Das Hochwasser 2005: Fakten, Analysen und Konsequenzen

Diskussion mit Experten und Entscheidungsträgern im Feldkircher Pförtnerhaus

Feldkirch (VLK) - Feldkirch (VLK) - Das Hochwasser 2005 und seine Folgen: Gemeinsam mit Experten diskutierten lokale und regionale Entscheidungsträger die Fakten, Analysen und Konsequenzen des Hochwassers 2005 in Vorarlberg. Rund 170 Vertreter von Gemeinden, Bauhöfen, Wasserverbänden sowie Techniker waren heute, Dienstag, der Einladung der Vorarlberger Landesregierung in das Pförtnerhaus in Feldkirch gefolgt. Für die Zukunft, so Landeshauptmann Herbert Sausgruber, stehen Maßnahmen zur Erhöhung der Hochwassersicherheit im Vordergrund.

Martin Weiß (Landeswasserbauamt) und Andreas Reiterer (Wildbach-und Lawinenverbauung) gaben einen Überblick über das Schadensausmaß in Vorarlberg. Die Gesamtschadenssumme beläuft sich auf 178 Millionen Euro. Erfreut zeigte sich Landeshauptmann Sausgruber darüber, dass "keine Familie, kein Unternehmen auf Grund dieses Schadensereignisses finanziell ruiniert wurde". Durch die in den letzten Jahren realisierten Schutzmaßnahmen der Wildbach- und Lawinenverbauung und des Flussbaues sowie durch ein gut funktionierendes regionales Krisenmanagement konnten noch größere Schäden verhindert werden, so Sausgruber. In der Zukunft gelte es die richtigen Prioritäten zu setzen und in die Vorsorge zu investieren. Die Mittel dafür werden von Land und Bund aufgestockt.

Maßnahmen

In Anwesenheit der Landesräte Erich Schwärzler und Dieter Egger gaben Helmut Habersack von der Wiener Universität für Bodenkultur und der Schweizer Hochwasser-Experte Andreas Götz einen Überblick über die notwendigen Maßnahmen zu Erhöhung der Hochwassersicherheit. Habersack nannte dabei folgende Schwerpunkte:
- Verbesserung der Retensionsräume (Entlastungsräume), Schaffung von Pufferzonen
- Dammbau entlang von Siedlungen, nicht entlang der Flüsse
- Entkoppelung von Uferböschungen und Dämmen
- Gemeindeübergreifende Betrachtung des Hochwasserschutzes.

Es gelte, so Andreas Götz, die Bereiche Prävention, Raumplanung, bauliche Schutzmaßnahmen und Hilfe im Einsatzfall zu koordinieren. Die öffentliche Hand könne dabei einen Grundsicherung schaffen, Eigenvorsorge sei aber ebenfalls angebracht. Götz zeigte dies anhand eines Beispieles auf: "Im Hochwasserfall sollten elektrische Geräte nicht im Keller aufbewahrt werden. Auch einfache Barrieremaßnahmen können vor Schlimmerem bewahren".

Für Thomas Blank, Vorstand der Abteilung Wasserwirtschaft, ist der Gewässerschutz ein besonderes Anliegen: Die Instandhaltung und Pflege der Gewässer müssen zeitgerecht erfolgen, "unter Berücksichtigung der Sicherheit der Bevölkerung und der Ökologie".

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