- 09.03.2006, 13:39:07
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"Remapping Mozart": Verborgenen Geschichte sichtbar machen
Wien (OTS) - Verborgene Geschichten und Geschichte, die sich
hinter der gängigen Geschichtsschreibung verbergen, sollen mit dem
Projekt "Remapping Mozart" sichtbar gemacht werden. Am ersten
Ausstellungs- und Veranstaltungsort, im Habig-Foyer der Klavierfabrik
Bösendorfer, 4., Graf-Starhemberg-Gasse 14 präsentierte
Mozart-Intendant Dr. Peter Marboe mit dem KuratorInnenteam mit Lisl
Ponger das Vorhaben. Zahlreiche internationale Künstler und
Mitwirkende tragen dazu bei, Geschichte, von Mozart, seiner Zeit ,
seinem Werk und seiner Rezeption ausgehend, neu zu schreiben und auf
politische, gesellschaftliche., kulturelle Perspektiven und
Hintergründe abzuklopfen, die normalerweise, in der von der Sicht
der Mächtigen und der Mehrheit geschriebenen Fassung zu kurz kommen.
Mit vier Ausstellungsteilen, genannt Konfigurationen, mit weiteren
Standorten im 2., 16. und 15. Bezirk und einem breiten
Veranstaltungsspektrum lädt das Projekt die Bevölkerung ein, sich mit
neuen Sichtweisen der Geschichte auseinanderzusetzen, die auch in die
zukünftige Betrachtung fortwirken sollen.****
Allen vier Konfigurationen sind mit einem Zitat aus einem
Mozart-Libretto betitelt. "Wer alles zu verlieren hart, muss alles
wagen!" aus der "Entführung aus dem Serail" steht über der
Ausstellung bei Bösendorfer (10. März bis 18. April) zur Thematik
Repräsentation, Öffentlichkeit und Bühne, wobei der konstruierte und
imaginierte "fremde und exotische Orient" im Zentrum der Betrachtung
steht. Dabei wird, wie in den folgenden Konfigurationen, auch
"schwarze österreichische Geschichte" "selbst erzählt anstatt erzählt
zu werden", die afrikanische Diaspora in Österreich dargestellt.
"Frisch zum Kampfe! frisch zum Streite!", ebenfalls aus der
"Entführung", ist der Titel der Schau am Max Winter-Platz im
Stuwerviertel vom 4. Mai bis 11. Juni. Thema sind gesellschaftliche
und soziale Verwerfungen und Kämpfe in der Zeit Mozarts mit ihren
Auswirkungen bis ins Heute. Mögliche politische und gesellschaftliche
Gegenentwürfe werden unter einem dritten Zitat aus der Entführung aus
dem Serail "Was in aller Welt unmöglich scheint" vom 22. Juni bis 30.
Juli in der Kuffner Sternwarte in Ottakring thematisiert. Die Themen
aller vorhergegangenen Teile werden im letzten Teil des Projekts, der
Konfiguration "Es ist kein Traum" (Tamino in der "Zauberflöte")
verdichtet. Schauplatz ist das "Brick-5" , Fünfhausgasse 5, im
fünfzehnten Bezirk vom 7. September bis 15. Oktober.
Drei Interventionen zu den Themen Orientalismus und Exotismus,
Nationalsozialsmus/Exil/ Republik und Gender/Queer begleiten die
ersten drei Konfigurationen, einen Fülle an Veranstaltungen - Filme,
Vorträge, Lesungen, etc. - trägt zur Diskussion um die Themenblöcke
bei. Der Eintritt ist überall frei, ein viersprachiges Programmbuch
(deutsch, englisch, türkisch, bosnisch/kroatisch/serbisch) ist ebenso
wie eine im Oktober erscheinende CD gratis erhältlich.
o Aktuelle Informationen unter http://www.remappingmozart.mur.at/
(Schluss) gab
Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Ulla Kalchmair
Pressesprecherin Wiener Mozartjahr 2006
1., Mahlerstraße 14
Tel.: 512 56 30-26
Mobil: 0664/82 007 01
mailto:[email protected]
http://wienmozart2006.at/
Carola Platzek
Presse
Verborgene Geschichte/n - remapping Mozart
6., Gumpendorfer Straße 15/13
Tel.: 586 12 49-17
Fax: 586 82 17
mailto:[email protected]
http://www.remappingmozart.mur.at/
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