Ausstellungen: "Die Sammlungen der Angewandten - Neuerwerbungen und Aktivitäten" sowie "PreisträgerInnen des Otto-Prutscher-Fonds 2005"

Wien (OTS) - Die Sammlungen der Universität für angewandte Kunst Wien verfügen über einen Gesamtbestand von rund 60.000 Objekten aus allen Bereichen, die an der Angewandten gelehrt werden - Malerei, Grafik, Fotografie, Skulptur, alle Bereiche der angewandten Kunst, Mode, Architekturpläne und -modelle, Plakate, Videos, bibliophile Publikationen.

Im Bestand der Sammlungen gibt es mehrere Schwerpunkte, die sowohl im österreichischen Kontext als auch international von Bedeutung sind. Dazu gehören:

  • Kunst der Wiener Werkstätte, Jugendstil, Wiener Moderne
  • Architekturmodelle bedeutender Bauten der österreichischen Moderne
  • Beispiele aus allen Bereichen der angewandten und bildenden Kunst des 20. Jhs.
  • die Sammlung Kostüm und Mode mit historischem Bestand seit dem 18. Jh.
  • das Oskar-Kokoschka-Zentrum (Studienbibliothek, Fotosammlung, Archivalien, seit 2005 die private Bibliothek von Oskar und Olda Kokoschka)
  • der Nachlaß Margarete Schütte-Lihotzky

Die Bedeutung dieser Bestände zeigt sich daran, dass sie laufend als Leihgaben für große internationale Ausstellungen angefragt werden. Dazu gehörten 2005 u. a. Ausstellungen in Paris/Grand Palais, Brüssel/Palais des Beaux-Arts, Bilbao/Guggenheim Museum, St. Petersburg/Eremitage, Frankfurt/Schirn Kunsthalle, Brighton Museum & Art Gallery, Stockholm/Svenskt Tenn.

Mit den eingenommenen Leihgebühren und mit Gebühren für Bildrechte bei Publikationen können durch die Sammlungen (in sehr begrenztem Umfang) Ankäufe durchgeführt werden. Diese Ankäufe galten 2005 fast ausschließlich Werken von eigenen AbsolventInnen der jüngeren und jüngsten Generation. Mit wenigen Ausnahmen entstanden die angekauften Werke zwischen 2002 und 2005. Vielfach wurden den Sammlungen wichtige Werke, aber auch Dokumente oder Forschungsmaterialien, von ehemaligen Professoren, von AbsolventInnen und von anderen Mäzenen geschenkt.

Die Sammlungen verfügen über keine permanente Ausstellungsmöglichkeit. Daher sind Ausstellungsbeteiligungen, eigene Ausstellungen, Dauerleihgaben im eigenen Haus und bei Institutionen und Firmen wichtige Präsentationsmöglichkeiten. Die nicht gezeigten Bestände der Sammlungen sind in verschiedenen Depots gelagert und bedürfen dauernder Depotbetreuung und konservatorischer Pflege.

Die Ausstellung "PreisträgerInnen des Otto-Prutscher-Fonds 2005" zeigt die durch die Jury prämierten Ergebnisse eines Wettbewerbs, der jährlich für alle Studierende und AbsolventInnen (bis ein Jahr nach Ende des Studiums) an der Universität für angewandte Kunst ausgeschrieben wird. Der Preis ist nach Otto Prutscher (1880-1949) benannt, der zwei Jahrzehnte Professor an der Kunstgewerbeschule und ein hervorragender Architekt und Designer der Wiener Werkstätte und des Jugendstils war. Der Fonds wurde im "Verein Stubenring 3 -Freunde der Universität für angewandte Kunst" unter der Präsidentschaft von KR Fritz Schedlmayer und auf Anregung von Dr. Erika Patka gegründet. Ziel des Fonds ist die Förderung des künstlerischen und wissenschaftlichen Nachwuchses der Universität für angewandte Kunst Wien. Er soll begabten Studierenden das Studium bzw. die Durchführung von Projekten erleichtern.

Die beiden Ausstellungen zeigen rund 100 in jüngster Zeit (2005/06) erworbene Kunstwerke, dazu weitere Neuerwerbungen wie Fotos, Dokumente, Bücher etc. Gezeigt werden auch prämierte Arbeitsprojekte von Studierenden und AbsolventInnen. Zugleich bietet die Ausstellung Einblick in laufende Forschungsprojekte sowie in Kooperationen bei Ausstellungen und Publikationen.

Ausstellungskonzept:
Patrick Werkner

Kuratiert durch Patrick Werkner, Vera Vogelsberger, Ulrike Matzer, Silvia Herkt, Elke Handel

KuratorInnen für die Präsentation Kostüm und Mode: Elisabeth Frottier, Carmen Bock, Doris Drochter
Kuratorin Prutscher-PreisträgerInnen: Vera Vogelsberger

Ausstellungsarchitektur und grafische Gestaltung: Arch. Checo Sterneck

Ausstellungsdauer:
15. März - 7. April 2006

Öffnungszeiten:
Montag - Freitag, 11 - 18 Uhr
23. und 24. März geschlossen.

Rückfragen & Kontakt:

Universität für angewandte Kunst Wien
Mag. Anja Seipenbusch-Hufschmied
T: +43-1-711 33 2160
pr@uni-ak.ac.at, dieangewandte.at

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