- 03.03.2006, 14:05:49
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GPA: Regierung muss 45.696 arbeitslose Jugendliche verantworten
Ausbildungsfonds schaffen Lehrplätze, doch Bartenstein versagt
Wien (GPA/ÖGB) - "Obwohl es in Österreich noch nie so viele junge
Menschen unter 25 Jahren ohne Arbeit gegeben hat, sind die Werte auch
im Februar weiter angestiegen. Die Bundesregierung hat den traurigen
Rekordwert von 45.696 arbeitslosen Jugendlichen zu verantworten.
Obwohl die Regierung beinahe 60.000 Personen in Schulungen versteckt,
redet sie die Situation schön, wo es nichts schön zu reden gibt. Auf
5.215 Lehrstellensuchende kommen nur 3.278 offene Lehrstellen. Wo
greifen denn da die viel zitierten Maßnahmen der Bundesregierung?"
fragt sich Rene Pfister, Vorsitzender der GPA-Jugend. ++++
"Für etwa 1.000 Jugendliche mit Lern- oder sozialen
Schwierigkeiten gibt es bereits die Möglichkeit, eine Lehre in
überbetrieblichen Ausbildungszentren zu machen. Diese
Ausbildungszentren werden vom Arbeitsmarktservice und den Ländern
finanziert. Warum sich die Bundesregierung so dagegen wehrt unseren
Vorschlag nach überbetrieblichen Ausbildungsfonds umzusetzen ist mir
nicht klar. Vor allem weil diese Fonds dann auch von Unternehmen
gespeist werden sollen, die keine Lehrlinge ausbilden, und nicht nur
vom AMS und den Ländern finanziert werden müssen", wundert sich
Pfister.
"Unternehmer fordern immer wieder gut ausgebildete Fachkräfte.
Dafür müssen sie auch in die Pflicht genommen werden. Es kann nicht
so weitergehen, dass die Ausbildung lediglich auf den Bund und die
Steuerzahler abgewälzt wird. Die überbetrieblichen Ausbildungsfonds
sind eine gute Möglichkeit die Betriebe wieder vermehrt in die
Pflicht zu nehmen", schließt Pfister.
ÖGB, 3. März
2006
Nr. 143
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