- 21.03.2006, 09:30:00
- /
- OTS0041 OTW0041
Ohne Hürden zur Österreichischen Plattform für Gesundheitsförderung
Die Homepage des Fonds Gesundes Österreich ist für Menschen mit Behinderungen "sehr gut" zugänglich
Wien (OTS) - Das Internet als Informationsmedium ist aus unserem
Alltag nicht mehr weg zu denken. Umso bedauerlicher, dass eine
Zielgruppe dabei oft ausgegrenzt wird: Behinderte Menschen. Viele
Homepagebetreiber achten nicht darauf, die Homepages so zu
programmieren, dass diese für Behinderte ohne Hürden zugänglich sind.
Nicht so die Homepage des Fonds Gesundes Österreich www.fgoe.org: Der
neue Webauftritt wurde von unabhängigen Prüfern unter die Lupe
genommen und erhielt 97 von 100 möglichen Punkten und damit das
Prädikat "sehr gut zugänglich".
"Barrierefreiheit" ist ein Grundrecht behinderter Menschen
Damit behinderte Menschen beim Surfen im Internet nicht durch
"elektronische Stolpersteine" behindert werden, sind bei der
Gestaltung von Homepages bestimmte Regeln einzuhalten, die unter dem
Stichwort "Barrierefreiheit" bekannt sind. Barrierefrei sind
Internetseiten, die Menschen mit Behinderung lesen, verstehen und wo
sie navigieren können. Internationale und deutsche Organisationen
haben für die barrierefreie Gestaltung von Homepages Standards
entwickelt, die der Maßstab sind, an dem sich diese messen lassen.
Gesetzliche Bestimmungen für die Einhaltung dieser Regeln bei
öffentlichen Websites folgten: Das heimische e-Governmentgesetz sieht
vor, dass behördliche Internetauftritte spätestens bis 1. Jänner 2008
barrierefrei gestaltet sind. "Es ist das Recht jedes behinderten
Menschen, am gesellschaftlichen Leben ohne Diskriminierung
teilzunehmen. Es gilt selbstverständlich auch im Internet Hürden zu
beseitigen und damit die Ausbildungs- und Berufschancen Behinderter
zu verbessern." unterstreicht Maria Rauch-Kallat,
Gesundheitsministerin und gleichzeitig Präsidentin des Fonds Gesundes
Österreich, die politische Dimension.
Vorbildwirkung für öffentliche und private Organisationen in
Österreich
Mit seinen Aktivitäten tritt der Fonds Gesundes Österreich dafür
ein, gesunde Lebensweisen und gesunde Lebenswelten für möglichst
viele Menschen in Österreich erreichbar zu machen: "Es war deshalb
bei der Neugestaltung unserer Homepage ein zentrales Anliegen,
Menschen mit Behinderung nicht auszuschließen. Eine unabhängige
Prüfinstanz wurde in das Projekt eingebunden, um Fehlentwicklungen
von Anfang an zu vermeiden." sagt der Geschäftsführer der großen
Österreichischen Plattform für Gesundheitsförderung Dennis Beck. Der
von zwei Prüfern des unabhängigen deutschen Gemeinschaftsprojektes
BIK durchgeführte abschließende Test belegt den Erfolg dieser
Strategie: Die Homepage des Fonds www.fgoe.org erhielt 97 von 100
möglichen Punkten und damit das Prädikat "sehr gut zugänglich". "Es
ist die erste Homepage außerhalb Deutschlands, die von der Prüfstelle
so positiv bewertet wurde." freut sich Dennis Beck.
Frau Susanne Lutz, Hauptprüferin und Expertin für barrierefreies
Internet der beim Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband e.V.
angesiedelten Berliner BIK-Beratungsstelle weiss um die
Vorbildwirkung einzelner Projekte: "Ich freue mich, dass wir nun auch
in Österreich auf ein Vorzeigeprojekt verweisen können. Wir hoffen,
dass viele öffentliche und private Organisationen in Österreich bald
diesem Beispiel folgen. Mit unseren unabhängigen Tests haben wir ein
Verfahren zur Hand, das bei der Entwicklung barrierefreier Webseiten
eine große Hilfe ist."
"Design" und "Barrierefreiheit" sind kein Widerspruch
Die Homepage wurde vom Fonds Gesundes Österreich gemeinsam mit der
Vorarlberger Agentur "Kombinat" umgesetzt. Es ging es darum,
Benutzerfreundlichkeit, Barrierefreiheit und Design unter einen Hut
zu bringen. "Mit unserer Seite können wir das Vorurteil widerlegen,
dass barrierefreie Seiten aufgrund der besonderen Regeln nicht
ansprechend designt sind." freut sich Mag. Markus Mikl, der für die
Öffentlichkeitsarbeit des Fonds Gesundes Österreich zuständig ist und
den Relaunch der Homepage technisch und inhaltlich betreut hat. Mit
dem jetzigen Erfolg ist für ihn aber das Thema Barrierefreiheit nicht
abgehakt. "Barrierefreiheit ist ein weiter andauernder Prozess, der
sowohl von den RedakteurInnen als auch den ProgrammiererInnen weiter
zu bedenken ist." weiß der Kommunikationsfachmann.
BIK ist ein Gemeinschaftsprojekt deutscher Blinden- und
Sehbehindertenverbände und der DIAS GmbH. Infos unter
www.bik-online.info
Die Kombinat Media Gestalter GmbH entwickelt "Funktionale
Web-Lösungen für´s Auge", Infos unter www.kombinat.at
Rückfragehinweis:
Mag. Markus Mikl
Pressereferent Fonds Gesundes Österreich
T: 01/ 895 04 00 - 16
[email protected]
www.fgoe.org
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FOG






