Neues Medikament für die Behandlung altersbedingter Netzhauterkrankungen erhält EU-Zulassung

Präparat Macugen wirkt gegen neovaskuläre altersbedingte Makula-Degeneration

Wien (OTS) -

  • Altersbedingte Makula-Degeneration häufigste Ursache für schweren Sehverlust bei über 50-Jährigen
  • Über 25.000 Betroffene in Österreich
  • Erstes Therapeutikum, das direkt in den Krankheitsprozess eingreift
  • Ab Mai in Österreich verfügbar

Pfizer Österreich teilte heute mit, dass die Europäische Kommission dem Präparat Macugen (eine Pegaptanib Natrium Injektionslösung) die Marktzulassung erteilt hat. Macugen wird im Mai 2006 in Österreich erhältlich sein. Das neuartige Medikament dient der Behandlung der neovaskulären (feuchten) altersbedingten Makula-Degeneration (AMD), einer Augenerkrankung, die das zentrale Sehvermögen zerstört und alltägliche Aktionen wie Lesen, Autofahren und Fernsehen unmöglich macht. Rund 25.000 Patienten leiden in Österreich an dieser Krankheit, jährlich kommen tausende Neuerkrankungen hinzu. Macugen ist das erste Präparat, das die der Krankheit zugrunde liegenden Prozesse bekämpft und mit Bewahrung oder Verbesserung der Sehschärfe helfen kann. Klinische Tests zeigen einen Therapieerfolg von 45 % im Vergleich zu anderen Standard-Therapien. Dr. Erdem Ergun, Facharzt für Augenheilkunde, Augenabteilung Sanatorium Hera in Wien: "Das innovative an Macugen ist, dass es die erste Substanz darstellt, die die Erkrankung an der Wurzel bekämpft. Außerdem bietet Macugen für die unterschiedlichsten Formen der feuchten AMD, wo es in der Praxis bisher nur unbefriedigende Therapieoptionen gab, eine viel versprechende Lösung. Dr. Andreas Penk, Geschäftsführer von Pfizer Österreich, dazu: "Die Therapie mit Macugen ist ein bedeutender Fortschritt in der Behandlung der feuchten Makula-Degeneration, die in Österreich mittlerweile einer der Hauptgründe für irreversiblen Sehverlust ist." Neovaskuläre altersbedingte Makula-Degeneration (AMD) Die so genannte neovaskuläre (feuchte) AMD ist eine chronisch fortschreitende Erkrankung, die das Gewebe im Zentrum der Netzhaut (Makula) zerstört. Die Makula ist die Stelle des schärfsten Sehens, so dass die Krankheit zu schwersten Sehbehinderungen führen kann. Bei der feuchten AMD verliert der Patient die zentrale Sehkraft sehr schnell, weil abnormal wachsende, undichte Blutgefäße (CNV) die Netzhaut pathologisch verändern. Es gibt verschiedene Verlaufsformen und Subtypen der feuchten AMD, für die bisher keine befriedigenden Behandlungsmöglichkeiten verfügbar waren. Steve Winyard, Vorsitzender der internationalen Patientenorganisation AMD Alliance International: "Die Erkrankung durch feuchte AMD ist ein globales Problem, wir schätzen die Zahl der Betroffenen auf 25-30 Millionen. Jedes Jahr kommen weltweit geschätzte 500.000 neue Erkrankungen hinzu." Besonders stark, so Winyard weiter, würde aber die Erkrankungsrate in Europa steigen, vor allem durch die rasch alternde Bevölkerung. Winyard: "Daher sind neue Behandlungsmethoden besonders wichtig." Die Situation in Österreich Rund 25.000 PatientenInnen, vor allem ältere Personen, leiden an der so genannten feuchten AMD. Bereits heute ist die neovaskuläre AMD die häufigste Ursache für einen schweren Sehverlust bei über 50-Jährigen und jährlich steigt die Rate der Betroffenen. Dr. Ergun abschließend: "Wir sprechen hier von rund 3500 neuen Fällen pro Jahr und wir sind froh, dass es nun für diese Patienten eine neue und viel versprechende Therapieform gibt." Über Macugen Macugen ist in der Indikation neovaskuläre (feuchte) altersbedingte Makula-Degeneration zugelassen. Macugen ist das erste so genannte Anti-VEGF-Präparat - eine neue Generation von Augenmedikamenten - die auf den so genannten "vascular endothelial growth factor" (Isoform VEGF 165) abzielen. VEGF 165 ist ein Protein, das als Signalgeber für die Entstehung abnormaler undichter Blutgefäße (CNV) wirkt, die die Krankheit auslösen. Durch selektive Bindung an VEGF 165 reduziert Macugen das pathologische Blutgefäß-Wachstum und schränkt so das Fortschreiten des Sehverlusts ein, wodurch es den PatientInnen hilft, ihr Sehvermögen zu bewahren. Die Zulassung erfolgte auf der Basis von zwei klinischen Studien, die 1.186 PatientInnen mit allen Subtypen der neovaskulären AMD umfassten. Nach einem Jahr Therapie zeigte sich ein deutlicher Erfolg: 70% Prozent der Behandelten (0,3 mg Macugen alle sechs Wochen) behielten ihre relative Sehschärfe - in der Kontrollgruppe nur 55% - sodass eine 45% höhere Therapieerfolgsrate demonstriert werden konnte. Die klinischen Daten der über zwei Jahre laufenden Studie zeigten einen kontinuierlichen Behandlungserfolg durch Macugen, wobei die Therapie möglichst früh einsetzen sollte. Im Allgemeinen wurde Macugen gut vertragen. Patienten, die es über 2 Jahre erhielten, zeigten eine starke Compliance und Akzeptanz der Therapie. Die Nebenwirkungen, die gemeldet wurden, waren meist leicht ausgeprägt und von kurzer Dauer und wurden zum Großteil auf den Prozess der Injektion und nicht auf den Wirkstoff zurückgeführt. Macugen ist bereits in zahlreichen Ländern wie Kanada, USA, Brasilien oder Argentinien zugelassen, in weiteren 15 Ländern wurde eine Zulassung beantragt. 2005 konnten alleine in den USA schon mehr als 50.000 PatientInnen mit dem neuen Medikament behandelt werden. Macugen ist für Pfizer eine wichtige Ergänzung im Gebiet der Augenheilkunde, wo Pfizer mit den Produkten Xalatan(R)/Xalacom(R) Marktführer im Bereich der Glaukom-Therapie (Grüner Star) ist. Rückfragehinweis:

Pfizer Corporation Austria Gesellschaft m.b.H.
Dr. Georg Vana
Director Corporate Affairs
Floridsdorfer Hauptstraße 1, A-1210 Wien
Tel.: 01 52115 853
georg.vana@pfizer.com
http://www.pfizer.at

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