VEÖ: Österreichs E-Wirtschaft sorgt für Versorgungssicherheit

Kampf-Rhetorik des Umweltdachverbandes hat ausgedient

Wien (OTS) - "Die Kampf-Rhetorik des Umweltdachverbandes stammt
aus längst vergangen geglaubter Zeit und geht völlig am Thema vorbei. Hier wird mit unqualifizierten Pauschalurteilen agiert, die jeder Grundlage entbehren und sich selbst disqualifizieren", weist VEÖ-Präsident Leo Windtner die Angriffe von Gerhard Heilingbrunner, Präsident des Umweltdachverbandes, gegen die heimische Wasserkraftnutzung zurück. "Herr Heilingbrunner sollte inzwischen erkannt haben, dass die E-Wirtschaft als Buhmann der Umweltschützer längst ausgedient hat."

Die Elektrizitätswirtschaft von heute setzt auf Nachhaltigkeit -sowohl im Hinblick auf die Versorgungssicherheit, als auch bei Umweltschutz und Energiesparen. Und auch beim Kraftwerksbau gibt es den Widerspruch zwischen Ökologie und Ökonomie längst nicht mehr: Die heimische E-Wirtschaft hat bereits in der Vergangenheit im Kraftwerksbau viele ökologische Begleitmaßnahmen realisiert und internationale Maßstäbe gesetzt. Bei Wasserkraftwerks-Neubauten machen, wie das Beispiel Freudenau zeigt, diese Begleitmaßnahmen bis zu 15 Prozent und mehr von der Investitionssumme aus. Windtner: "Wir werden auch in Zukunft in den Umweltschutz investieren. Aber im Sinne der dringend benötigten heimischen Erzeugungskapazitäten muss Raum bleiben für eine umweltschonende und sinnvolle Nutzung der für Österreich äußerst wichtigen Wasserkraft. Der Anteil der Erzeugung aus Wasserkraft liegt in Österreich bei mehr als 60 Prozent, das heißt, bei dieser Diskussion geht es um die dringend benötigte Sicherung der Versorgung Österreichs mit elektrischer Energie. Und der E-Wirtschaft angesichts des europäischen Megathemas Energieversorgung 'Ausbauwahn' vorzuwerfen, scheint wohl mehr als unangebracht." Darüber hinaus wurden gerade erst durch die Investitionen der E-Wirtschaft viele Gebiete im Fremdenverkehrsland Österreich touristisch erschlossen und gehören heute zu den attraktivsten Freizeitressorts im Land.

Dringender Erzeugungsbedarf

Auch wenn man alle Stromsparpotenziale berücksichtigt, ist für Österreich von einem Verbrauchswachstum von mehr als zwei Prozent für die nächsten 15 Jahre auszugehen. Das einstige Stromexportland Österreich ist seit 2001 Netto-Stromimporteur, und bis 2020 wird die Lücke in der heimischen Erzeugung auf rund 5000 Megawatt ansteigen. "Wenn Österreich die Nachfrage nicht selbständig decken kann, muss immer mehr Strom importiert werden. Und da muss man sich dann schon der Frage stellen, ob dieser immer so umweltschonend erzeugt wird, wie hierzulande", gab VEÖ-Präsident Leo Windtner zu bedenken. In diesem Sinne spricht sich die E-Wirtschaft auch bei der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie für eine Umsetzung mit Augenmaß aus - um die wichtige umweltschonende Erzeugung aus erneuerbarer Wasserkraft nicht zu gefährden.

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