• 21.03.2006, 17:50:24
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Das Hochwasser 2005: Fakten, Analysen und Konsequenzen

Diskussion mit Experten und Entscheidungsträgern im Feldkircher Pförtnerhaus

Feldkirch (VLK) - Feldkirch (VLK) - Das Hochwasser 2005 und seine
Folgen: Gemeinsam mit Experten diskutierten lokale und regionale
Entscheidungsträger die Fakten, Analysen und Konsequenzen des
Hochwassers 2005 in Vorarlberg. Rund 170 Vertreter von Gemeinden,
Bauhöfen, Wasserverbänden sowie Techniker waren heute, Dienstag, der
Einladung der Vorarlberger Landesregierung in das Pförtnerhaus in
Feldkirch gefolgt. Für die Zukunft, so Landeshauptmann Herbert
Sausgruber, stehen Maßnahmen zur Erhöhung der Hochwassersicherheit im
Vordergrund.

Martin Weiß (Landeswasserbauamt) und Andreas Reiterer (Wildbach-
und Lawinenverbauung) gaben einen Überblick über das Schadensausmaß
in Vorarlberg. Die Gesamtschadenssumme beläuft sich auf 178 Millionen
Euro. Erfreut zeigte sich Landeshauptmann Sausgruber darüber, dass
"keine Familie, kein Unternehmen auf Grund dieses Schadensereignisses
finanziell ruiniert wurde". Durch die in den letzten Jahren
realisierten Schutzmaßnahmen der Wildbach- und Lawinenverbauung und
des Flussbaues sowie durch ein gut funktionierendes regionales
Krisenmanagement konnten noch größere Schäden verhindert werden, so
Sausgruber. In der Zukunft gelte es die richtigen Prioritäten zu
setzen und in die Vorsorge zu investieren. Die Mittel dafür werden
von Land und Bund aufgestockt.

Maßnahmen

In Anwesenheit der Landesräte Erich Schwärzler und Dieter Egger
gaben Helmut Habersack von der Wiener Universität für Bodenkultur und
der Schweizer Hochwasser-Experte Andreas Götz einen Überblick über
die notwendigen Maßnahmen zu Erhöhung der Hochwassersicherheit.
Habersack nannte dabei folgende Schwerpunkte:
- Verbesserung der Retensionsräume (Entlastungsräume), Schaffung von
Pufferzonen
- Dammbau entlang von Siedlungen, nicht entlang der Flüsse
- Entkoppelung von Uferböschungen und Dämmen
- Gemeindeübergreifende Betrachtung des Hochwasserschutzes.

Es gelte, so Andreas Götz, die Bereiche Prävention, Raumplanung,
bauliche Schutzmaßnahmen und Hilfe im Einsatzfall zu koordinieren.
Die öffentliche Hand könne dabei einen Grundsicherung schaffen,
Eigenvorsorge sei aber ebenfalls angebracht. Götz zeigte dies anhand
eines Beispieles auf: "Im Hochwasserfall sollten elektrische Geräte
nicht im Keller aufbewahrt werden. Auch einfache Barrieremaßnahmen
können vor Schlimmerem bewahren".

Für Thomas Blank, Vorstand der Abteilung Wasserwirtschaft, ist
der Gewässerschutz ein besonderes Anliegen: Die Instandhaltung und
Pflege der Gewässer müssen zeitgerecht erfolgen, "unter
Berücksichtigung der Sicherheit der Bevölkerung und der Ökologie".

Rückfragehinweis:

Landespressestelle Vorarlberg
   Tel.: 05574/511-20141
   Fax: 05574/511-20190
   Hotline: 0664/625 56 68 oder 625 56 67
   mailto:[email protected]
   http://www.vorarlberg.at/presse

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