• 03.03.2006, 11:51:17
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  • OTS0141 OTW0141

AGES: Neuer Service für Tierärzte

Untersuchung von Influenza-Viren bei Katzen

Wien (OTS) - Am 28. Februar hat das deutsche
Friedrich-Löffler-Institut den europaweit ersten Fall einer Infektion
einer Katze mit dem H5N1-Virus in freier Wildbahn bekannt gegeben.
Seitdem sehen sich die österreichischen Tierärzte vermehrt mit
Anfragen von Tierhaltern konfrontiert, die ihre Katze auf das
mögliche Vorhandensein von Influenza-Viren testen lassen wollen. Die
AGES, die Österreichische Agentur für Gesundheit und
Ernährungssicherheit GmbH, hat nun in Zusammenarbeit mit der
österreichischen Tierärztekammer die Möglichkeiten geschaffen,
entsprechende Untersuchungen durchzuführen.

Rachentupferproben für Virus-Nachweis

Tierärzte können am AGES-Institut für veterinärmedizinische
Untersuchungen Mödling entsprechende Test-Sets (Röhrchen mit
Drehverschluss mit je einem Milliliter antibiotikahaltiger
Pufferlösung) beziehen. Für die Probennahme beim Tier wird mit einem
ausreichend langen Tupferstäbchen ein Abstrich möglichst weit hinten
im Rachen entnommen. Der Abstrich wird im AGES-Referenzlabor in
Mödling mittels Polymerase-Chain-Reaction (PCR) untersucht. Bei
dieser Methode kann vorhandenes Virus-Erbmaterial vermehrt und direkt
nachgewiesen werden. Die AGES betont, dass das Test-Set
ausschließlich für den Virus-Nachweis bei Tieren vorgesehen ist und
nur an Tierärzte abgegeben wird. Diese Untersuchung ist
kostenpflichtig.

Bestellung und Einsendung: AGES-Institut für veterinärmedizinische
Untersuchungen, Abteilung PCR, Robert Koch-Gasse 17, 2340 Mödling,
Tel.: 050 555-38120.

Empfohlene Vorsichtsmaßnahmen bei Heimtieren

Das ECDC, das europäische Zentrum für Seuchenbekämpfung, empfiehlt
als reine Vorsichtsmaßnahme, Hauskatzen, die innerhalb einer
10-Kilometer-Zone um den Fundort infizierter Wildvögel leben, nicht
ins Freie zu lassen. Streunende und halbwild lebende Katzen sollten
umgekehrt nicht ins Haus gelassen werden. Bei Anzeichen von schweren
Erkältungen bei Katzen, die in genannten Gebieten frei herumgelaufen
sind, sollte sicherheitshalber ein Tierarzt aufgesucht werden. Nach
eingehenden Beratungen zwischen Bundesministerium für Gesundheit und
Frauen (BMGF) und AGES wird besorgten Tierhaltern angeraten, diese
Empfehlungen des ECDC während der Dauer der Schutzmaßnahmen zu
befolgen.

Rückfragehinweis:

AGES - Österreichische Agentur für Gesundheit und 
   Ernährungssicherheit GmbH
   Unternehmenskommunikation:
   DI Oskar Wawschinek
   Spargelfeldstraße 191, A-1226 Wien
   Tel: 050 555-25000
   mailto:oskar.wawschinek@ages.at
   www.ages.at
   
   Fachlich:
   Univ.-Prof. Dr. Josef Köfer
   Tel: 050 555-35700
   mailto:josef.koefer@ages.at
   
   Österreichische Tierärztekammer
   Präsident Dr. Helmut Wurzer
   Biberstraße 22, A-1010 Wien
   Tel: 01/512 17 66
   mailto:oe@tieraerztekammer.at

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