- 03.03.2006, 14:26:21
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SP-Keck: Kalorienzählerei ist ungerechte Schikane
Ungleichbehandlung in der SchwerarbeiterInnenregelung wohin das Auge blickt
Wien (SK) - Mit erneuter massiver Kritik an der
SchwerarbeiterInnen-Regelung der schwarz/blau/orangen Bundesregierung
meldet sich der Linzer SPÖ-Nationalrat Dietmar Keck zu Wort. Der
SPÖ-Politiker, der Betriebsrat in der Voestalpine ist und selbst
jahrelang Schwerarbeit verrichtet hat, sieht hier nicht nur die
"Konsequenzen", nämlich eine gekürzte Alterspension trotz oftmals
jahrzehntelanger härtester Arbeit, als Problem, sondern vor allem
auch die massiven Zugangsbeschränkungen zur Regelung. ****
Keck nennt sie "Ausschließungsgründe" und führt als Beispiel die
vorgesehene Kalorienzählung an. Der SPÖ-Politiker dazu wörtlich: "Die
MitarbeiterInnen eines Unternehmens zum Kalorienzählen zu
verurteilen, ist nicht nur höchst bürokratisch, sondern auch
irreführend. Stärker gebaute, untrainierte Menschen verbrauchen bei
gleicher Arbeit mehr Energie als schlanke, sportliche. Wie will
Haubner diese Ungleichheit berücksichtigen oder ist dies ein
indirekter Appell, keinen Sport mehr zu betreiben?"
Als Kritik führt Keck auch die verschiedenen Methoden zum
Kalorienmessen an. "Wird es in Zukunft so sein, dass die Firmenchefs
ihre MitarbeiterInnen zum Tragen von Brustgurten verdonnern können,
falls diese die Anerkennung ihrer Arbeit als Schwerstarbeit
fordern?", fragte Keck.
Keck ortet hier ein "verhängnisvolles Spannungsfeld" zwischen
Unternehmen, die keine Freude mit der auferlegten
Schwerarbeitsbürokratie haben, MitarbeiterInnen, die im Zweifelsfall
auf einen Eingriff in ihre Privatsphäre verzichten möchten, und einer
staatlichen Regelung, die so wenige Menschen wie möglich als
SchwerarbeiterInnen sehen möchte.
Der Nationalrat dazu abschließend: "Tag um Tag wird klarer, dass
es der Bundesregierung hier nicht um eine Lösung im Sinne der
SchwerstarbeiterInnen geht, sondern ausschließlich um ein billiges
Manöver zur Ablenkung von den massiven Verschlechterungen, die die
dilettantische Pensionsbastelei der Bundesregierung in den letzten
Jahren für die SchwerarbeiterInnen in Österreich gebracht hat. Hätten
ÖVP, FPÖ und BZÖ dies unterlassen, könnten wir uns heute jede Form
der Debatte in dieser Angelegenheit ersparen". (Schluss) wf/mp
Rückfragehinweis: GR Markus Benedik, Büro NR Dietmar Keck,
markus.benedik@spoe.at, 0732/6585-9061 od. 0699/10-10-12-55
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