- 01.03.2006, 13:32:49
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VP-Cortolezis-Schlager im "UniStandard-Talk": Land Wien muss mehr für Bildung und Forschung tun!
Wien (OTS) - "Es ist die Aufgabe der Politik, allen
Gesellschaftsschichten eine sehr gute Ausbildung zu ermöglichen. Und
dieser Verantwortung können sich die Bundesländer nicht entziehen.
Das gilt insbesondere für Wien, das bisher einiges schuldig geblieben
ist," erklärte die ÖVP Wien Stadträtin Mag. Katharina
Cortolezis-Schlager im Rahmen des "UniStandard-Talks" am Dienstag,
den 28.2.2006.
Das bisherige Vorgehen der Wiener Landesregierung in Fragen der
Förderung von Wissenschaft und Forschung bezeichnete sie als
inkonsequent und konzeptlos: "Neben dem Bund und den Universitäten
haben einige Bundesländer eigene Förderprogramme entwickelt und damit
Erfolg gehabt. Wien ist da leider anders. In der Bundeshauptstadt
gibt es kein inhaltliches Programm und auch kein Finanzierungskonzept
- und niemand im Wiener Rathaus machte echte Anstalten dies zu
ändern."
Cortolezis-Schlager kritisierte auch die "latente Abwehrhaltung" der
Wiener SPÖ gegenüber dem Projekt einer University of Excellence:
"Noch am SP-Parteitag 2004 haben sich ganze Bezirksgruppen gegen ein
solches Projekt ausgesprochen - und weil es eben parteiintern keine
einheitliche Linie zu dem Projekt einer Eliteuniversität gab, konnte
sich die Stadtregierung nur zu einem halbherzigen Standortangebot
durchringen. Wäre Wien an diesem Projekt wirklich etwas gelegen, dann
hätte es ein weitaus besseres Angebot legen müssen."
Als symptomatisch für die Haltung der Wiener Regierungspartei
bezeichnete die VP-Stadträtin einen Beschluss, der erst jüngst im
Wiener Gemeinderat gefasst worden war: "Wir haben in Form eines
Antrages die Erstellung eines Forschungsschwerpunkte-Programmes für
die Bundeshauptstadt gefordert. SPÖ und Grüne haben es jedoch
dezidiert abgelehnt. Das spricht für sich..."
Bildung scheint der SPÖ nichts wert zu sein
Als einen weiteren "wunden Punkt" des Wiener Bildungswesens
bezeichnete sie den Zustand der Allgemein Bildenden Pflichtschulen.
"Der SPÖ ist die Bildung, dort wo sie die Kompetenzen hat, nichts
wert. Gerade in der Bundeshauptstadt wird das deutlich. Trotz
vorhandener Lehrerressourcen werden bis zu 30 Kinder in vielen
Klassen unterrichtet. Statistiken belegen zudem, dass Wien im
Bundesländervergleich einen viel zu geringen Anteil an Volks- und
Hauptschulen hat", so Cortolezis-Schlager.
"Viele Standorte," so die VP-Stadträtin," sind in einem baulich
desolaten Zustand. An manchen Standorte fällt den Schülern im
wahrsten Sinne des Worte die Decke auf den Kopf! Was wir in Wien
bräuchten wäre ein umfassender Schulsanierungs- und
Schulentwicklungsplan. Doch dieser wird von den politisch
Verantwortlichen konsequent zurückgewiesen", kritisierte die
VP-Stadträtin.
Für Cortolezis-Schlager kann Österreich in Bildung, Wissenschaft und
Forschung nur dann erfolgreich sein, wenn seine Bundesländer dazu
einen Beitrag leisten. "Aber solange man diesen Grundsatz im Wiener
Rathaus nicht verinnerlicht, wird unser Land nicht all das leisten
können wozu es im Stande wäre! Es liegt nun an Bürgermeister Häupl
und seiner Regierungsmannschaft, endlich zu handeln", schließt die
ÖVP Wien Politikerin.
Rückfragehinweis:
ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: (++43-1) 4000 / 81 913
Fax: (++43-1) 4000 / 99 819 60
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