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Neue KÄRNTNER TAGESZEITUNG - KOMMENTAR: Gewinn-Optimierung (von Claudia Grabner)
Ausgabe 2. März 2006
Klagenfurt (OTS) - Lassen wir die Frage unberührt, mit welchen
Auswirkungen das orange-rote Ende unser Bundesland ent- und/oder
belastet, und widmen wir uns stattdessen dem Schaden und/oder Nutzen
für die handelnden Parteien dann, ja dann lässt folgende Paradoxie
grüßen:
BZÖ: Haiders Bündnis ist - ob bewusst herbeigeführt oder unbewusst
provoziert - einen "Aufpasser" los. Einen selbstbewussten Partner.
Mit Profil. Und Eigenständigkeit. Einen Partner, der nicht der kleine
Bruder war. Vielmehr die gleich große Schwester. Beleidigt ob ihres
Fortganges kann und wird die LH-Partei darob nicht sein. Es lässt
sich freier, leichter, unbeschwerter leben ohne zähes Verhandeln,
ohne lästigen Kompromiss.
SPÖ: Schaunigs Partei hat sich eines Korsetts - in das sie ein
Wahlergebnis gezwungen hat - entledigt. Dass die Koalition nicht
Liebesheirat, sondern Zwangsehe gewesen ist, sollte nie ein Geheimnis
bleiben. Mit dem Ende der ungeliebten "Partnerschaft" hat die SPÖ
ihre Freiheit wiedergewonnen. Die Freiheit, die es ihr erlaubt,
wieder "roter" zu sein.
ÖVP: Martinz & Co. finden sich da wieder, wo sie in jahrelanger Übung
Profi geworden sind (freilich mit dem Schönheitsfehler eines
Wahl-Totalabsturzes): in der Position des umworbenen
Mehrheitsbeschaffers. Ein frohlockender Dritter, der ein bisserl
anschaffen darf ...
Rückfragehinweis:
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