- 03.03.2006, 17:29:37
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Sozialistische Jugend: ÖVP-FPBZÖ-Regierung verhöhnt die Jugend
6 Jahre Lehrlingspolitik: Weniger Geld, weniger Lehrstellen, weniger Rechte
Wien (OTS) - Die Sozialistische Jugend (SJ) veranstaltet heute
Freitag, den 3. März 2006, ab 19:30 Uhr vor dem Wiener Donauplex eine
Aktion zum Lehrlingsevent der Bundesregierung. Bei der Aktion werden
als Bundes- und Vizekanzler, Wirtschafts- und Arbeitsminister sowie
Finanzminister maskierte AktivistInnen die Rechnung von sechs Jahren
schwarz-blauoranger Lehrlingspolitik präsentieren: Weniger Geld,
weniger Lehrstellen und weniger Rechte.****
Für Ludwig Dvorak, Vorsitzender der SJ Österreich, ist der
Lehrlingsevent ein unverschämter Versuch der Bundesregierung, ihre
Untätigkeit im Bereich des Jugendarbeitsmarktes zu verschleiern.
"Seit 2000 gibt es 30.000 mehr arbeitslose Jugendliche. Junge
Menschen verdienen jährlich im Durchschnitt um 250 Euro weniger. Und
schließlich wurden längere Probezeiten, kürzere Behaltefristen sowie
längere Arbeitszeiten für Lehrlinge eingeführt. Dass der Kanzler
jetzt noch rechtzeitig vor der Wahl um 150.000 Euro eine Party für
all jene schmeißt, die das Glück hatten, noch eine Lehrstelle zu
bekommen, kann seine jugendfeindliche Politik nicht verschleiern."
Sandra Breiteneder, Vorsitzende der SJ Wien, empfindet die schamlose
Inszenierungspolitik der Bundesregierung als eine bodenlose
Frechheit. "Statt etwa in öffentliche Lehrwerkstätten zu investieren
buttert die Regierung das Geld in die Profite der Wirtschaft und
versteckt arbeitslose Jugendliche durch Schulungen vor der Statistik.
Das versuchen Schüssel & Co auch noch als Erfolg zu verkaufen. Wir
wollen die Jugendlichen darüber informieren, was sie die PR-Politik
der schwarz-blau-orangen Truppe wirklich kostet: Sie kriegen weniger
Geld, weniger Lehrstellen und weniger Rechte."
Dvorak und Breiteneder sprechen sich abschließend für aktive
Maßnahmen im Sinne der Jugend aus. Diese müssten allerdings
nachhaltiger sein, als eine Wahlparty von Kanzler Schüssel sein.
"Frei nach dem Motto Zucker, Brot und Peitsche wirft der Kanzler der
Jugend einen Happen hin. Aber selbst die Kosten für dieser
Werbe-Party betragen nur einen kleinen Bruchteil dessen, was der
Kanzler der Jugend seit Jahren schuldig bleibt.", so Dvorak und
Breiteneder.
Rückfragehinweis:
SJÖ, Wolfdietrich Hansen, 01 523 41 23 oder 0699 19 15 48 04, http://www.sjoe.at
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