- 28.02.2006, 14:24:58
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Minen machen arm: Entwicklungshindernis Antipersonen-Minen
Die "Ottawa-Konvention" gegen Anti-Personen-Minen trat am 1. März 1999 in Kraft
Wien (OTS) - Wien (Rotes Kreuz) - Bis zum Jahr 2009 sollte die
Welt minenfrei sein, sieht die Ottawa-Konvention vor. 144 Länder,
darunter alle von Landminen betroffenen, haben sich zu dem Verbot des
Gebrauchs, der Lagerung, der Herstellung und der Verbreitung von
Anti-Personen-Minen verpflichtet.
Etwa 30,7 Millionen Anti-Personen-Minen wurden aufgrund der
Ottawa-Konvention zerstört. Trotzdem verletzen die unsichtbaren
Killer jedes Jahr zwischen 15.000 und 20.000 Menschen, zum Großteil
Kinder.
Die Konflikte sind seit Jahrzehnten beendet, die tödlichen Waffen
liegen immer noch in den Böden von Vietnam, Kambodscha, Angola,
Kolumbien oder Nikaragua. Landminen verzögern die Rückkehr von
Flüchtlingen und Vertriebenen, minenverseuchte Regionen haben wenig
Hoffnung auf wirtschaftlichen Fortschritt.
Unter den Pflugscharen der Bauern, die diese Böden bestellen,
zwischen den Spielplätzen der Kinder, auf den Wegen der Händler
bedrohen sie das tägliche Leben von Millionen Menschen. In den Böden
von mehr als 70 Ländern lauern immer noch etwa 70 Millionen Landminen
auf ihre Opfer.
"Antipersonen-Minen sind gerade in den ärmsten Staaten der Welt ein
Entwicklungshindernis. Die Minenräumung sollte daher in
internationalen Strategien zur Armutsbekämpfung und in der
Entwicklungszusammenarbeit eine Priorität einnehmen," fordert
Rotkreuz-Generalsekretär Wolfgang Kopetzky.
Das Österreichische Rote Kreuz hilft den Opfern dieser tödlichen
Kriegsrückstände auf drei Wegen.
In 27 Ländern - von Angola bis Bosnien und Kroatien, von Kambodscha
über Kolumbien bis Afghanistan - reduzieren Minenaufklärung und
Informationskampagnen des Roten Kreuzes die Zahl der Opfer.
Und als Advokat pocht das Rote Kreuz auf die Einhaltung des Verbots
der Antipersonen-Minen bei Regierungen und Kriegführenden Parteien.
Die orthopädischen Kliniken des Roten Kreuzes versorgen die Opfer
medizinisch und schaffen mit Arbeitsplätzen und Mikrokrediten auch
wirtschaftliche Standbeine. Hilfe für Minenopfer ist langfristige
Hilfe: Ein Drittel der Verletzten sind Kinder. Zehnjährige Minenopfer
brauchen etwa 25 Prothesen bis zu ihrem Lebensende.
Das Österreichische Rote Kreuz war 1997 maßgeblich daran beteiligt,
dass die Republik Österreich als erstes Land der Welt das Verbot von
Antipersonen-Minen zum Gesetz erhob. "In dieser Tradition engagieren
wir uns nach wie vor in internationalen Hilfsprogrammen für
Minenopfer", erklärt Rotkreuz-Generalsekretär Wolfgang Kopetzky.
"Antipersonen-Minen sind ein lösbares Problem, das alle Menschen
dieser Welt betrifft." Das ÖRK hat aus Spenden und eigenen Mitteln
seit 1995 Projekte für Minenopfer in Höhe von 2,1 Mio. Euro
finanziert.
Spendenkonto:
PSK, 2345000, Kennwort: Minenopfer
Im Internet: https://spende.roteskreuz.at
Rückfragehinweis:
ÖRK - Pressestelle Mag. Gabriela Hartig Tel.: 01/589 00-155 Mobil: 0664/823 48 10 mailto:[email protected] http://www.roteskreuz.at
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