• 23.03.2006, 11:46:02
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Rübig: Europa muss in Energiefragen mit einer Stimme sprechen

Mehr erneuerbare Energie, weniger Abhängigkeit von Energieimporten

Brüssel, 23. März 2006 (ÖVP-PD) "Europa muss in Energiefragen
mit einer Stimme sprechen. Die EU braucht eine gemeinsame
Energiepolitik mit drei Zielen: Sicherung der Versorgung, Stärkung
der Wettbewerbsfähigkeit und Schutz unserer Umwelt", sagte heute,
Donnerstag, der Energiesprecher der EVP-ED Fraktion im Europäischen
Parlament, Dr. Paul Rübig. "Der Gasstreit zwischen Russland und
seinen Nachbarstaaten zeigte die Anfälligkeit der Union in Fragen
der Energieversorgung und -verteilung. Über 76 Prozent unseres
Erdölbedarfs, 53 Prozent unseres Erdgasbedarfs sowie 35 Prozent
unserer Kohlenachfrage müssen durch Einfuhren gedeckt werden.
Energiepolitik ist daher mit der Außen- und Sicherheitspolitik eng
verknüpft. Gute Beziehungen zu unsere Partnerländern und Nachbarn,
aber auch ein international anerkanntes Schlichtungssystem für
Konflikte im Zusammenhang mit der Lieferung und Verteilung von
Energie sind daher unerlässlich", so Rübig weiter. ****

Die Energiepolitik sei aber auch für die Schaffung von mehr
Beschäftigung und Wachstum prioritär: "Mit der Betonung der
Energieeffizienz durch das Grünbuch der Kommission können für
unsere kleinen und mittleren Betriebe in Europa völlig neue
Geschäftsfelder entstehen. Hier wird Beschäftigung im Handwerk
geschaffen, hier entstehen kleine Kreisläufe, die uns
Energieversorgungssicherheit geben", betonte der ÖVP-
Europaparlamentarier. Die Steigerung der Effizienz der
Energienutzung und die Verringerung des Verbrauchs durch
Einsparungen sollten erste Priorität haben. "Das wirtschaftliche
Potenzial, das durch Einsparung von mindestens 20 % des
Energieverbrauchs zu erreichen ist, ist groß und wird in Zukunft
angesichts steigender Energiepreise, technologischer Verbesserungen
und größenbedingter Kosteneinsparungen noch zunehmen. Wir benötigen
einen konstruktiven Dialog über Energieeffizienz und -einsparung,
der zu schrittweise harmonisierten Mindeststandards für die
Energieeffizienz führt", sagte Rübig.

Wenn keine zusätzlichen Maßnahmen ergriffen werden, wird die
Abhängigkeit der EU von Energieimporten bis 2030 voraussichtlich
auf 71 % steigen. Daher ist eine gezielte Förderung nachhaltiger
Energieträger ebenso unumgänglich wie eine drastische Senkung
unserer Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. "Das Europäische
Parlament fordert in seiner heutigen Entschließung alle
Mitgliedstaaten auf, umfangreiche Investitionen in eine wirklich
energieeffiziente Wirtschaft zu tätigen und ihre Anstrengungen zu
verdoppeln, um bis 2010 die Ziele eines Anteils von 12 % der
erneuerbaren Energieträger am Gesamtenergieverbrauch und eines
Anteils von 22,1 % an der Stromerzeugung zu erreichen", so Rübig.
Europa müsse hier auch seine führende Rolle gegenüber der
Konkurrenz behaupten. "Im Rahmen des EU-Forschungsprogramms müssen
die Biomasse und alle erneuerbaren Energiequellen erforscht werden.
Es gibt ein beträchtliches Potenzial für eine bessere Nutzung der
erneuerbaren Energieträger sowie für einen weltweiten Markt für
neue Ausrüstungen und Systeme, die auf erneuerbaren Energieträgern
basieren", sagte Rübig abschließend.

Rückfragen: MEP Dr. Paul Rübig, Tel.: 0032-2-284-5749
([email protected]) oder Mag. Philipp M. Schulmeister, EVP-ED
Pressestelle, Tel.: 0032-475-79 00 21

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