Kukacka: SPÖ-Verkehrsminister haben Auftrag zum Bau des Probestollen für den Semmering-Basis-Tunnel erteilt ohne die endgültigen, naturschutz- und wasserrechtlichen Bewilligungen abzuwarten

Semmering- und Koralmtunnel bilden nunmehr untrennbare Einheit auf der neuen Südbahn

Wien (OTS) - "Zur Kritik der SPÖ an der Vorgangsweise der
Regierung bei der Errichtung des Semmering-Basis-Tunnels ist vorerst grundsätzlich festzuhalten: Der Bau des Probestollen wurde deshalb begonnen, weil SPÖ-Verkehrsminister Klima den Auftrag dazu erteilt hat, ohne die endgültigen naturschutz- und wasserrechtlichen Bewilligungen der zuständigen Behörde abzuwarten. An dieser Tatsache kommt niemand vorbei", betonte heute Verkehrsstaatssekretär Mag. Helmut Kukacka anlässlich der RH-Debatte zum Thema ÖBB.

"Offenbar möchte die SPÖ mit ihrer lauthalsen Kritik am Bau des Semmering-Basis-Tunnel vom Versagen der eigenen sozialistischen Verkehrspolitiker ablenken, denn an der Realisierung des Semmering-Basis-Tunnels seien eine ganze Reihe von SPÖ-Verkehrsministern offenkundig gescheitert. Der Vorwurf, 93 Millionen Euro seien im Probestollen unnütz verbaut worden, falle auf die SPÖ zurück, betont Kukacka. "Die politische Verantwortung für allfällige "stranded costs" haben all jene SPÖ-Verkehrsminister zu tragen, die den Bau des Probestollens eingeleitet oder weitergeführt haben, ohne dass bereits alle entsprechenden Bewilligungen, rechtlich abgesichert, vorgelegen sind". LH Pröll habe seinerzeit den damaligen Verkehrsminister Viktor Klima (S) bei Baubeginn des Sondierstollens gewarnt, "wenn er ohne Genehmigung das Projekt starte, dann werde er dafür die volle politische Verantwortung tragen". (Jänner 1993, ORF-Inlandsreport)

Mit der neuen Entscheidung für einen "Semmering-Basis-Tunnel neu" wird die, verkehrsstrategisch wichtige Südbahn nun neu definiert und im Zusammenhang mit der Koralmbahn neu geplant. Semmering- und Koralmtunnel werden künftig eine untrennbare Einheit auf der neuen Südbahn bilden", erklärte Kukacka. "Die Umplanung wird nach dem neuesten Stand der Technik und Sicherheit vorgenommen. Die raschest mögliche Detailplanung und Abwicklung der rechtsstaatlichen Genehmigungsverfahren, sowie die Finanzierung des Semmeringbahntunnels wurde bereits eingeleitet", so Kukacka.

Der neue Tunnel werde sieben Kilometer länger sein als der alte, über eine zweite Tunnelröhre verfügen und durch die sanftere Steigung mehr Zugs-Kapazität ermöglichen, sowie bei den Betriebskosten deutlich günstiger sein. Das neue Projekt wird allerdings etwa 250 Millionen Euro mehr kosten, also insgesamt 1,25 Milliarden Euro, die Fertigstellung ist etwa zeitgleich mit der Koralmbahn 2018 angepeilt.

Der "Semmering-Basis-Tunnel neu" sieht nun vor, diese Trasse, betrieblich passend zur Koralmbahn, als Flachbahn mit maximal 6,5 Promille Steigung von Gloggnitz nach Langenwang zuführen, statt wie bisher geplant nach Mürzzuschlag. Damit wird erreicht, dass zwischen Wien und Villach eine durchgehende Beförderung von 1.600 Tonnen mit nur einer Lok möglich wird, da sich die Steigungen durchgehend bei rund 6 Promille bewegen, schloss Kukacka.

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