• 26.02.2006, 23:57:06
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Hühnergrippe-Panik treibt täglich neue Blüten.

Aufruf an Verantwortliche: Impfung statt Massen-Keulungen!

Wien (OTS) - Menschen und Geflügel lebten schon immer mit
Infektionen, auch mit der Hühnerpest - neuerdings "Vogelgrippe".
Warum seit gut einem halben Jahr diese Katastrophen-Stimmung
angesichts des H5N1-Virus? Weltweit sind daran in mehr als zwei
Jahren von 6,5 Milliarden Erdenbürgern nur etwa 80 Menschen
gestorben. Menschen, die meist in bitterer Armut und Schmutz in
Tropenklima eng zusammen mit dem Geflügel lebten. Wie groß ist wohl
das Risiko, daß sich hierzulande ein Mensch in den nächsten
Jahrhunderten infiziert? Eine Infektion von Mensch zu Mensch gibt es
ohnehin nicht und ist eine rein theoretische Idee, geboren von WHO
und Pharmaindustrie. Warum aber spricht keiner davon, daß in
Österreich jährlich tausende Menschen an den Folgen des Rauchens
sterben, zigtausende an falscher Ernährung, z.B. durch übermäßigen
Fleischkonsum, hunderttausende an Krebs oder
Herz-Kreislauferkrankungen, ebenfalls großteils Folgen falscher
Ernährung und Lebensweise?

Warum also wird das Thema derart hochgespielt? Mit Entsetzen nahmen
Fernsehzuschauer wahr, wie Geflügel in Südostasien und der Türkei auf
geradezu bestialische Weise umgebracht wurde, indem die noch lebenden
Tiere in Plastiksäcke gestopft, in Erdgruben geworfen und einfach
zugeschüttet wurden. Jetzt müssen wir bereits zusehen, wie in Europa
sogar gesunde Tiere zu Tausenden "gekeult" werden. Werden es bald
Millionen sein? Sie werden elektrisch getötet oder mit Kohlendioxid
erstickt, was große Atemnot, heftige Abwehrreaktionen und
entsetzliche Todesangst verursacht und mindestens eine Minute Qual
bedeutet.

Dabei wäre es möglich, gefährdete Tierbestände zu impfen, aber das
würde der Exportwirtschaft schaden, weil die vom Tier gebildeten
Antikörper denen der Vogelgrippe gleichen würden. Also geht es den
Hühnerfabrikanten, den Lobbyisten und Politikern (z.B.
Landwirtschaftskammer-Präsident Rudolf Schwarzböck, ÖVP, der gestern
in der ORF-Pressestunde eine Impfung strikt abgelehnt hat) wieder
einmal nur um den Profit.

Nachdem die Niederlande und Frankreich die Geflügelbestände gegen
Vogelgrippe impfen wollen, sollte auch Österreich diesen Weg der
Vernunft gehen. Die Tierschutzorganisation ANIMAL SPIRIT verurteilt
die Tötung
(Keulung) gesunder Herden als ethisch unverantwortlich, sind doch in
der Geflügelhaltung vorbeugende Bestandsimpfungen gegen
verschiedenste virale und bakterielle Erkrankungen seit Jahren
gängige Praxis. Zudem hätten die enormen Kosten der Massen-Keulungen
wieder einmal nicht die Verursacher des Problems (die
Geflügelindustrie) zu tragen, sondern der Steuerzahler, inklusive
aller Vegetarier.

"Es stellt sich die Frage, warum sich Geflügelwirtschaft und Politik
so vehement gegen vorbeugende Impfungen wenden. Wollen sie etwa die
Vogelgrippe instrumentalisieren, um der tiergerechten Freilandhaltung
von Geflügel auf diese Weise endgültig den Garaus zu machen?", fragt
Tierarzt Dr.
Franz-Joseph Plank von ANIMAL SPIRIT. "Auch ist es völlig sinnlos,
eine österreichweite Stallpflicht zu verordnen, v.a. zu Zeiten und in
Regionen, wo weit und breit keine Zugvögel zu sehen sind und daher
auch keinerlei Infektionsgefahr herrscht. Tiere, die es gewohnt sind,
täglich ins Freie zu dürfen, büßen durch die Enge und den Streß ihre
Abwehrkräfte ein. Jeder medizinisch geschulte Mensch weiß aber, daß
das Vogelgrippe-Virus nur dann gefährlich ist, wenn es auf
immungeschwächte Vögel trifft. Neben den durch den harten Winter
ausgezehrten Wasservögeln trifft das aber ganz besonders auf die
Hühner, Enten und Puten in den Massentierhaltungen zu, die zu
Tausenden in oft dunklen Ställen dicht gedrängt bewegungslos im
Dauerstreß, mit Schmerzen oder Verletzungen dahinvegetieren. So
stecken sich rasant alle an, wenn ein Virus auftaucht, denn sie haben
ein völlig unzureichendes Abwehrsystem. Und sie bieten dem Virus auf
dem Weg von einem Opfer zum nächsten eine Spielwiese ungeahnter
Mutationsmöglichkeiten! So werden diese Tierfabriken zu Zeitbomben
der Seuche. Ganz im Gegensatz zu robusten Freilandtieren, wenn sie in
kleinen Gruppen an der frischen Luft gehalten werden und so relativ
wenig anfällig für eine Infektion sind."

Man kann angesichts dieser logischen Widersprüche nur folgern, daß es
der Geflügel-Industrie hier einzig und alleine um ihre
wirtschaftlichen Interessen geht. Dr. Plank weiter: "Mit dem ganzen
Aktionismus wird offenbar nur von den wahren Problemen -
Massentierhaltung, Immunschwäche durch extreme Hochleistungszucht,
internationale Tiertransporte, etc. - abgelenkt.
Die Politik, allen voran die Gesundheits- und Tierschutzministerin,
ist aufgefordert, endlich mit Vernunft zu handeln und anstatt
medienwirksamer Verspeisungen von Hühnerleichen lieber
Schutzimpfungen in gefährdeten Regionen anzuordnen und die
kontraproduktive österreichweite Stallpflicht wieder aufzuheben!"

Rückfragehinweis:
Animal Spirit
Dr. Franz-Joseph Plank
Tel.: 0676 708 24 34
mailto:[email protected]
http://www.animal-spirit.at

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