- 07.03.2006, 10:59:53
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Gelenksersatz aus neuem Material auch für Allergiker
Oxinium Implantate als künstlicher Gelenksersatz mit 85 Prozent weniger Abrieb Wien (OTS) - 14.000 Kniegelenke werden jährlich in Österreich künstlich ersetzt. Die Knieendoprothese ist für den Patienten mit Kniegelenksarthrose oft die einzige Möglichkeit, schmerzfrei zu werden. Jedoch leiden 640.000 Personen an einer Nickelallergie. Für diese Patienten war es bislang schwer, Prothesen zu implantieren. Ein neues Material mit einer keramikähnlichen Oberfläche ist nun auch für Allergiker die optimale Lösung. +++ 82.407 Patienten mit Arthropathien, Arthrosen und anderen Gelenksschädigungen wurden in Österreich allein 2003 verzeichnet. Die häufigste Arthroseerkrankung ist dabei die Gonarthrose (Kniegelenksarthrose): 75 Prozent der über 50-Jährigen sind davon betroffen. Das geht aus der Gesundheitsstatistik 2003 hervor. Unter Gonarthrose versteht man alle verschleißbedingten Erkrankungen des Kniegelenkes, die durch eine zunehmende Zerstörung des Gelenkknorpels unter Mitbeteiligung der Gelenkstrukturen wie Knochen, Gelenkkapsel sowie gelenknaher Muskulatur gekennzeichnet sind. Therapiert wird die Kniegelenksarthrose im Endstadium mit dem charakteristischen rückgebildeten Knorpel durch den Ersatz mit einer künstlichen Knieprothese. Knieprothesen steigen an Bedeutung und verbessern die Lebensqualität Die Knieendoprothetik hat in den letzten Jahren zusehens an Bedeutung gewonnen. Immer mehr Patienten mit einem Problem des Stütz- und Bewegungsapparats benötigen ein gutes Implantat. Wurden 1998 österreichweit noch 11.978 Kniegelenke künstlich ersetzt, waren es 2001 bereits 13.163, das entspricht einer Steigerung um knapp zehn Prozent in drei Jahren. Der Einsatz von künstlichen Kniegelenken ist heute einer der häufigsten Eingriffe der modernen Orthopädie: Allein 2003 wurden in Österreich rund 14.000 Kniegelenke ersetzt. Die Knieendoprothese trägt in vielen Fällen wesentlich dazu bei, dass Patienten, die lange an den schweren Schmerzen ihrer Arthrose gelitten haben, wieder ein normales Leben führen können. Die Prothese gibt dem Patient wieder Mobilität und stellt eine nahezu gesunde Physiologie her. Experten bestätigen: Oxinium-Prothesen ideal für minimal-invasiven Einsatz Seit einiger Zeit kommt ein neues Material namens Oxinium bei der Endoprothetik zum Einsatz. Bei der Implantationstechnik werden grundsätzlich zwei Verfahren unterschieden: die minimal-invasive und die konventionelle Implantation. Das minimal-invasive Verfahren macht nur einen kleinen Schnitt notwendig, wodurch der Streckmechanismus intakt gelassen wird. Muskeln und Sehnen bleiben geschont. Im Gegensatz dazu wird bei der konventionellen Technik der Streckapparat längs durchtrennt. Dr. Thomas Paszicsnyek, Facharzt für Orthopädie und orthopädische Chirurgie, hat von 2003 bis 2006 rund 87 Patienten mit einem Durchschnittsalter von 68 Jahren Oxinium-Knieprothesen eingesetzt. Dabei wurden die Patienten in zwei Gruppen unterteilt: Einer Gruppe wurde die Knieprothese minimal-invasiv eingesetzt, der anderen auf konventionelle Weise. Im Vergleich wurden nach der Operation bei der Gruppe, die die Knieprothese minimal-invasiv eingesetzt bekommen hat, bessere Ergebnisse festgestellt: Sie erreichte eine bessere Beweglichkeit bei der Entlassung und die Vollbelastung ohne Stützkrücken war bei ihr zu einem früheren Zeitpunkt möglich als bei der anderen Gruppe. Der signifikanteste Unterschied zeigte sich beim Schmerzverlust. "Bei der konventionell versorgten Gruppe bestand eine deutlich größere Notwendigkeit bei der Schmerzversorgung als bei der minimal-invasiv behandelten Gruppe: Bei ihr konnte man schon am fünften Tag die Schmerzmittel schrittweise reduzieren", stellte Paszicsnyek fest. Auch zeigte sich bei der minimal-invasiv behandelten Gruppe ein um ein Viertel Liter geringerer Blutverlust: 0,5 Liter bei der minimal-invasiven Technik zu 0,75 Liter bei der offenen Technik. "Mit dem Oxinium-Knie haben wir eine gute Möglichkeit für ein blutsparendes und patientenfreundliches System gefunden", fasst Paszicsnyek zusammen. Insgesamt wurden allein im vergangenen Jahr 27.359 Knieprothesen aus Oxinium implantiert. Oxinium Alternative für die rund 640.000 nickelempfindliche Arthrosepatienten Oxinium ist eine Metalllegierung, deren Oberfläche aus Keramik besteht. Das Material besteht aus 97,5 Prozent Zirkonium und 2,5 Prozent Niob. Das Grundmaterial Zirkonium ist eines der biokompatibelsten Metalle mit einer sehr hohen Bruch- und Dauerfestigkeit, ähnlich der Kobalt-Chrom-Legierung, und einem Elastizitätsmodul, das dem von Titanlegierungen nahezu entspricht. Die keramische Oberfläche von Oxinium ist keine Beschichtung, sondern das an der Oberfläche durch einen Oxidations- und Wärmebehandlungsprozess in Keramik umgewandelte Zirkonium. Zirkonium gehört neben Titan, Tantal, Platin und Niob zu der Gruppe der fünf biokompatibelsten Metallen der Erde, es ist also für den Körper sehr gut verträglich. Die Körperverträglichkeit von Oxinium wurde durch Tests in Übereinstimmung mit ASTM und ISO Standards nachgewiesen. Es wird geschätzt, dass heute drei bis acht Prozent der Bevölkerung, das sind zwischen 240.000 und 640.000 Personen, an einer Metallsensitivität leiden. Hypersensitive Reaktionen, speziell auf Nickel, werden in der Endoprothetik als mögliche postoperative Komplikationen diskutiert. Der maximale Nickelgehalt von Kobalt-Chrom-Legierungen kann bei bis zu einem Prozent liegen. Der Nickelgehalt von Oxinium liegt mit weniger als 0,0035 Prozent unterhalb der Nachweisbarkeitsgrenze. Damit sind Prothesen aus Oxinium für Patienten mit Nickelallergien besonders gut geeignet. Oxinium-Material vereint die Vorteile von Keramik und Metall Oxinium ist von dem Medizintechnikunternehmen Smith & Nephew gemeinsam mit einem weltweiten Team aus Chirurgen und Ingenieuren über zehn Jahre entwickelt worden. Das Material vereint die Vorteile von Keramik und Metall. Oxinium hat auch die "Materials Information Society ASM International" überzeugt: Die Gesellschaft hat die Oxinium Technologie 2005 mit dem Engineering Materials Achievement Award ausgezeichnet. Dieses Material hat den Vorteil, dass es besonders hart, abrieb- und bruchfest ist. In einem Kniesimulator wurden Komponenten aus Oxinium und Kobalt-Chrom getestet: Die Komponenten aus Oxinium wiesen im Vergleich zu den Komponenten aus Kobalt-Chrom eine Verminderung des Polyethylen-Abriebs um 85 Prozent auf. Durch die geringeren Reibkräfte vermindern sich auch die auf die Prothese einwirkenden Schwerkräfte und damit die Gefahr der aseptischen Lockerung. Nähre Informationen zu Arthrose-Erkrankungen und Prothesen finden Patienten und Interessierte unter www.arthrose-info.at. Rückfragehinweis: ~ Welldone Marketing- und Kommunikationsberatungsges.m.b.H. Mag. Manuela-Claire Warscher Mag. Simon Hajós | Public Relations Tel.: 01-402 13 41-32 | E-Mail: [email protected] | Fotomaterial unter www.welldone.at ~ *** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS *** OTS0089 2006-03-07/10:59 071059 Mär 06
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