- 25.02.2006, 11:03:05
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Mikl-Leitner: Kranzl-Versagen macht Niederösterreich zur Spielhölle
Strenge gesetzliche Regelung ist jetzt die letzte Rettung
St. Pölten (NÖI) - "Jetzt ist es offiziell: Durch das Versagen von
SP-Landesrätin Kranzl dürfen laut Verwaltungsgerichtshof 2500
Glücksspielautomaten in Niederösterreich aufgestellt werden. Der
Grund dafür ist ein Bescheid, der von Landesrätin Kranzl im Sommer
vergangenen Jahres erlassen wurde. Das heißt anders ausgedrückt, dass
dem unkontrollierten Glücksspiel auf dem Rücken der Jugendlichen Tür
und Tor offen steht. Es gibt nämlich bereits andere
Spielautomatenfirmen, die sich um das Aufstellen von weiteren 5000
Spielautomaten bemühen. Die SPÖ hat jetzt zu verantworten, dass
Niederösterreich zu einer Spielhölle werden kann. Um dem einen Riegel
vorzuschieben, ist eine strenge gesetzliche Regelung die letzte
Rettung. Das heißt: Strenge Zugangsbeschränkungen, strenge
Ausweiskontrollen und nur an bestimmten Standorten. Die gesetzlichen
Lücken und Grauzonen, die aufgrund jahrelanger Untätigkeit von Kranzl
noch immer existieren, müssen jetzt geschlossen werden. Es geht hier
um den Schutz unserer Jugendlichen", erklärt Familien- und
Jugendlandesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner.
"Was sich Frau Kranzl leistet ist eine noch nie da gewesene
Verantwortungslosigkeit eines Regierungsmitgliedes auf dem Rücken
der Jugend. Wenn sie gegen eine strenge gesetzliche Regelung
auftritt, was das Glücksspiel betrifft, dann hat sie kein Gewissen
und kein Verantwortungsgefühl. Es stellt sich hier leider die Frage,
ob eine Landesrätin, die einen derartigen massiven Fehler zu
verantworten hat und sich dann weigert, ein ordentliches Gesetz zu
verabschieden, überhaupt noch tragbar ist. Die Linie der Volkspartei
nach der Notwendigkeit einer strengen gesetzlichen Regelung ist jetzt
mehr bestätigt, denn je. Unser oberstes Ziel ist es, die Jugendlichen
zu schützen, indem wir sie mit allen Möglichkeiten davor bewahren, in
die Schulden- und Spielfalle zu tappen", so Mikl-Leitner.
"Jeder weiß, welche Gefahr ein Wildwuchs an Spielautomaten in den
Hinterzimmern der Gasthäuser, für die Jugendlichen darstellt. So
sind die Zahlen und Fakten bereits jetzt alarmierend. So wissen wir,
dass 30 Prozent der niederösterreichischen Jugendlichen mit
Spielautomaten Erfahrung haben. Diese Zahl beweist, dass hier Gefahr
im Verzug besteht. Gefahr im Verzug aufgrund einer Landesrätin, die
weder ihr Ressort im Griff noch ein Gewissen gegenüber der Jugend
hat", betont Mikl-Leitner.
Rückfragehinweis:
VP Niederösterreich
Presse
Tel.: 02742/9020 - 140
http://www.vpnoe.at
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