• 14.03.2006, 14:41:21
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Belvedere zeigt Hauptwerke Boeckls anlässlich des 40. Todestages.

Ausstellung des Boeckl-Bestandes der Österreichischen Galerie im Oberen Belvedere

Wien (OTS) - Anlässlich des 40. Todestages des bedeutenden
österreichischen Künstlers Herbert Boeckl (3.6.1894 Klagenfurt -
20.1.1966 Wien) zeigt die Österreichische Galerie Belvedere ab 21.
März einen Überblick über Hauptwerke Boeckls aus den Beständen der
Österreichischen Galerie. Die aktuelle Präsentation vereint alle 22
Werke (20 Gemälde,eine Zeichnung und eine Bronze), welche die
Österreichische Galerie Belvedere heute von Herbert Boeckl besitzt.
Die meisten Bilder wurden bereits unmittelbar nach ihrer Entstehung
vom Museum erworben. Das am frühesten entstandene Bild der Sammlung
ist ein Frühwerk Boeckls, das "Bildnis Bruno Grimschitz" aus dem
Kriegsjahr 1915. Boeckl war zur Zeit der Entstehung des Porträts
knapp über 20 Jahre alt. Grimschitz (1892 Moosburg (Kärnten) - 1964
Wien) war Freund Boeckls und Kustos der Österreichischen Galerie
sowie Direktor des Museums von 1939 bis 1945 Er löste den von den
Nationalsozialisten "aus gesundheitlichen Gründen" nach dem Anschluss
seines Amtes enthobenen legendären Franz Martin Haberditzl (Direktor
1915 bis 1938) ab, dessen enger Mitarbeiter er war. 10 Werke Boeckls
wurden bereits unter Haberditzl Teil der Sammlungen des Belvedere.
Unter den Boeckl-Werken der österreichischen Galerie sind das
Selbstbildnis von 1923, die Darstellungen des Steinbruchs bei St.
Margarethen (40er Jahre) oder eine Version des Fliegenden Spechtes
(1950) besonders hervorzuheben.

Mit seiner wuchtigen, pastosen Farbfleckenmalerei ist Herbert
Boeckl Hauptexponent des österreichischen Expressionismus nach 1918.
Ab 1945 erfolgt eine Annäherung an die gegenstandslose
Farbflächenmalerei. Boeckls künstlerische Ausstrahlung wurde von
einer regen Lehrtätigkeit an der Akademie der bildenden Künste in
Wien begleitet. Von 1935 bis 1939 leitete er eine Meisterklasse für
Malerei, nach 1939 betreute er den so genannten "Abendakt". Boeckl
wurde so zur prägenden Kraft einer ganzen Schülergeneration. Er stand
der Akademie mehrfach auch als Rektor vor.
Die Ausstellung zeigt weiters beispielhaft Werke aus dem
Schülerkreis Herbert Boeckls an der Akademie, etwa von Carl Unger,
Walter Eckert und Maria Lassnig.

Noch bis 5. Juni ist im Oberen Belvedere die Retropsektive "Carl
Unger (1915-1995). Variationen" über das Kunstschaffen von Boeckls
Schwiegersohn im Oberen Belvedere zu sehen. Und bis 21. Mai gibt -
ebenfalls im Oberen Belvedere - die Ausstellung "Kunst fürs 20er
Haus. Aus der Sammlung des 20. Jahrhunderts der Österreichischen
Galerie Belvedere" in Hinblick auf die Sanierung des 20er Hauses
einen Querschnitt durch die Besände der Sammlung des 20. Jahrhunderts
der Österreichischen Galerie Belvedere.

Herbert Boeckl (1894-1966) zum 40. Todestag
Aus den Beständen der Österreichischen Galerie Belvedere

21. März 2006 bis 18. Juni 2006

Österreichische Galerie Belvedere
Oberes Belvedere
Prinz Eugen-Str. 27, 1030 Wien

Di-So, 10-18 Uhr
www.belvedere.at
Info: t +43/1/79 557-134

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   Leiter der Abt. PR / Marketing
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   Mobil: +43/664/383 91 14
   Fax: +43/1/79 557-130
   E-Mail: [email protected] 
   
   Sigrid Sprung
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   Wissenschaftliche Anstalt öffentlichen Rechts Prinz Eugen-Straße 27 1030 Wien
   www.belvedere.at

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