- 15.03.2006, 14:59:12
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Ausstellungen: "Die Sammlungen der Angewandten - Neuerwerbungen und Aktivitäten" sowie "PreisträgerInnen des Otto-Prutscher-Fonds 2005"
Wien (OTS) - Die Sammlungen der Universität für angewandte Kunst
Wien verfügen über einen Gesamtbestand von rund 60.000 Objekten aus
allen Bereichen, die an der Angewandten gelehrt werden - Malerei,
Grafik, Fotografie, Skulptur, alle Bereiche der angewandten Kunst,
Mode, Architekturpläne und -modelle, Plakate, Videos, bibliophile
Publikationen.
Im Bestand der Sammlungen gibt es mehrere Schwerpunkte, die sowohl
im österreichischen Kontext als auch international von Bedeutung
sind. Dazu gehören:
- Kunst der Wiener Werkstätte, Jugendstil, Wiener Moderne - Architekturmodelle bedeutender Bauten der österreichischen Moderne - Beispiele aus allen Bereichen der angewandten und bildenden Kunst des 20. Jhs. - die Sammlung Kostüm und Mode mit historischem Bestand seit dem 18. Jh. - das Oskar-Kokoschka-Zentrum (Studienbibliothek, Fotosammlung, Archivalien, seit 2005 die private Bibliothek von Oskar und Olda Kokoschka) - der Nachlaß Margarete Schütte-Lihotzky
Die Bedeutung dieser Bestände zeigt sich daran, dass sie laufend
als Leihgaben für große internationale Ausstellungen angefragt
werden. Dazu gehörten 2005 u. a. Ausstellungen in Paris/Grand Palais,
Brüssel/Palais des Beaux-Arts, Bilbao/Guggenheim Museum, St.
Petersburg/Eremitage, Frankfurt/Schirn Kunsthalle, Brighton Museum &
Art Gallery, Stockholm/Svenskt Tenn.
Mit den eingenommenen Leihgebühren und mit Gebühren für Bildrechte
bei Publikationen können durch die Sammlungen (in sehr begrenztem
Umfang) Ankäufe durchgeführt werden. Diese Ankäufe galten 2005 fast
ausschließlich Werken von eigenen AbsolventInnen der jüngeren und
jüngsten Generation. Mit wenigen Ausnahmen entstanden die angekauften
Werke zwischen 2002 und 2005. Vielfach wurden den Sammlungen wichtige
Werke, aber auch Dokumente oder Forschungsmaterialien, von ehemaligen
Professoren, von AbsolventInnen und von anderen Mäzenen geschenkt.
Die Sammlungen verfügen über keine permanente
Ausstellungsmöglichkeit. Daher sind Ausstellungsbeteiligungen, eigene
Ausstellungen, Dauerleihgaben im eigenen Haus und bei Institutionen
und Firmen wichtige Präsentationsmöglichkeiten. Die nicht gezeigten
Bestände der Sammlungen sind in verschiedenen Depots gelagert und
bedürfen dauernder Depotbetreuung und konservatorischer Pflege.
Die Ausstellung "PreisträgerInnen des Otto-Prutscher-Fonds 2005"
zeigt die durch die Jury prämierten Ergebnisse eines Wettbewerbs, der
jährlich für alle Studierende und AbsolventInnen (bis ein Jahr nach
Ende des Studiums) an der Universität für angewandte Kunst
ausgeschrieben wird. Der Preis ist nach Otto Prutscher (1880-1949)
benannt, der zwei Jahrzehnte Professor an der Kunstgewerbeschule und
ein hervorragender Architekt und Designer der Wiener Werkstätte und
des Jugendstils war. Der Fonds wurde im "Verein Stubenring 3 -
Freunde der Universität für angewandte Kunst" unter der
Präsidentschaft von KR Fritz Schedlmayer und auf Anregung von Dr.
Erika Patka gegründet. Ziel des Fonds ist die Förderung des
künstlerischen und wissenschaftlichen Nachwuchses der Universität für
angewandte Kunst Wien. Er soll begabten Studierenden das Studium bzw.
die Durchführung von Projekten erleichtern.
Die beiden Ausstellungen zeigen rund 100 in jüngster Zeit
(2005/06) erworbene Kunstwerke, dazu weitere Neuerwerbungen wie
Fotos, Dokumente, Bücher etc. Gezeigt werden auch prämierte
Arbeitsprojekte von Studierenden und AbsolventInnen. Zugleich bietet
die Ausstellung Einblick in laufende Forschungsprojekte sowie in
Kooperationen bei Ausstellungen und Publikationen.
Ausstellungskonzept:
Patrick Werkner
Kuratiert durch Patrick Werkner, Vera Vogelsberger, Ulrike Matzer,
Silvia Herkt, Elke Handel
KuratorInnen für die Präsentation Kostüm und Mode: Elisabeth
Frottier, Carmen Bock, Doris Drochter
Kuratorin Prutscher-PreisträgerInnen: Vera Vogelsberger
Ausstellungsarchitektur und grafische Gestaltung: Arch. Checo
Sterneck
Ausstellungsdauer:
15. März - 7. April 2006
Öffnungszeiten:
Montag - Freitag, 11 - 18 Uhr
23. und 24. März geschlossen.
Rückfragehinweis:
Universität für angewandte Kunst Wien
Mag. Anja Seipenbusch-Hufschmied
T: +43-1-711 33 2160
[email protected], dieangewandte.at
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