Ohne Hürden zur Österreichischen Plattform für Gesundheitsförderung

Die Homepage des Fonds Gesundes Österreich ist für Menschen mit Behinderungen "sehr gut" zugänglich

Wien (OTS) - Das Internet als Informationsmedium ist aus unserem Alltag nicht mehr weg zu denken. Umso bedauerlicher, dass eine Zielgruppe dabei oft ausgegrenzt wird: Behinderte Menschen. Viele Homepagebetreiber achten nicht darauf, die Homepages so zu programmieren, dass diese für Behinderte ohne Hürden zugänglich sind. Nicht so die Homepage des Fonds Gesundes Österreich www.fgoe.org: Der neue Webauftritt wurde von unabhängigen Prüfern unter die Lupe genommen und erhielt 97 von 100 möglichen Punkten und damit das Prädikat "sehr gut zugänglich".

"Barrierefreiheit" ist ein Grundrecht behinderter Menschen

Damit behinderte Menschen beim Surfen im Internet nicht durch "elektronische Stolpersteine" behindert werden, sind bei der Gestaltung von Homepages bestimmte Regeln einzuhalten, die unter dem Stichwort "Barrierefreiheit" bekannt sind. Barrierefrei sind Internetseiten, die Menschen mit Behinderung lesen, verstehen und wo sie navigieren können. Internationale und deutsche Organisationen haben für die barrierefreie Gestaltung von Homepages Standards entwickelt, die der Maßstab sind, an dem sich diese messen lassen.

Gesetzliche Bestimmungen für die Einhaltung dieser Regeln bei öffentlichen Websites folgten: Das heimische e-Governmentgesetz sieht vor, dass behördliche Internetauftritte spätestens bis 1. Jänner 2008 barrierefrei gestaltet sind. "Es ist das Recht jedes behinderten Menschen, am gesellschaftlichen Leben ohne Diskriminierung teilzunehmen. Es gilt selbstverständlich auch im Internet Hürden zu beseitigen und damit die Ausbildungs- und Berufschancen Behinderter zu verbessern." unterstreicht Maria Rauch-Kallat, Gesundheitsministerin und gleichzeitig Präsidentin des Fonds Gesundes Österreich, die politische Dimension.

Vorbildwirkung für öffentliche und private Organisationen in Österreich

Mit seinen Aktivitäten tritt der Fonds Gesundes Österreich dafür ein, gesunde Lebensweisen und gesunde Lebenswelten für möglichst viele Menschen in Österreich erreichbar zu machen: "Es war deshalb bei der Neugestaltung unserer Homepage ein zentrales Anliegen, Menschen mit Behinderung nicht auszuschließen. Eine unabhängige Prüfinstanz wurde in das Projekt eingebunden, um Fehlentwicklungen von Anfang an zu vermeiden." sagt der Geschäftsführer der großen Österreichischen Plattform für Gesundheitsförderung Dennis Beck. Der von zwei Prüfern des unabhängigen deutschen Gemeinschaftsprojektes BIK durchgeführte abschließende Test belegt den Erfolg dieser Strategie: Die Homepage des Fonds www.fgoe.org erhielt 97 von 100 möglichen Punkten und damit das Prädikat "sehr gut zugänglich". "Es ist die erste Homepage außerhalb Deutschlands, die von der Prüfstelle so positiv bewertet wurde." freut sich Dennis Beck.

Frau Susanne Lutz, Hauptprüferin und Expertin für barrierefreies Internet der beim Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. angesiedelten Berliner BIK-Beratungsstelle weiss um die Vorbildwirkung einzelner Projekte: "Ich freue mich, dass wir nun auch in Österreich auf ein Vorzeigeprojekt verweisen können. Wir hoffen, dass viele öffentliche und private Organisationen in Österreich bald diesem Beispiel folgen. Mit unseren unabhängigen Tests haben wir ein Verfahren zur Hand, das bei der Entwicklung barrierefreier Webseiten eine große Hilfe ist."

"Design" und "Barrierefreiheit" sind kein Widerspruch

Die Homepage wurde vom Fonds Gesundes Österreich gemeinsam mit der Vorarlberger Agentur "Kombinat" umgesetzt. Es ging es darum, Benutzerfreundlichkeit, Barrierefreiheit und Design unter einen Hut zu bringen. "Mit unserer Seite können wir das Vorurteil widerlegen, dass barrierefreie Seiten aufgrund der besonderen Regeln nicht ansprechend designt sind." freut sich Mag. Markus Mikl, der für die Öffentlichkeitsarbeit des Fonds Gesundes Österreich zuständig ist und den Relaunch der Homepage technisch und inhaltlich betreut hat. Mit dem jetzigen Erfolg ist für ihn aber das Thema Barrierefreiheit nicht abgehakt. "Barrierefreiheit ist ein weiter andauernder Prozess, der sowohl von den RedakteurInnen als auch den ProgrammiererInnen weiter zu bedenken ist." weiß der Kommunikationsfachmann.

BIK ist ein Gemeinschaftsprojekt deutscher Blinden- und Sehbehindertenverbände und der DIAS GmbH. Infos unter www.bik-online.info

Die Kombinat Media Gestalter GmbH entwickelt "Funktionale Web-Lösungen für´s Auge", Infos unter www.kombinat.at

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Markus Mikl
Pressereferent Fonds Gesundes Österreich
T: 01/ 895 04 00 - 16
markus.mikl@fgoe.org
www.fgoe.org

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