,2 Millionen
Euro. Der Beirat setzt sich aus Mitgliedern aller im Gemeinderat
vertretenen Parteien und aus stimmberechtigten Fachleuten zusammen.
"Der Wiener Altstadterhaltungsfonds ist ein Instrument, das für die
Erhaltung und Pflege des historischen Stadtbilds unverzichtbar ist,"
sagte Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny im Rahmen der
Sitzung.
Im Zuge einer Generalsanierung wird etwa die Restaurierung der
Alten Heumühle in der Schönbrunner Straße 2 mit 162.000 Euro
unterstützt. Die ältesten Teile des zweigeschossigen Gebäudes reichen
sogar bis Anfang des 14. Jahrhunderts zurück, wie durch
bauhistorische Untersuchungen nachgewiesen werden konnte. Der
Otto-Wagner-Bau in der Köstlergasse 3, den der Architekt auch selbst
bewohnt hat, wird ebenfalls restauriert und schlägt sich mit 85.700
Euro zu Buche. Das Gebäude zählt zu einem der wichtigsten
Miethausbauten Otto-Wagners in Wien. Das Haus "Zum Goldenen Bären" in
der Kirchengasse 28 weist eine besonders schöne Biedermeierfassade
auf, für deren Restaurierung ein Betrag von 152.000 Euro genehmigt
wurde.
Von den 75 beschlossenen Objekten befinden sich ca. 20 im
Eigentum von Glaubensgemeinschaften: Neben dem Stephansdom und der
Karlskirche, die jährlich mit einem Fixbetrag bedacht werden, einigte
man sich auf weitere sakrale Bau- und Kunstwerke, darunter die
Kirchen Am Hof, Mexikoplatz, Bischof-Faber-Platz und
Brigittaplatz.****
Altstadterhaltungsfonds: 1972 gegründet
Der Wiener Altstadterhaltungsfonds wurde 1972 gegründet mit der
Aufgabe, die Restaurierung der historischen Ensembles in Wien zu
unterstützen. Seit Gründung des Fonds wurden an mehr als 3900
Objekten Restaurierungs- und Konservierungsarbeiten mit über 196
Millionen Euro durchgeführt. Gefördert werden "stadtbildpflegerische
Mehrleistungen", die öffentlich sichtbar und zugänglich sind, wie
etwa Fassaden, Kircheninnenräumen und Geschäftsportale. Die Mitteln
des Fonds werden aus dem Kulturförderungsbeitrag zur Verfügung
gestellt. (Schluss) rar
Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Dr. Renate Rapf
Tel.: 4000/81 175
mailto:[email protected]
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